Nächster Wirbel um FIFA-Präsidenten:Zusätzliches Gehalt für Infantino? FIFA dementiert Vorwürfe
Bekommt Gianni Infantino mehr Geld als bekannt? Die FIFA hat einen entsprechenden Bericht der "Times" jetzt zunächst dementiert.
Bekam er mehr Geld als bisher öffentlich bekannt? FIFA-Präsident Gianni Infantino
Quelle: action pressDie FIFA hat Medienberichte über angebliche zusätzliche Gehaltszahlungen an Präsident Gianni Infantino dementiert. "Die FIFA zahlt dem FIFA-Präsidenten kein zweites Gehalt und kommt allen Offenlegungspflichten in Bezug auf die Vergütung nach", hieß es vom Fußball-Weltverband.
Zuvor hatte die englische Zeitung "The Times" berichtet, dass Infantino ein zweites Gehalt von der US-Gesellschaft, die von der FIFA für die WM-Organisation gegründet worden war, bekommen haben soll. Diese seien nicht im FIFA-Finanzbericht dokumentiert worden.
Die UEFA ist nach dem Treffen in Berlin weiter auf der Suche nach einem Gegner für FIFA-Präsident Infantino. Ceferin will UEFA-Präsident bleiben.
08.10.2026 | 0:48 min"Die FIFA weist nachdrücklich jegliche Behauptungen zurück, sie habe es versäumt, Finanzinformationen offenzulegen, oder gegen die FIFA-Statuten verstoßen. Die Finanzunterlagen der FIFA werden unabhängig geprüft, und sämtliche Angaben stehen im Einklang mit den steuerrechtlichen Vorschriften in der Schweiz, den Vereinigten Staaten und anderen Ländern", hieß es vom Weltverband.
Englische Zeitung nennt Millionensumme
Die "Times" verweist auf die Steuererklärung der WM-Organisationsgesellschaft, in der festgehalten ist, dass Infantino für das Jahr 2024 zusätzlich 1,76 Millionen US-Dollar (rund 1,6 Millionen Euro) erhielt.
Die UEFA macht weiter Druck auf FIFA-Präsident Gianni Infantino - und sucht nach einer Strategie für dessen Ablösung. Für dieses Vorhaben braucht es aber einen Gegenkandidaten.
08.10.2026 | 2:54 minIm Jahresbericht der FIFA war für ihn im selben Jahr ein Verdienst von 4,274 Millionen Schweizer Franken (fast 4,6 Millionen Euro) ausgewiesen worden. 2025 und 2026 soll er der Zeitung zufolge möglicherweise noch höhere zusätzliche Zahlungen erhalten haben.
Nächste Etappe im FIFA-Machtkampf
"Über die jährliche Vergütung des FIFA-Präsidenten sowie über sonstige vertragliche Leistungen entscheidet der unabhängige Unterausschuss für Vergütungsfragen", erklärte der Weltverband.
FIFA-Präsident Gianni Infantino galt als unangreifbar. Doch ein gescheitertes Milliardenprojekt ohne frühe Einbindung wichtiger Gremien entfacht einen Machtkampf, der ihn das Amt kosten könnte.
17.09.2026 | 11:40 minDie Vorwürfe sind neue Anschuldigungen gegen den Schweizer, der nach seinem Alleingang für einen Vermarktungsplan der WM-Geschäfte massiv in die Kritik geraten war. Die Zeitung "The Times" war im Sommer maßgeblich an der Aufdeckung dieser Pläne beteiligt. Die UEFA als europäischer Dachverband fordert wie der Deutsche Fußball-Bund ein Ende der Amtszeit von Infantino als FIFA-Chef.
Aufeinandertreffen in Zürich
Am Donnerstag kommt es bei der Sitzung des FIFA-Councils in Zürich zum Aufeinandertreffen von Infantino mit seinen Kritikern, die durch ihre UEFA-Ämter dem Weltverbandsgremium angehören.
Derzeit hat der 56-Jährige noch eine ausreichende Machtbasis durch Unterstützer aus Afrika, Asien, Südamerika und Ozeanien. Im März 2027 will er sich für eine vierte Amtszeit zum FIFA-Präsidenten wählen lassen. Einen Gegenkandidaten konnten seine Gegner noch nicht präsentieren.