Schlagzeilen
Schlagzeilen zu aktuellen Ereignissen - kurze Nachrichten im Ticker
Drei Deutsche unter Vermissten: Boot in Indonesien verschollen
Rettungskräfte in Indonesien suchen nach einem Boot mit elf europäischen Touristen an Bord, darunter drei Deutsche. Die Passagiere sowie zwei indonesische Besatzungsmitglieder seien am Freitag vor einer Bucht an der Insel Sulawesi verschwunden, teilten die Behörden am Samstag mit. Ein Tourguide habe das Boot am Nachmittag (Ortszeit) als vermisst gemeldet, erklärte der Chef des Such- und Rettungsamts von Gorontalo, Heriyanto, der nur einen Namen benutzt. Dadurch sei ein Sucheinsatz eingeleitet worden.
Temperaturen steigen wieder: DWD vorsichtig bei Rekordhitze
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor verfrühter Hitzepanik in Bezug auf die anstehenden Temperaturen der kommenden Wochen. Zwar deuteten die Prognosen ab Mitte der Woche eine neue Hitzewelle in Deutschland an. Wie beständig diese sein wird und wie hoch die Temperaturen steigen, sei allerdings aus aktueller Sicht noch schwer zu sagen, erklärte der DWD auf Anfrage. Zuletzt kursierten insbesondere in Sozialen Medien Meldungen über eine mögliche neue Rekordhitze ab der kommenden Woche.
"Solidaritätsbesuch": UN-Generalsekretär in Syrien
Zum ersten Mal seit mehr als 15 Jahren ist wieder ein UN-Generalsekretär zu Besuch in Syrien. Er sei zu einem "Solidaritätsbesuch" in Damaskus, schrieb Antonio Guterres auf der Plattform X. Dort kommt er UN-Angaben zufolge noch im Laufe des Tages unter anderem mit Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa zusammen. Geplant sind darüber hinaus Treffen mit Vertretern der Zivilgesellschaft sowie mit Vertreterinnen von Frauenorganisationen. Mit Ban Ki Moon hatte zuletzt 2009 ein Generalsekretär der Vereinten Nationen Syrien besucht.
UN-Menschenrechtskommissar: Türk für zweite Amtszeit gewählt
Der österreichische Jurist Volker Türk ist für eine zweite Amtszeit als UN-Hochkommissar für Menschenrechte bestätigt worden. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen sprach sich am Freitag in New York mit großer Mehrheit für den 60-Jährigen aus. Er wird das Amt voraussichtlich bis 2030 bekleiden. Türk wurde auf Vorschlag von UN-Generalsekretär Antonio Guterres 2022 für eine erste Amtszeit gewählt, die im Oktober endet. Er gilt als enger Vertrauter Guterres', der sich für eine zweite Amtszeit Türks starkgemacht hat.
Gala-Dinner in Washington: Trump teilt gegen Medien aus
US-Präsident Donald Trump hat in seiner ersten Rede beim traditionellen Gala-Dinner der Hauptstadtpresse vor allem auf Medienschelte gesetzt. Der Republikaner ließ zwar punktuell Anerkennung für die Arbeit der Presse erkennen, warf den Medien aber zugleich das Verbreiten von "Fake News" vor. Zudem meinte er, Medienunternehmen profitierten von ihm. In einem Hotel in Washington sagte er vor den versammelten Journalisten: "Wenn ich weg bin, seid ihr alle pleite." Das Geschäftsmodell der US-Medien sei dann am Ende.
Verdacht eines Tötungsdeliktes: Zwei Tote in Brandenburg entdeckt
Die Polizei hat in Ortrand im Süden Brandenburgs zwei tote Personen entdeckt und ermittelt wegen des Verdachts der Tötung. Am Morgen gegen 2.30 Uhr fanden Ermittler die Leichen eines 57 Jahre alten Mannes und einer 45-jährigen Frau, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Eine schwer verletzte Person sei ins Krankenhaus gekommen. Kriminaltechnik und Spurensicherung sind vor Ort im Einsatz. Auch die Mordkommission sei eingeschaltet, sagte der Sprecher der Polizei. Zu Hintergründen machte er zunächst keinerlei Angaben.
Batteriehersteller in Krise: Experte schlägt Alarm wegen Varta
Der Batterieexperte Dirk Uwe Sauer sieht in der drohenden Zerschlagung des Batterieherstellers Varta ein Problem für die gesamte Branche hierzulande. "Die Zerschlagung von Varta wäre ein weiterer Schlag für die Batterieindustrie in Deutschland", sagte Sauer. Es gebe in Deutschland nur wenige Unternehmen wie Varta und schon gar nicht welche mit solch einer Tradition. Die Autoindustrie zum Beispiel lasse sich nicht von kleinen Start-ups beliefern, die brauche Unternehmen mit Qualität, Zuverlässigkeit und gewisser Größe.
