Schlagzeilen
Schlagzeilen zu aktuellen Ereignissen - kurze Nachrichten im Ticker
Wohnblock in Amsterdam: Polizei ermittelt nach Explosion
Nach einer Explosion in einem Nebengebäude eines Wohnblocks in Amsterdam mit sieben Verletzten und rund 400 Evakuierten ermittelt die Polizei wegen eines möglichen kriminellen Hintergrunds. Mehrere Menschen wurden festgenommen, zudem wurden Fahrzeuge beschlagnahmt. Nach Medienberichten könnte die Explosion mit der Vorbereitung von Geldautomatensprengungen in Deutschland zusammenhängen. Demnach sollen in den Kellerräumen des Gebäudes Sprengsätze angefertigt worden sein, von denen mehrere unbeabsichtigt detonierten.
Unter Druck von Washington: Kuba kündigt Wirtschaftsöffnung an
Unter Druck aus Washington will der Karibikstaat Kuba eine Wirtschaftsreform nach dem Vorbild der sozialistischen Marktwirtschaft Chinas und Vietnams umsetzen. Anstelle der bisher vom Staat stark gesteuerten Planwirtschaft soll die geplante Öffnung mehr Beteiligung des Privatsektors ermöglichen, wie Präsident Miguel Diaz-Canel ankündigte. Das Politbüro der Kommunistischen Partei und die Nationalversammlung Kubas müssten die Reform noch billigen. Die US-Regierung hat zuvor den wirtschaftlichen Druck auf Kuba erhöht.
Deutsches Historisches Museum: Relief kehrt nach Belgien zurück
Das Deutsche Historische Museum (DHM) in Berlin gibt ein Bronzerelief zurück, das 1942 zur Zeit der deutschen Besatzung in Belgien beschlagnahmt wurde. Das Bronzerelief des belgischen Bildhauers Frans Huygelen sei nun an die Stadt Dinant zurückgegeben worden, wie das DHM mitteilte. Nach Angaben des Museums entstand das Relief um 1927 und gehört demnach zu einem Denkmal, das der Erschießung von belgischen Zivilisten durch deutsche Soldaten im Ersten Weltkrieg gewidmet ist.
EU-Einschnitte vom Tisch: Entschädigung für Fluggäste bleibt
Drohende Einschnitte bei EU-Fluggastrechten sind vorerst vom Tisch. In den seit Wochen laufenden Verhandlungen mit dem EU-Parlament gaben EU-Vertreter entsprechende Forderungen auf. Demnach bleibt es dabei, dass Fluggäste bei Verspätungen ab drei Stunden eine Entschädigung bekommen können. Übrig blieben demnach nur kleinere Änderungen. Auch die Höhe bleibt demnach gleich - anders als die Staaten lange gefordert hatten. Nun steht noch die formale Zustimmung der Vertreter der Abgeordneten aus. Diese könnte am Montag folgen.
Gebiete im Nordosten Kongos: WHO warnt vor Ebola-Ausbreitung
Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo weitet sich laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf neue Gebiete im Nordosten aus. "Der Ausbruch wächst weiter, sowohl in Bezug auf die Fallzahlen als auch auf die geografische Ausdehnung", sagte WHO-Experte Olivier le Polain in Genf. Das wahre Ausmaß des Ausbruchs sei "deutlich größer als das, was derzeit erfasst wird". Die WHO hatte Mitte Mai eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" ausgerufen - ihre zweithöchste Alarmstufe.
Ukraine und Moldau: EU beginnt Beitrittsverhandlungen
Die EU wird am Montag die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau beginnen. Wie die derzeitige zyprische Ratspräsidentschaft mitteilte, haben die Mitgliedstaaten nach dem Ende der ungarischen Blockade einen gemeinsamen Standpunkt zum ersten Verhandlungsabschnitt vereinbart und damit die notwendigen Vorbereitungen abgeschlossen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dankte in sozialen Medien unter anderem den EU-Partnern seines Landes. Auch die moldauische Präsidentin Maia Sandu begrüßte die Entscheidung.
Außenpolitische Schwächung: Wadephul warnt vor AfD-Regierung
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat vor den außenpolitischen Folgen einer Regierung mit der AfD gewarnt. "Ein Deutschland, in dem die AfD Macht erhält, ist in dieser Welt schwächer", sagte Wadephul in Mainz. Das Bekenntnis zu Europa, zur Westbindung, zum transatlantischen Verhältnis sowie zu einer Absage an nationalistische Dominanzträume teile diese Partei nicht. "Sie biedert sich einem russischen Diktator an und trampelt so auf den Interessen eines Landes herum", mahnte der CDU-Politiker.
