Schlagzeilen
Schlagzeilen zu aktuellen Ereignissen - kurze Nachrichten im Ticker
Mandelson-Affäre: Abgeordnete befragen Starmer
Der britische Premierminister Keir Starmer muss sich im Parlament kritischen Fragen zur Ernennung von Peter Mandelson zum Botschafter in den USA stellen. Der Druck auf Starmer wächst, seit bekannt wurde, dass Mandelson vor der Ernennung einen Sicherheitscheck nicht bestanden hatte. Starmer wurde nach eigenen Angaben nicht informiert. Mehrere Kabinettsmitglieder stellten sich demonstrativ hinter ihn, während alle großen Oppositionsparteien den Rücktritt des Labour-Politikers Starmer fordern.
Spannungen in Straße von Hormus: Ölpreise steigen wieder deutlich
Vor dem Hintergrund neuer Spannungen zwischen den USA und Iran kostet Rohöl wieder deutlich mehr. Die Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni ging mit einem Kurs von knapp 97 US-Dollar in die Handelswoche und war damit über sieben Prozent teurer als noch in der vergangenen Woche. Zu Beginn des Krieges Ende Februar lag der Preis für Brent noch bei unter 70 Dollar. Für Spannungen sorgte vor allem die Seeblockade der USA in der Straße von Hormus. Zudem läuft in der Nacht zu Mittwoch die Waffenruhe aus.
Raumfahrtpanne bei Blue Origin: Satellit falsch abgesetzt
Die leistungsstarke Schwerlastrakete "New Glenn" des Weltraumunternehmens Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos hat bei ihrem dritten Start einen Satelliten in der falschen Umlaufbahn abgesetzt. Die genauen Hintergründe seien vorerst noch unklar, teilte Blue Origin mit. "Wir untersuchen das derzeit", hieß es weiter. Die "New Glenn" war zuvor planmäßig vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartet - und das erstmals mit einer zuvor bereits verwendeten Raketenstufe.
Märsche gegen US-Sanktionen: Protestwelle in Venezuela
Die Regierung in Venezuela hat in mehreren Bundesstaaten Protestmärsche gegen US-Sanktionen gestartet. Die ersten der von der venezolanischen Übergangspräsidentin Delcy Rodriguez als "Pilgerfahrt" bezeichneten Demonstrationen brachen am Sonntag auf. Sie sollen mit weiteren Märschen am 1. Mai in einer Kundgebung in der Hauptstadt Caracas gipfeln. Übergangspräsidentin Rodriguez, die frühere Stellvertreterin Maduros, betont immer wieder, dass die US-Sanktionen Auswirkungen auf die Wirtschaft des Landes haben.
Starker Dollar belastet: Goldpreis gibt nach
Der Goldpreis ist am Montag um mehr als ein Prozent gefallen. Eine Feinunze kostete 4762,09 Dollar und damit so wenig wie seit dem 13. April nicht mehr. Belastet wurde das Edelmetall durch einen stärkeren Dollar, der Gold für Anleger außerhalb des Dollar-Raums verteuert. Zudem sorgt die Eskalation im Konflikt zwischen den USA und Iran für Nervosität. Auslöser war die Beschlagnahmung eines iranischen Frachtschiffs durch die USA, woraufhin Iran mit Vergeltung drohte und neue Verhandlungen ablehnte.
Gestrandeter Wal in der Ostsee: Vor Poel gestrandeter Wal schwimmt
Der seit knapp drei Wochen vor der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns festsitzende Buckelwal schwimmt. Dies war auf Livestreams im Internet zu erkennen. Er wechselte dabei mehrfach die Richtung. Der Meeressäuger lag seit dem 31. März in der Wismarbucht vor der Insel Poel fest. Die leitende Tierärztin der privaten Initiative, Janine Bahr-van Gemmert, sagte der Nachrichtenagentur dpa, man sei auf dem Weg zum Hafen. Boote stünden parat. Laut Rettungsinitiative soll der Wal geleitet werden.
Debatte um die Gesundheitsreform: Pantazis für weniger Krankenkassen
In der Debatte um die Gesundheitsreform hat der SPD-Gesundheitspolitiker Christos Pantazis eine deutliche Reduzierung der Zahl der Krankenkassen ins Gespräch gebracht. "Wir brauchen keine 90 Krankenkassen", sagte Pantazis der "Bild". "Ein halbes Dutzend bis maximal ein Dutzend große, leistungsfähige Kassen würde ausreichen", fügte er hinzu. Entscheidend ist Pantazis zufolge eine "sinnvolle Mindestgröße, damit Verwaltung effizient organisiert und Versorgung verlässlich gesteuert werden kann".
