Schlagzeilen
Schlagzeilen zu aktuellen Ereignissen - kurze Nachrichten im Ticker
Deutschland: Über 170.000 Lepra-Fälle im Jahr
Fast 500 neue Lepra-Fälle pro Tag, mehr als 172.000 im Jahr: Die Zahlen zeigen laut Deutscher Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW), dass die Krankheit noch längst nicht besiegt ist. Dazu wird eine hohe Dunkelziffer angenommen. Die DAHW fordert einen stärkeren Einsatz. Dass sich die eigentlich heilbare Lepra noch immer verbreitet, liege vor allem an mangelndem Wissen, gepaart mit Vorurteilen, erklärte Bildungsreferentin Saanika Amembal. "Viele trauen sich nicht, zum Arzt zu gehen, weil sie befürchten, ausgegrenzt zu werden."
Debatte über hohen Krankenstand: Miersch widerspricht Kanzler Merz
In der Debatte über den hohen Krankenstand attestiert SPD-Fraktionschef Matthias Miersch Kanzler Friedrich Merz (CDU) eine falsche Wahrnehmung. "Friedrich Merz irrt sich", sagte Miersch dem Portal "t-online". Die Deutschen seien auch nicht zu faul, vielmehr machten sie zu viele Überstunden, betonte er. Sie kümmerten sich um ihre Familien, pflegten Angehörige und seien als Ehrenamtliche tätig. Er kenne viele Menschen mit einem Zweitjob. Darum müssten gerade kleinere und mittlere Einkommen entlastet werden.
Extremismus in Sachsen: "Separatisten"-Prozess begonnen
Acht Männer aus der rechten Szene stehen seit Freitag in Dresden wegen Terrorismus-Verdachts vor Gericht. Die Bundesanwaltschaft rechnet sie der Gruppe "Sächsische Separatisten" zu. Sie sollen sich wegen der Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung und der Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens verantworten.
Laut Anklage waren sie überzeugt, dass ein "Tag X" bevorsteht. Dabei hätten sie einen Teil Sachsens erobern und einen am Nationalsozialismus ausgerichteten Staat errichten wollen.
Stärkung der Zusammenarbeit: Merz mit zehn Ministern bei Meloni
In Rom haben die deutsch-italienischen Regierungskonsultationen mit Kanzler Friedrich Merz (CDU) und mehreren Bundesminister begonnen. Merz wurde von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni im Gästehaus der Regierung empfangen. Themen der Gespräche dürften neben der Stärkung der Wirtschaft, Verteidigungsfragen und der Migrationspolitik vor allem auch der Grönland-Streit und das Verhältnis Europas zu den USA sein.
Merz und Meloni gehören zu den europäischen Regierungschefs mit dem besten Draht zu US-Präsident Donald Trump.
Weltwirtschaftsforum in Davos: Trump mit Bluterguss an der Hand
US-Präsident Donald Trump ist beim Weltwirtschaftsforum in Davos erneut mit einem Bluterguss an seiner Hand fotografiert worden. Darauf angesprochen, sagte er auf seinem Rückflug vor Journalisten, er habe seine Hand an einem Tisch gestoßen. Der 79-Jährige verwies dabei auch auf seine Einnahme von Aspirin: "Nehmen Sie Aspirin, wenn Ihnen Ihr Herz lieb ist, aber nehmen Sie kein Aspirin, wenn Sie keine kleinen Blutergüsse haben wollen." Trump war zuvor schon mehrfach mit blauen Flecken aufgefallen.
Deutscher Aktienmarkt: Dax am Freitagmorgen kaum bewegt
Nach der Stabilisierung am Vortag hat sich das Kursniveau des deutschen Aktienmarkts am Freitagmorgen kaum bewegt. Der Leitindex Dax gab zum Start um 0,1 Prozent auf 24.828 Punkte nach. Er blieb damit klar unter dem Vortageshoch von 24.937 Punkten. Zeitweise war der Dax im Wochenverlauf gar bis auf 24.349 Punkte gesunken und hatte seit dem Rekord der Vorwoche bei 25.507 Punkten dabei 4,5 Prozent abgegeben. Auslöser war eine Zolldrohung des US-Präsidenten Donald Trump, die inzwischen aber wieder vom Tisch ist.
Vorwürfe der Spionage: Russische Botschaft wehrt sich
Die russische Botschaft in Berlin weist Spionagevorwürfe Deutschlands zurück. Es handle sich um eine "dumme, eilig zusammengestrickte Provokation, die (...) die russische diplomatische Vertretung diskreditieren soll", heißt es in einer Stellungnahme. Zuvor hatte das Auswärtige Amt einen als Diplomat akkreditierten russischen Mitarbeiter der Botschaft zur Persona non grata erklärt. Ihm wird vorgeworfen, in Deutschland spioniert zu haben. Weiter hieß es, der Mitarbeiter müsse Deutschland "umgehend verlassen".
