Balogun über Rot-Sperre: Wusste, es würde für Kontroversen sorgen

Rot-Sperre nach Trump-Druck aufgehoben:"Unglückliche Situation": Balogun äußert sich zu WM-Skandal

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Folarin Balogun befand sich bei der Fußball-WM inmitten einer Kontroverse - ausgelöst von politischem Druck von Donald Trump auf den FIFA-Chef. Nun äußert sich der Spieler.

Folarin Balogun

Die Fußballwelt ist in Aufruhr: US-Präsident Trump hat sich persönlich für die Überprüfung der Sperre für US-Spieler Balogun eingesetzt. ZDFheute live berichtet.

06.07.2026 | 33:20 min

Gut eine Woche nach dem WM-Skandal um die aufgehobene Sperre von Folarin Balogun hat sich der Stürmer der USA selbst zu Wort gemeldet. Der 25 Jahre alte Fußballprofi sprach in der Sendung "CBS Mornings" über die besonderen Tage rund um seinen Platzverweis beim Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina und die darauffolgende Sperre, die nach einem Anruf von US-Präsident Donald Trump bei Gianni Infantino aufgehoben wurde.

"Ich war komplett schockiert. Aber ich musste die Entscheidung akzeptieren", sagte Balogun über seinen harten, aber unabsichtlichen Tritt im ersten K.-o.-Spiel, der bei dem 2:0 zu einer Roten Karte nach Überprüfung der Videobilder geführt hatte.

Wenn etwas nicht absichtlich ist, sollte es niemals Rot geben. Es war einfach eine unglückliche Situation.

Folarin Balogun, US-Nationalspieler

Folarin Balogun und Tarik Muharemovic am 02.07.26

Die Rot-Sperre des US-Amerikaners Folarin Balogun ist nach einem Anruf von Donald Trump bei Gianni Infantino aufgehoben worden. Die Fußball-Welt ist empört.

06.07.2026 | 2:13 min

Balogun: Wusste, es würde für Kontroversen sorgen

Der Weltverband FIFA hob die Sperre überraschend und einen Tag vor dem Achtelfinale (1:4 gegen Belgien) wieder auf. Zuvor hatte US-Präsident Trump nach eigenen Angaben mit einem Anruf bei FIFA-Chef Infantino um eine Überprüfung der Sperre gebeten.

"Meine erste Reaktion war, dass ich glücklich war, zurück zum Team zu kommen. Ich wusste, es würde für Kontroversen sorgen", sagte Balogun, der sich schon beim Achtelfinale in Seattle den vielen Fragen gestellt - und sich dabei ähnlich wie nun in der TV-Sendung zu dem Thema geäußert hatte.

"Es war schwierig, es gab viele Nebengeräusche - das ist kaum zu verhindern", fügte der Angreifer von AS Monaco an. Er selbst zeigte bei der klaren Niederlage gegen die inzwischen ebenfalls ausgeschiedenen Belgier eine durchwachsene sportliche Leistung.

Nils Kaben | ZDF-Reporter

ZDF-Reporter Niks Kaben zur Rücknahme der Rot-Sperre: "Wenn jetzt auch hier klar wird, dass das Recht des Stärkeren gilt, dann weiß ich nicht, wo das noch hinführen soll."

07.07.2026 | 2:10 min

Menschenrechtler legen Beschwerde beim IOC ein

Unter anderem durch die Geschehnisse um Balogun hat die Menschenrechtsorganisation FairSquare inzwischen auch beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eine Beschwerde gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino eingereicht.

Grund dafür seien mehrere Verstöße des Chefs des Fußball-Weltverbandes gegen die Regeln zur politischen Neutralität - unter anderem aufgrund der Nähe des IOC-Mitglieds Infantino zu US-Präsident Donald Trump.

Gianni Infantino hat wiederholt gegen die Regeln des IOC zur politischen Neutralität verstoßen, indem er dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald Trump, seine politische Unterstützung ausgesprochen hat.

Menschenrechtsorganisation FairSquare

FairSquare habe "fünf eindeutige Verstöße gegen die IOC-Regeln zur politischen Neutralität" festgestellt - und sieht im Fall Balogun den Anschein für mindestens einen weiteren IOC-Regelverstoß. Dabei gehe es um "eine mögliche Nachgiebigkeit gegenüber politischem Druck von Präsident Trump, um die Disziplinarregeln der FIFA für das Spielgeschehen während der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer 2026 zu umgehen" - also den Fall Folarin Balogun.

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Quelle: dpa, SID
Über die Fußball-WM berichtet das ZDF seit dem 01.06.2026 täglich in verschiedenen Sendungen.

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