Verdacht der Spionage: Nato-Praktikantin festgenommen
Eine kanadische Praktikantin an einem Nato-Standort in Belgien ist wegen Spionageverdachts festgenommen worden. Die Frau sei chinesischer Abstammung, teilte die belgische Staatsanwaltschaft am Samstag mit. "Sie wird verdächtigt, im Auftrag eines Drittlandes zu spionieren und Mitglied einer kriminellen Vereinigung zu sein", hieß es in einer Erklärung der Behörde. Die Frau habe als Praktikantin im militärischen Hauptquartier der Nato in Mons gearbeitet. Weitere Details würden vorerst nicht veröffentlicht.
Waldbrände in Frankreich: Vororte von Bordeaux evakuiert
Wegen anhaltender Waldbrände im Südwesten Frankreichs müssen Tausende Menschen aus Vororten von Bordeaux fliehen. Die Gebiete Le Haillan, Eysines und Merignac würden geräumt, so Sophie Brocas, Leiterin der Lokalverwaltung von Nouvelle-Aquitaine und Gironde. Bislang seien mehr als 141.000 Menschen aus den Regionen Gironde und Landes nahe Bordeaux evakuiert worden, sagte Premierminister Sebastien Lecornu. "Die Brände, die unser Land heimsuchen, haben ein noch nie dagewesenes Ausmaß erreicht", schrieb Lecornu auf X.
Vorwurf der Benachteiligung: Venezuela tritt aus IStGH aus
Venezuela hat seinen Austritt aus dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) angekündigt. Auf Anweisung der amtierenden Präsidentin Delcy Rodriguez habe Venezuela dem UN-Generalsekretär Antonio Guterres seine Entscheidung mitgeteilt, den endgültigen Austritt aus dem IStGH einzuleiten, erklärte der venezolanische Außenminister Felix Plasencia auf der Plattform X. Die Regierung begründete ihren Schritt damit, dass der Gerichtshof im niederländischen Den Haag die Länder des Globalen Südens benachteilige.
Arbeitgeberpräsident Dulger: Weiter Kritik an Rentenreform
Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger warnt vor zusätzlichen zweistelligen Milliardenkosten durch die noch für dieses Jahr angekündigte Reform der Rente. Teil der Reform soll eine neue Kapitalrente sein, für die Arbeitgeber und Beschäftigte zusätzlich zum normalen Rentenbeitrag zwei Prozent des Bruttoeinkommens zahlen sollen. "Wer eine kapitalgedeckte Säule aufbauen will, muss die Beitragsbelastung dafür an anderer Stelle senken", forderte Dulger. "Die Rente wird nicht sicherer, wenn wir Arbeit teurer machen."
Drei Schwerverletzte: Unfall mit Reisebus auf der A8
Ein Reisebus ist auf der Autobahn 8 nahe dem Stuttgarter Flughafen mit zwei Absicherungsfahrzeugen einer Baustelle zusammengestoßen. Durch den Zusammenstoß wurden zwei Fahrgäste sowie der Busfahrer schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Zwei weitere Fahrgäste erlitten leichte Verletzungen. Insgesamt saßen den Angaben zufolge 17 Menschen in dem Bus. Die Polizei schätzte den Schaden auf rund 250.000 Euro. Wegen der Aufräumarbeiten blieb die Autobahn bis zum Morgen in Richtung Karlsruhe gesperrt.
Zehntausende in Gefahr: China in Sorge vor Taifun "Noul"
Wegen des sich nähernden Taifuns "Noul" haben die chinesischen Behörden im Süden der Volksrepublik mehr als 20.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Am Samstag galt in der Region weiter die zweithöchste Taifunwarnstufe Orange. Bereits zuvor hatte der staatliche Wetterdienst gewarnt, dass in Teilen der Provinz Guangdong und der benachbarten Provinz Fujian mit heftigem Wind und starken Regenfällen zu rechnen sei. Der Wirbelsturm soll laut Wetterdienst zwischen Samstagabend und Sonntagmorgen auf Land treffen.