Als jüngste Frau geehrt: Swift in Songwriter-Ruhmeshalle
Die US-Musikerin Taylor Swift (36) ist als jüngste Frau in die "Songwriters Hall of Fame" aufgenommen worden. Begleitet von ihrem Verlobten Travis Kelce (36) bedankte sich Swift bei ihrer Familie dafür, dass sie sie schon als junges Mädchen unterstützt hätten. "Auch wenn Worte eigentlich mein Ding sein sollten, wird es mir nie möglich sein, euch meine Dankbarkeit dafür auszudrücken", sagte sie. Die "Songwriters Hall of Fame" ehrt seit rund 50 Jahren herausragende Liedermacher und Liedermacherinnen.
Kontrollen an den Grenzen: Dobrindt sieht Polizei belastet
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sieht die Bundespolizei durch die Grenzkontrollen stark belastet. "Ich war mir nicht ganz sicher, ob (...) die Bundespolizei - ihre Organisation - in der Lage und bereit ist, genau diese Aufgabe mitzuerledigen", sagte Dobrindt bei der Feier zum 75-jährigen Bestehen der Bundespolizei in Potsdam. Er wisse, dass er der Bundespolizei sehr viel zumute, und sei beeindruckt über das, was die Beamten leisteten. Allerdings sollen die Grenzkontrollen "keine Dauereinrichtung sein".
Schreiben mit "NSU 2.0"-Label: Thüringer Linke erhält Drohbriefe
Die Thüringer Linke-Fraktion hat nach eigenen Angaben ein Drohschreiben mit dem Kürzel "NSU 2.0" erhalten. Darin werde Fraktionschef Christian Schaft persönlich adressiert, so die Fraktion. Zuvor hatte die "taz" darüber berichtet und von insgesamt mindestens 19 rassistischen Briefen geschrieben. "NSU 2.0" ist eine Anspielung auf die rechtsextreme Terrorzelle um Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe. Ab dem Jahr 2000 verübte das Trio zehn rassistische Morde bundesweit. Man habe das Schreiben der Polizei übergeben.
Russische Armee im Angriffskrieg: Putin spricht von 700.000 Soldaten
Die russische Armee hat nach Angaben von Kremlchef Wladimir Putin mehr als 700.000 Soldaten im Einsatz im Gebiet des Ukraine-Kriegs. Das sagte er bei einem Gespräch mit Soldaten im Kreml anlässlich des Nationalfeiertags. Vor den Soldaten gab sich der russische Staatschef weiter siegesgewiss in dem vor mehr als vier Jahren von ihm befohlenen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Außerdem drohte er, Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur auszuweiten, um der Ukraine "die Lust zu nehmen", zivile Objekte in Russland anzugreifen.
Haushaltsdefizit im Griff: Verfahren gegen Malta eingestellt
Das gegen das EU-Land Malta laufende Strafverfahren wegen eines zu hohen Defizits in der Staatskasse wird eingestellt. Darauf verständigten sich die Finanzminister der EU in Luxemburg. Die Aufhebung sei gerechtfertigt, da das gesamtstaatliche Defizit erfolgreich und dauerhaft auf unter drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gesenkt wurde, begründeten sie in einer Mitteilung. Zuvor hatte die Europäische Kommission vorgeschlagen, das seit 2024 gegen das südeuropäische Land laufende Verfahren aufzuheben.
Hoffnungen auf baldiges Abkommen: Dax legt nach Iran-Signalen zu
Hoffnungen auf ein Rahmenabkommen der USA mit Iran haben am Freitag zu fallenden Ölpreisen geführt und dem deutschen Aktienmarkt damit einen Schub nach oben gegeben. Der Dax war zeitweise um mehr als zwei Prozent gestiegen. Am Ende stand der Leitindex noch 1,76 Prozent im Plus bei 24.635,30 Punkten. Auf Wochensicht ergibt sich ein Minus von 0,5 Prozent. Der MDax gewann am Freitag 1,99 Prozent auf 32.083,10 Zähler. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor seine Angriffe abgesagt und ein baldiges Abkommen in Aussicht gestellt.
