FIFA soll in zwei Wochen antworten:Investorendeal: UEFA hat Fragen an Infantino
Mit einem Fragenkatalog samt Ultimatum hat die UEFA Aufklärung zu den WM-Investorenplänen von FIFA-Chef Gianni Infantino gefordert. Die Antworten will die UEFA bis zum 2. November.
FIFA-Chef Gianni Infantino.
Quelle: APIm Machtkampf um die Zukunft von FIFA-Präsident Gianni Infantino hat die Europäische Fußball-Union UEFA den Druck auf den Chef des Fußball-Weltverbandes weiter erhöht. Nach übereinstimmenden Medienberichten versandte die UEFA am Montag einen Katalog mit 42 Fragen an Infantino. Sie zielen unter anderem auf Aufklärung bezüglich möglicher Interessenkonflikte im Zusammenhang mit Geschäftsbeziehungen zur Familie von US-Präsident Donald Trump sowie auf den Versuch, die Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen.
Zur Beantwortung der Fragen wurde eine Frist bis zum 2. November gesetzt. Darüber hinaus verlangt die UEFA die Vorlage von entsprechenden Dokumenten.
Europas Fußball-Funktionäre halten an ihrer Rücktrittsforderung an Weltverbandspräsident Infantino fest. Er bat bei dem Meeting um Entschuldigung, ließ aber wichtige Fragen offen.
16.10.2026 | 1:35 minUEFA: Fragen zu Investoren und WM 2026
"Eine Reihe von Entscheidungen, Transaktionen und Eingriffen, an denen der FIFA-Präsident, der Präsident der Vereinigten Staaten und mit ihm verbundene Personen beteiligt sind, wirft schwerwiegende Fragen hinsichtlich potenzieller Interessenkonflikte, Transparenz und institutioneller Rechenschaftspflicht auf", heißt es in dem Schreiben.
Konkret erhofft sich die UEFA mit ihren insgesamt 42 Fragen etwa Aufklärung zur Zusammenarbeit mit Joshua Kushner, dem Bruder von Trump-Schwiegersohn Jared Kushner, im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf von WM-Rechten an private Investoren. Eine andere Frage zielt auf die aufgehobene Rotsperre von US-Stürmer Folarin Balogun bei der WM ab und ein möglicherweise damit verbundenes Telefonat zwischen Infantino und Trump.
Die Rot-Sperre des US-Amerikaners Folarin Balogun ist nach einem Anruf von Donald Trump bei Gianni Infantino aufgehoben worden. Die Fußball-Welt ist empört.
06.07.2026 | 2:13 minAuch Friedenspreis für Trump ein Thema
Die UEFA hat US-Bundesgerichte gebeten, Vorladungen zu genehmigen, die die Vorlage von Dokumenten und eidesstattliche Aussagen zu dem aufgegebenen Investitionsplan namens "FIFA Forward Enterprise" erzwingen. Zwar erkennt die UEFA an, dass der Plan zurückgezogen wurde und Fehler eingeräumt worden sind. Doch dies würde nicht beantworten, wie relevante Entscheidungen getroffen worden seien. "Diese Fragen benötigen jetzt Antworten", hieß es in dem UEFA-Schreiben.
Auch die Schaffung eines FIFA-Friedenspreises, den Trump erhielt, wird thematisiert. "Diese Sachverhalte werfen in ihrer Gesamtheit Fragen auf, die über das übliche institutionelle Verhältnis zwischen der FIFA und der Regierung eines Gastgeberlandes der Weltmeisterschaft hinausgehen", schrieb die UEFA.
Noch immer muss sich FIFA-Präsident Gianni Infantino wegen seiner umstrittenen WM-Investorenpläne rechtfertigen.
15.10.2026 | 1:03 minUEFA hat noch keinen Gegenkandidaten
Dokumente zu seinem Plan, die WM an Investoren zu verkaufen, hatte Infantino bislang nicht zur Verfügung gestellt. Auch die Sitzung des FIFA-Councils in der vergangenen Woche hatte nicht für Aufklärung gesorgt. Infantino möchte sich im März als FIFA-Boss wiederwählen lassen, die UEFA hat bislang keinen Gegenkandidaten nominiert. Die Frist hierfür läuft Mitte November ab.