Arbeitsvisa für die USA: Gericht stoppt Gebührenerhöhung
Die US-Regierung von Donald Trump ist mit dem Versuch gescheitert, eine drastische Gebührenerhöhung für bestimmte Arbeitsvisa vor Gericht durchzusetzen. Ein Bundesberufungsgericht in Boston lehnte es ab, die Entscheidung einer niedrigeren Instanz auszusetzen. Diese hatte eine geplante Gebühr von 100.000 Dollar statt bisher zwischen 2.000 und 5.000 Dollar für neue sogenannte H-1B-Visa blockiert. Das Gremium erklärte, die Regierung habe nicht ausreichend dargelegt, dass sie ihre Befugnisse nicht überschritten habe.
Eskalation im Iran-Krieg: Ökonomin sieht Ölversorgung stabil
Nach dem sprunghaften Anstieg der Ölpreise infolge der Eskalation im Iran-Krieg sieht das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) die Versorgung in Deutschland und Europa weiterhin stabil. Aktuell sei die Versorgung mit Rohöl und Mineralölprodukten wie Benzin und Diesel weiterhin gesichert, sagte DIW-Ökonomin Franziska Holz. Weil Europa Öl aus vielen verschiedenen Quellen bezögen, sei nicht mit einem großflächigen Lieferausfall zu rechnen. "Schwieriger ist die Lage bei der Versorgung mit Kerosin."
Sorge um Datenschutz: Weimer fordert "TikTok Europa"
Wolfram Weimer will die Kurzvideoplattform TikTok des chinesischen Konzerns ByteDance in europäische Hände überführen. "Wir wissen bis heute nicht, wohin die sensibelsten Daten unserer Jugendlichen fließen", sagte der Kulturstaatsminister der "Welt am Sonntag". "Deshalb sollten wir die Voraussetzungen schaffen, TikTok Europa zu schaffen, also TikTok in europäische Hände zu überführen", sagte Weimer. Dies sei der wirksamste Weg, europäisches Datenschutz-, Medien- und Jugendschutzrecht durchzusetzen.
Wirtschaftsstandort Deutschland: BDI beklagt Arbeitsplatzverluste
Die deutsche Industrie verliert nach Erkenntnissen ihres Bundesverbands jeden Monat rund 15.000 Arbeitsplätze. "Die Lage der Industrie ist kritisch", sagte die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Tanja Gönner. Gleichwohl betonte sie, die Deindustrialisierung in Deutschland könne gestoppt werden. "Ich bin überzeugt: Wenn wir unsere Hausaufgaben machen, haben wir wieder alle Chancen", sagte Gönner. Innovation stehe bei vielen Unternehmen längst ganz oben auf der Agenda.
Wettbewerbsklagen: Warner-Übernahme ausgesetzt
Der Hollywood-Konzern Paramount setzt den geplanten Kauf des Konkurrenten Warner Brothers nach Wettbewerbsklagen von zwölf US-Bundesstaaten und der Drehbuchautoren-Gewerkschaft vorerst aus. Die Übernahme soll erst nach einer Entscheidung zu den Klagen oder spätestens am 1. Juni 2027 weiter vorangetrieben werden, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht. Hinter Paramount steht die Familie des Software-Milliardärs Larry Ellison, der als Unterstützer von US-Präsident Donald Trump bekannt ist.
150-jähriges Jubiläum: Bayreuther Festspiele beginnen
Mit einem Festakt und Beethoven feiern die Bayreuther Festspiele an diesem Samstag ihr Gründungsjubiläum: Vor 150 Jahren veranstaltete der Komponist Richard Wagner zum ersten Mal sein heute weltbekanntes Opern-Festival. Zum Festspielauftakt wird es deshalb keine Operninszenierung geben. Das Orchester spielt unter der Leitung von Christian Thielemann Beethovens 9. Symphonie. Sie erklang auch zur Grundsteinlegung des Bayreuther Festspielhauses am 22. Mai 1872 - damals dirigiert von Wagner selbst.
Wohnhausbrand in den USA: Sechs tote Kinder gefunden
In einem abgebrannten Wohnhaus im US-Bundesstaat Michigan sind Medienberichten zufolge acht Tote entdeckt worden, darunter sechs Kinder. Einige der Opfer, die wohl alle zur gleichen Familie gehörten, wiesen Schussverletzungen auf, wie unter anderem die "New York Times" berichtet. Die Kinder seien vermutlich zwischen 5 und 15 Jahre alt. Ein Vertreter der örtlichen Polizei sagte, offenbar seien die Opfer umgebracht und der Tatort anschließend in Brand gesetzt worden. Hinweise auf flüchtige Verdächtige gebe es nicht.
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