Justiz ermittelt gegen X: Elon Musk zu Anhörung in Paris
US-Milliardär Elon Musk ist für Montag in Paris zu einer freiwilligen Anhörung wegen kinderpornografischer Darstellungen in seinem Onlinedienst X geladen. Die französische Justiz setzte für diese Woche außerdem die Befragung mehrerer X-Mitarbeiter als Zeugen an. Die Ermittler in Frankreich werfen X unter anderem Beihilfe zum Besitz kinderpornographischer Darstellungen, Verletzung des Rechts am eigenen Bild, Leugnung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Datendiebstahl vor. Es geht unter anderem um Deepfake-Inhalte.
Drei Tote bei Einsatz in Karibik: US-Militär greift Drogenschiff an
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben ein weiteres mutmaßlich mit Drogen beladenes Boot in der Karibik angegriffen. Dabei seien am Sonntag drei Menschen getötet worden. Das US-Südkommando erklärte, man habe mutmaßliche Drogenschmuggler entlang bekannter Drogenhandelsrouten ins Visier genommen. Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, dass sich die USA in einem "bewaffneten Konflikt" mit Kartellen in Lateinamerika befänden, und die Angriffe als notwendige Eskalation gerechtfertigt, um den Drogenfluss zu stoppen.
Weniger Leistungen befürchtet: Ärztechef warnt vor Kassenreform
Kassenärzte-Chef Andreas Gassen sieht in der geplanten Reform der gesetzlichen Krankenversicherung ein Täuschen der Versicherten. "Wenn das, was die Bundesgesundheitsministerin als Entwurf eines Spargesetzes nun vorgelegt hat, Realität wird, muss man den Bürgerinnen und Bürgern klar sagen: Die Folgen werden weniger Leistungen und weniger Termine sein", sagte Gassen der KNA. Die Politik spiele hier nicht ehrlich und tue so, als ob sich für die Menschen nichts ändern werde, kritisierte Gassen.
Steigende Lebenserwartung: Frei fordert höheres Rentenalter
Bei einer höheren Lebenserwartung ist aus Sicht von Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU) ein späterer Renteneintritt obligatorisch. Bei der geplanten Rentenreform müsse man "an ganz vielen Stellschrauben drehen". Wenn die Lebenserwartung steigt, muss davon ein gewisser Anteil Mehrarbeit sein, sagte Frei der "Augsburger Allgemeinen". "Daran führt meines Erachtens kein Weg vorbei. Denn es wäre illusorisch zu glauben, wir könnten in Wohlstand leben und müssten dafür nicht arbeiten", sagte der CDU-Politiker.
Bulgarien hat gewählt: Radew bei Parlamentswahl klar vorn
Bei der vorgezogenen Parlamentswahl in Bulgarien zeichnet sich nach Hochrechnungen eine Mehrheit für die Wahlallianz von Ex-Staatschef Rumen Radew ab. Laut mehreren Meinungsforschungsinstituten, kommt das Bündnis Progressives Bulgarien (PB) des als russlandfreundlich geltenden Ex-Generals auf bis zu 45 Prozent der Stimmen. Dies würde bedeuten, dass PB mit bis zu 140 Abgeordneten in dem 240 Sitze-Parlament über die absolute Mehrheit verfügen würde. Das amtliche Endergebnis wird bis Donnerstag erwartet.
Verhandlungen ungewiss: Iran will auf US-Angriff reagieren
Irans Militär hat den USA nach dem Angriff auf ein iranisches Frachtschiff im Arabischen Meer "bewaffnete Seepiraterie" vorgeworfen. Man werde "bald reagieren", meldete der regierungstreue Sender Press TV. Kurz vor dem Ablaufen der Waffenruhe sieht Teheran laut der Staatsagentur Irna "keine aussichtsreiche Perspektive" für Verhandlungen. Das US-Militär hat zuvor einen iranischen Frachter angegriffen. Das Schiff habe versucht, die US-Seeblockade zu durchbrechen, schrieb US-Präsident Donald Trump auf Truth Social.
