Schlagzeilen
Schlagzeilen zu aktuellen Ereignissen - kurze Nachrichten im Ticker
Essener Baukonzern: Hochtief steigt in den Dax auf
Der Baukonzern Hochtief steigt zum ersten Mal in den deutschen Leitindex Dax auf. Das Essener Unternehmen verdrängt in Deutschlands wichtigstem Börsenindex zum 22. Juni den Volkswagen-Großaktionär Porsche Automobil Holding SE, der in den MDax absteigt. Der Aufstieg von Hochtief kommt nach Ansicht von Experten nach einem starken Lauf der Aktie nicht überraschend. Das Unternehmen profitiert unter anderem vom Boom bei Rechenzentren, von Milliarden-Infrastrukturprogrammen sowie steigenden Verteidigungsausgaben.
Treffen in Frankreich: Trump nimmt an G7-Gipfel teil
US-Präsident Donald Trump hat offiziell seine Teilnahme am G7-Gipfel in Frankreich Mitte Juni angekündigt. Unmittelbar im Anschluss an ein Festival mit martialischen Käfigkämpfen am Weißen Haus zu Trumps 80. Geburtstag (14. Juni) werde er nach Frankreich reisen, schrieb Trump auf Truth Social. Im französischen Kurort Evian kommt die Gruppe führender demokratischer Wirtschaftsmächte, zu der USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada und Japan sowie die EU gehören, vom 15. bis zum 17. Juni zusammen.
EU-Mitgliedschaft der Ukraine: EU ebnet Weg für Vorankommen
Die EU hat den Weg für ein Vorankommen bei der EU-Mitgliedschaft der Ukraine geebnet. Die EU-Botschafter der 27 Mitgliedstaaten leiteten den "Prozess zur formellen Eröffnung des ersten Verhandlungsblocks in den Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau" ein, erklärte die zyprische EU-Ratspräsidentschaft im Onlinedienst X. Bisher hatte Ungarn diesen Schritt blockiert.
Chef der AfD-Jugend: Hohm will in Bundesvorstand
Der Chef der AfD-Nachwuchsorganisation, Jean-Pascal Hohm, strebt in die AfD-Spitze. Der Brandenburger Landtagsabgeordnete bestätigte eine Kandidatur für den Bundesvorstand beim Parteitag Anfang Juli. Die AfD wolle Regierungsverantwortung übernehmen und die Zukunft Deutschlands aktiv gestalten. Dafür brauche es den Mut, auch die nächste Generation frühzeitig einzubinden. Der 29-jährige Hohm ist seit deren Gründung im November 2025 Vorsitzender der Generation Deutschland (GD), der Nachwuchsorganisation der AfD.
Ungarische Minderheit in Ukraine: Magyar berichtet von Einigung
Budapest und Kiew haben nach Angaben von Ungarns Regierungschef Peter Magyar eine Einigung über die Rechte der ungarischen Minderheit in der Ukraine erzielt. Magyar nannte die bilaterale Vereinbarung im Onlinenetzwerk Facebook "historisch". Demnach einigten sich die Nachbarländer auf die "Ausweitung der sprachlichen, bildungspolitischen, kulturellen und politischen Rechte der ungarischen Minderheit". Das Thema gilt als heikel und hat die Beziehungen zwischen beiden Ländern lange Zeit belastet.
EU-Kommission: Brüssel ernennt KI-Beauftragten
Die EU-Kommission hat erstmals einen Sonderbeauftragten für künstliche Intelligenz ernannt. Der dänische Manager Jim Hagemann Snabe werde EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sowie Vizepräsidentin Henna Virkkunen in dieser neu geschaffenen Position künftig beraten. Das Ziel dahinter sei es, das transformative Potenzial von KI in der gesamten Europäischen Union zu maximieren, teilte Virkkunen mit. Hagemann Snabe soll die Position bis Ende März kommenden Jahres innehaben und unentgeltlich arbeiten.
Treffen in Ankara: Trump reist wohl zum Nato-Gipfel
US-Präsident Donald Trump wird nach Angaben von Außenminister Marco Rubio im Juli am Nato-Gipfel in der Türkei teilnehmen. "Der Präsident wird persönlich am nächsten Nato-Gipfel teilnehmen", sagte Rubio und ergänzte: "Wir sind nach wie vor Mitglied der Nato, aber die Nato benötigt tiefgreifende Veränderungen". Der Nato-Gipfel in Ankara sei "zweifelsohne der wichtigste in der Geschichte der Organisation", sagte Rubio weiter. Es gebe "bestimmte Fragen, die geklärt und geregelt werden müssen".