Verkehrsunfälle und Schulausfall: Glatteis sorgt für Chaos im Norden
Eisregen und extreme Glätte haben in Niedersachsen am Morgen zu Verkehrsunfällen geführt. Ein Polizeisprecher nannte die Lage auf den Straßen "katastrophal". Der Deutsche Wetterdienst warnte am Freitagvormittag vor allem westlich der Weser vor Regen, der auf gefrorenen Böden zu Glatteis werden kann. Es kam auch zu Schulausfällen. Auf den Straßen zeigt sich laut eines Sprechers der Polizei Osnabrück ein "massives Problem": Vom Teutoburger Wald bis zu den Ostfriesischen Inseln habe es Hunderte Unfälle gegeben.
Massenproteste im Iran: Aktivisten verifizieren 5.000 Tote
Bei den Massenprotesten im Iran sind Aktivisten zufolge mehr als 5.000 Menschen ums Leben gekommen. Das Menschenrechtsnetzwerk HRANA mit Sitz in den USA verifizierte nach eigenen Angaben bislang 5.002 Tote, darunter 4.714 Demonstranten, 207 Staatskräfte, 42 Minderjährige und 39 Unbeteiligte. Weitere 9.787 Todesfälle würden untersucht. Zudem seien rund 26.800 Menschen festgenommen worden. Die Proteste waren Ende Dezember ausgebrochen. Vor gut zwei Wochen kam es dann zu Massenprotesten, die brutal niedergeschlagen wurden.
Begrenzte Hilfsmittel erschöpft: UN warnen vor Hunger in Nigeria
Das Welternährungsprogramm der UN (WFP) hat vor einer Hungersnot in Nigeria gewarnt. Mehr als eine Million Menschen im Nordosten des Landes könnten innerhalb weniger Wochen keinen Zugang mehr zu Nothilfe in Form von Lebensmitteln und Ernährungshilfe haben, wie das WFP am Donnerstag mitteilte. Trotz großzügiger Beiträge seien die begrenzten Mittel nun erschöpft, hieß es. Die Maßnahmen würden drastisch eingeschränkt werden. Dies werde katastrophale Folgen haben, sagte David Stevenson, WFP-Länderdirektor für Nigeria.
Vorsitzender der MSC: Ischinger rügt Grönland-Debatte
Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC), Wolfgang Ischinger, hat die Debatte um Grönland auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos als "Zirkus" bezeichnet. Die Energie, die die Europäer und Amerikaner eigentlich auf die Ukraine konzentrieren müssten, wurde auf Grönland abgelenkt, kritisierte er im ZDF-"Morgenmagazin". "Da kann man nur sagen: Thema verfehlt", so Ischinger. "Wir hätten aus Davos ein Signal senden müssen an die russische Seite, dass jetzt endlich Schluss sein muss mit diesem Krieg."
Lebensmittelhandel: Aldi Süd streicht Hunderte Stellen
In der Deutschlandzentrale von Aldi Süd fallen in den nächsten Jahren mehrere Hundert Stellen weg. Das bestätigte das Unternehmen der dpa. Eine konkrete Zahl wurde nicht genannt. Betroffen sind dem Vernehmen nach bis zu 500 Arbeitsplätze in den Bereichen Buchhaltung, Personal und Einkauf. Zuvor hatte die "Lebensmittel Zeitung" darüber berichtet. Der Prozess hat demnach bereits im vergangenen Jahr begonnen. Zu den Gründen äußerte sich der Konzern nicht konkret. Aldi setze seit jeher auf schlanke Strukturen, heißt es.
Wiederwahl in Vietnam: To Lam bleibt mächtigster Mann
Der Generalsekretär der Kommunistischen Partei Vietnams (KPV), To Lam, bleibt für die kommenden fünf Jahre im Amt. Der 68-Jährige sei zum Ende des mehrtägigen Parteitags der KPV in der Hauptstadt Hanoi von den Mitgliedern wiedergewählt worden, hieß es in einer offiziellen Mitteilung. Der Posten gilt als mächtigstes Amt in dem Einparteienstaat - und To Lam als Hardliner. Der Parteikongress, der nur alle fünf Jahre stattfindet, ist das bedeutendste politische Ereignis in Vietnam.