Energiesicherheit: SPD-Länderchefs fordern Sonder-MPK
Die Ministerpräsidenten der SPD-geführten Bundesländer dringen wegen der Energiekrise auf eine Sonder-Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundesregierung. In einem gemeinsamen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) schreiben sie, angesichts der stark steigenden Kraftstoffpreise und drohender Versorgungsengpässe auch bei anderen Gütern müsse es dringend Abstimmungen auf Spitzenebene geben zu. Der Brief lag der dpa am Sonntag vor, zuerst hatte "Table.Briefings" berichtet.
Brasiliens Präsident Lula: Plädoyer für erneuerbare Energien
Bei der Eröffnung der Hannover Messe hat der brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva die Bedeutung erneuerbarer Energien für nachhaltiges Wachstum unterstrichen. "Brasilien kann der EU dabei helfen, die Energiekosten zu senken und ihre Industrie zu dekarbonisieren", sagte er. Brasilien ist eines der Länder mit dem saubersten Energiemix der Welt. 92 Prozent des Stroms wird über Erneuerbare erzeugt. "Der konsequente Weg bei den erneuerbaren Energien hat unsere Energiesicherheit gestärkt", sagte Lula.
Reformen in Ungarn: Von der Leyen mahnt zur Eile
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen setzt nach dem Wahlsieg der Opposition in Ungarn auf rasche Reformen in dem Mitgliedsland. Sie seien die Voraussetzung dafür, dass eingefrorene EU-Gelder freigegeben werden könnten, sagte die 67-Jährige bei einer Festveranstaltung zu 80 Jahren "Zeit". 6,5 Milliarden Euro, die Ungarn unter der abgewählten Regierung von Viktor Orban nicht ausgezahlt worden seien, drohten zu verfallen, "wenn bis Ende August nicht bestimmte Schritte, Reformen und Investitionen getätigt sind".
Bürgerentscheide in NRW: Mehrheit für Olympia-Bewerbung
Die Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen haben den Weg für eine mögliche Bewerbung von Köln-Rhein/Ruhr um Olympische und Paralympische Sommerspiele freigemacht. Bei dem Referendum in 17 Kommunen des Bundeslandes entfielen laut des vorläufigen Zwischenergebnisses rund zwei Drittel der gültigen und gewerteten Stimmen für eine Beteiligung der Kampagne um die Spiele 2036, 2040 oder 2044. NRW hat damit wie München, das im Oktober 66,4 Prozent Ja-Stimmen erreicht hatte, eine wichtige Hürde genommen.
Import von Starlink-Komponenten: Iran nimmt zwei Ausländer fest
In Iran sind zwei Ausländer wegen des Imports von Komponenten für das Satelliten-Netzwerk Starlink festgenommen worden. Den beiden Verdächtigen werde die "Einfuhr von Ausrüstung für Satelliten-Internet" vorgeworfen, berichtete die iranische Agentur Tasnim. Sie wurden demnach in der Stadt Dscholfa im Nordwesten des Landes festgenommen. Die Menschen in Iran sind seit Beginn des Kriegs Ende Februar weitgehend vom Internet abgeschnitten. Einige Iraner greifen daher auf Starlink-Terminals des US-Unternehmens SpaceX zurück.
Golf von Oman: USA entern iranisches Frachtschiff
Die US-Marine hat nach Angaben von Präsident Donald Trump ein iranisches Frachtschiff im Golf von Oman beschossen und unter ihre Kontrolle gebracht. Das Schiff habe versucht, die von den USA errichtete Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus zu umgehen, schrieb Trump auf Truth Social. Das iranische Schiff habe Aufforderungen zum Anhalten ignoriert, daraufhin habe ein Lenkwaffenzerstörer "ein Loch in den Maschinenraum gesprengt", erklärte Trump. Derzeit befinde sich der Frachter unter Kontrolle der US-Marine.
Zeugen hören Schussgeräusche: SEK-Einsatz an Gemeindehaus in NRW
Im nordrhein-westfälischen Moers hat es nach einer Auseinandersetzung einen Polizeieinsatz an einem Gemeindehaus der Sikh-Religionsgemeinschaft gegeben. Dabei waren auch Spezialkräfte im Einsatz. Am Abend war der Einsatz beendet, die Sperrungen wurden aufgehoben, wie ein Polizeisprecher sagte. Es habe Festnahmen gegeben. Da Zeugen auch von Schussgeräuschen berichtet hatten, seien die Spezialkräfte hinzugezogen worden. Zeitweise sei auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz gewesen. Die Ermittlungen dauern an.
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