Personalplanung für den Sommer: Gewerkschaft kritisiert Lufthansa
Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo hat die Lufthansa wegen ihrer Personalplanung für den Sommer kritisiert. Die Ufo-Vizevorsitzende Sara Grubisic warnte: "Personalmangel kann dazu führen, dass Flugpläne nicht halten, Anschlüsse wegbrechen oder Verbindungen kurzfristig gestrichen werden". Das Premiumversprechen passe nicht zur Personalplanung auf Kante. Das Unternehmen wies die Vorwürfe zurück. Man sei für den Sommer sehr gut aufgestellt und werde den Flugplan verlässlich darstellen können, hieß es.
Krieg in Nahost: Iran bestätigt Kontakte mit USA
Inmitten von Spekulationen über ein Ende der Verhandlungen zwischen USA und Iran betont der iranische Außenminister, dass weiter Kontakte bestehen. Die Gespräche mit den USA seien nicht abgebrochen, sagte Abbas Araghtschi dem libanesischen Sender Al-Majadin. Es gehe in den Verhandlungen jedoch erst voran, wenn der Krieg gegen Iran sowie im Libanon beendet sei, sagte er weiter. Zuletzt hatten iranische Medien berichtet, Gespräche zwischen den Kriegsparteien seien abgebrochen worden. US-Präsident Trump hatte das zurückgewiesen.
Siedlungen im Westjordanland: Israel genehmigt weitere Wohnungen
Israel hat den Bau von 2.162 weiteren Wohnungen in mehreren Siedlungen im besetzten Westjordanland genehmigt. Die Baugenehmigungen stellten einen praktischen Schritt zur jüdischen Besiedlung des "Landes Israel" dar, sagte der rechtsradikale Politiker Bezalel Smotrich. Damit werde man Israels Sicherheit stärken. International wird Israels Siedlungspolitik in den besetzten Gebieten verurteilt. Die dortigen Siedlungen seien illegal und ein maßgebliches Hindernis für einen nachhaltigen Frieden.
Wegen des Iran-Kriegs: Kiew sieht sich in Warteschlange
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat das lange Warten auf die Anreise von US-Unterhändlern nach Kiew bedauert. "Leider stehen wir heute nicht im Mittelpunkt", sagte der Staatschef bei einer Pressekonferenz mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte. Für die USA sei der Iran-Krieg das Thema Nummer eins. "Bedauerlicherweise stehen wir in der Warteschlange dieser Kriege", sagte Selenskyj. Dennoch sei er weiter der Meinung, dass die USA die stärkste Kraft seien, um Russland zu einem Ende des Krieges zu bewegen.
Bafög-Novelle: SPD lehnt Reform ohne Erhöhung ab
Die SPD lehnt im koalitionsinternen Bafög-Streit eine Reform ohne Erhöhung der Förderleistung ab. Es wäre "seit 2009 die erste Wahlperiode, in der es keine Leistungsanpassung beim Bafög geben würde - das könnten wir nicht akzeptieren", sagte der SPD-Forschungspolitiker Oliver Kaczmarek. "Studierende und Auszubildende sind unsere wirtschaftliche Zukunft, und es ist ein Gebot der Generationengerechtigkeit, in ihre Ausbildung zu investieren." Unterstützung für diese Position kommt nun auch aus der Union.
Wahl zum UN-Sicherheitsrat: SPD-Fraktionsvize fordert Umdenken
Nach der Niederlage Deutschlands bei der Wahl zum UN-Sicherheitsrat hat SPD-Fraktionsvize Siemtje Möller eine klarere Haltung der Bundesregierung in internationalen Konflikten eingefordert. "Unser Einsatz als verlässlicher Partner für globale Stabilität (...) muss noch klarer und noch konsequenter werden", so Möller. Die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner sagte, die gescheiterte Kandidatur müsse als Quittung für eine Außenpolitik verstanden werden, die international an Vertrauen eingebüßt habe.