Verjährung bei Sexualdelikten: Mehr Schutz vor Gewalt geplant
Die Justizministerinnen und -minister der Länder und des Bundes wollen den Schutz von Frauen und Kindern vor sexueller Gewalt deutlich stärken. Die Ressortchefs beschlossen bei der Justizministerkonferenz in Hamburg gleich mehrere Anträge, etwa zu Verjährungsfristen, Anzeigepflichten und zum Vorgehen im digitalen Raum. So wolle man etwa erreichen, dass die bei fünf Jahren liegende Verjährungsfrist bei schwerwiegenden sexuellen Übergriffen mit erheblichem Unrechtsgehalt auf 20 Jahre angehoben wird.
Außengrenzverfahren am BER: Asylzentrum nimmt Betrieb auf
Zum Start der neuen EU-Asylregeln hat am Flughafen Berlin-Brandenburg ein Zentrum für Außengrenzverfahren den Betrieb aufgenommen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte, er wolle "deutlich machen, dass wir vorbereitet sind". In dem Zentrum sollen Menschen ein beschleunigtes Asylverfahren durchlaufen. Wer keinen Schutz erhält, soll direkt abgeschoben werden können. Von den 374 Plätzen, die Deutschland laut EU hierfür bereithalten muss, gibt es am Flughafen Berlin-Brandenburg 40 Plätze.
Mehr Produkte betroffen: EU will CO2-Zoll ausweiten
Die EU-Staaten haben sich auf eine Ausweitung des CO2-Zolls auf Waschmaschinen und andere weiterverarbeitete Waren geeinigt. Die Liste der Produkte soll jährlich überprüft werden, wie aus einer EU-Verständigung hervorgeht. Betroffen sind Produkte mit einem hohen Anteil an Eisen, Stahl oder Aluminium - vor allem Industriegüter. Aber auch Haushaltsprodukte sollen einbezogen werden. Importeure müssen seit dem 1. Januar einen CO2-Preis für Emissionen zahlen, die bei der Produktion bestimmter Waren entstehen.
Religiöse Minderheiten in Gefahr: NGO warnt vor Syrien-Abschiebungen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker warnt vor der Abschiebung von Angehörigen drusischer, alevitischer und christlicher Minderheiten nach Syrien. Insbesondere die Drusen befänden sich in akuter Gefahr durch das islamistische Regime, sagte der Nahost-Referent der Menschenrechtsorganisation, Kamal Sido, in Göttingen. Man wiederhole daher den Appell, "sich gegen Abschiebungen von Minderheiten nach Syrien auszusprechen und die Errichtung von Abschiebezentren in Drittstaaten abzulehnen".
Laut Vermittler Pakistan: Einigung bei Iran-USA-Abkommen
Die USA und Iran haben sich dem Vermittler Pakistan zufolge über ein Abkommen verständigt. "Wir können bestätigen, dass ein endgültiger, von allen Seiten abgestimmter Text des Friedensabkommens erreicht wurde", schrieb Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif auf X. "Pakistan arbeitet nun eng mit beiden Seiten zusammen, um die nächsten Schritte zu finalisieren. Ein Frieden war noch nie so greifbar wie jetzt."
Stahlindustrie in der Krise: Tausende Beschäftigte protestieren
Wirtschaftsflaute, Billigstahl aus Asien, hohe US-Zölle: Angesichts der Krise der Stahlindustrie haben Tausende Arbeiter bei Kundgebungen in Berlin und Völklingen für den Erhalt ihrer Jobs demonstriert. Laut IG Metall beteiligten sich daran rund 1.700 Beschäftigte aus mehr als 40 Betrieben, die Polizei sprach von 900 Menschen. Im saarländischen Völklingen kamen zudem 8.500 Menschen zu Demonstrationszügen, wie die Polizei mitteilte. Die IG Metall fordert mehr Hilfe der Politik für die gebeutelte Stahlindustrie.
Landstreitkräfte der Bundeswehr: Heer setzt verstärkt auf Drohnen
Das deutsche Heer will schnell mehr Drohnen und unbemannte Waffensysteme einsetzen. Für die Landstreitkräfte der Bundeswehr habe das Zusammenspiel von Panzertruppen und Einheiten, die Drohnen steuern, "höchste Bedeutung", sagte der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Christian Freuding, beim Besuch der Militärübung "Freedom Shield 2026" in Litauen. Die 2025 in Dienst gestellte deutsche Panzerbrigade 45 trainiert erstmals das Gefecht auf litauischem Boden und hat auch 350 Drohnen dabei.
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