Frühere Ermittlungen gegen Trump: Sonderermittler weist Vorwürfe ab
Der frühere Sonderermittler Jack Smith hat sich in einer Anhörung vor dem US-Kongress gegen Vorwürfe politisch motivierter Strafverfolgung gegen Präsident Donald Trump verteidigt. Smith sagte, er stehe voll hinter seinen Entscheidungen und sehe seine Arbeit im Einklang mit Recht und Gesetz. Die Verfahren waren nach Trumps Wahlsieg 2024 eingestellt worden. Sie betrafen Ermittlungen zu Trumps Versuch, das Ergebnis der Präsidentschaftswahl 2020 zu kippen, zum Kapitol-Sturm sowie zum Umgang mit Regierungsdokumenten.
Boom bei Edelmetallen: Goldpreis erreicht Rekordwert
Edelmetalle bleiben bei Investoren weiter gefragt: Gold und Silber waren am Freitag im frühen Handel so teuer wie noch nie. Der Preis für eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kletterte um bis zu 0,6 Prozent auf etwas mehr als 4.967 US-Dollar. Damit ist die Marke von 5.000 Dollar nicht mehr weit entfernt. Silber liegt nur noch wenige Cent unter der 100-Dollar-Marke. Der Preis für eine Feinunze zog am Morgen um bis zu 3,3 Prozent auf 99,38 Dollar an. Auch 2026 sorgen politische Spannungen für die Kursgewinne.
Konflikt um Grönland: Klingbeil sieht Erfolg gegen Trump
Vizekanzler Lars Klingbeil führt die vorläufige Entschärfung des Grönland-Konflikts mit der US-Regierung auch darauf zurück, dass die Europäer nicht unter dem Druck von Präsident Donald Trump eingeknickt seien. "Der Druck, der in den USA entstanden ist, und der Druck, der von Europa kam, das alles hat dazu geführt, dass Präsident Trump jetzt auch ein bisschen den Rückzug begonnen hat", sagte der SPD-Vorsitzende im "Berlin Playbook Podcast". Zugleich warnte Klingbeil davor, zu früh aufzuatmen.
Berichtspflichten für Firmen: Bürokratie kostet Milliarden
Die Bürokratiekosten für deutsche Unternehmen wegen Berichtspflichten sind nach Angaben des Statistischen Bundesamts gesunken - doch liegen sie immer noch bei 62,5 Milliarden Euro pro Jahr. Vor einem Jahr wies die amtliche Statistik Kosten von 66,6 Milliarden Euro aus. Die Zahl der Informationspflichten ging von 12.390 im Januar 2025 auf 12.364 zurück. Die schwarz-rote Koalition hat sich vorgenommen, die Bürokratiekosten deutlich zu senken und die Unternehmen von Berichtspflichten zu entlasten.
Straßenglätte bei Paderborn: Tote bei Unfallserie auf der A44
Bei einer Unfallserie aufgrund von Glätte auf der Autobahn 44 bei Paderborn sind am frühen Morgen drei Menschen ums Leben gekommen und mindestens elf verletzt worden. Das sagte eine Sprecherin der Polizei Bielefeld. Die Unfallserie ereignete sich demnach zwischen den Anschlussstellen Marsberg und Lichtenau im Kreis Paderborn. Gegen 1.30 Uhr meldeten Verkehrsteilnehmer der Polizei Unfälle. Wie diese berichtete, kam es unter anderem zu einem Unfall mit einem Lastwagen und einem Sattelaufleger.
Deutsche Flugsicherung: DFS fordert mehr Geld vom Bund
Die Deutsche Flugsicherung (DFS) will ihre Finanzen auf eine neue Grundlage stellen. Man halte im Luftverkehr einen großen Teil zivil und militärisch genutzter Infrastruktur vor, sagt der Chef des bundeseigenen Unternehmens, Arndt Schoenemann. Bisher werden die Kosten überwiegend aus Gebühren der zivilen Fluggesellschaften gedeckt. Laut dem bereits bei der Bundesregierung hinterlegten Konzept soll der Bund künftig 25 Prozent des Etats übernehmen, eine Summe von derzeit 350 Millionen Euro pro Jahr.
"Friedensrat" unter Trump: Einladung für Carney zurückgezogen
US-Präsident Donald Trump hat eine Einladung an Kanadas Regierungschef Mark Carney zu seinem umstrittenen "Friedensrat" zurückgezogen. Darüber informierte der Republikaner auf Truth Social, ohne einen Grund zu nennen. Am Donnerstag hatte Trump auf dem Weltwirtschaftsforum ein Gründungsdokument des Gremiums unterzeichnet, in dem Kritiker einen Angriff auf die UN sehen. Der kanadische Regierungschef war zuvor in Davos mit einer eindringlichen Rede aufgefallen, die viele als Kritik an Trump verstanden.
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