Ebola-Ausbruch im Kongo: WHO "hinkt immer noch hinterher"
Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo ist noch nicht unter Kontrolle. "Die Krankheit hatte einen Vorsprung, und wir hinken immer noch hinterher", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Er war zuvor in der betroffenen Region zu Besuch. Tedros nannte eine Reihe von Herausforderungen. Unter anderem sei es nach wie vor schwierig, die Kontakte von Infizierten zu isolieren. Zudem müsse noch mehr getan werden, um das Vertrauen der Bevölkerung zu gewinnen, damit Kranke sich melden.
Günstigere E-Autos: VW startet Produktion in Spanien
Bei der spanischen Volkswagen-Tochter Seat ist im Werk Martorell bei Barcelona offiziell die Produktion der ersten beiden günstigeren Elektro-Kleinwagen ID. Polo und Raval angelaufen. Konzernchef Oliver Blume sprach im Beisein des spanischen Regierungschefs Pedro Sanchez von einem "industriellen Aufbruch für Spanien und Europa". Günstigere E-Autos hätten ein enormes Potenzial, betonte Blume. "Der Markt für vollelektrische Kleinwagen in Europa wird nach 2030 rund viermal so groß sein wie heute", prognostizierte er.
Gescheiterte Wahl in UN-Gremium: Wadephul sieht "herbe Niederlage"
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat Deutschlands gescheiterte Kandidatur um einen nicht-ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat als eine "herbe Niederlage" bezeichnet. "Das Ergebnis ist eine echte Enttäuschung", sagte Wadephul in New York nach der Abstimmung in der UN-Vollversammlung. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erklärte, Deutschland habe sein "Ziel nicht erreicht", werde aber weiterhin "ein verlässlicher Stützpfeiler des multilateralen Systems" sein.
Boehringer Ingelheim: Investitionsstopp in Deutschland
Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim stoppt in Deutschland geplante Investitionen in einem hohen dreistelligen Millionenbereich. Es gehe um Ausgaben für die Jahre 2027 bis 2030 mit einem Gesamtvolumen von 900 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit. Als Gründe nennt Boehringer Ingelheim die schwierigen Rahmenbedingungen in Deutschland, auch die Sparpläne der Bundesregierung bei den Gesundheitsausgaben. Diese sehen unter anderem höhere Rabatte vor, die Arzneikonzerne Krankenkassen künftig gewähren müssen.
Umstrittene Arbeitsmarktreform: Generalstreik legt Portugal lahm
Ein eintägiger Generalstreik gegen die geplante Arbeitsmarktreform der Regierung hat das Leben in Portugal deutlich beeinträchtigt. Besonders im Verkehrssektor kam es landesweit zu massiven Störungen. Neben dem Verkehr sind unter anderem auch Schulen, Krankenhäuser und die Müllentsorgung betroffen. Die Minderheitsregierung von Ministerpräsident Luis Montenegro plant eine Reform des Arbeitsrechts. Gewerkschaften warnen, dass dies zu Lohnsenkungen, mehr Kündigungen und mehr befristeten Arbeitsverträgen führen werde.
Rezeptpflichtige Medikamente: Honorarplus für Apotheken kommt
Für die Apotheken kommt eine lange ausgebliebene Erhöhung des Honorars für rezeptpflichtige Medikamente. Ein Fix-Bestandteil der Vergütung von 8,35 Euro pro Packung soll zum 1. Juli zunächst auf 9,00 Euro steigen, wie eine vom Bundeskabinett zur Kenntnis genommene Verordnung des Wirtschaftsministeriums vorsieht. Zum 1. Januar 2027 soll dann eine Anhebung auf 9,50 Euro folgen. Union und SPD hatten die im Koalitionsvertrag vereinbarte Erhöhung wegen der Finanznöte der gesetzlichen Krankenkassen zunächst zurückgestellt.
Großteil der Kfz-Zuliefersparte: Rheinmetall gibt Verkauf bekannt
Auf dem Weg zum reinen Rüstungskonzern ist Rheinmetall einen großen Schritt weitergekommen. Das Unternehmen gab bekannt, dass es einen Vertrag zum Verkauf des größten Teils seiner Kfz-Zuliefersparte an die Münchner Industrieholding Aequita unterschrieben hat. Die Transaktion soll im vierten Quartal vollzogen sein. Der Verkaufspreis liegt bei 350 Millionen Euro. In dem verkauften Unternehmensteil sind rund 6.200 Beschäftigte tätig. Es geht um die sogenannten zivilen Aktivitäten, also Bauteile für Autos.
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