Nach 0:0 gegen Griechenland:Klopp mit Entwicklung der DFB-Elf "super happy"
von Maik Rosner
Nach dem 0:0 in Griechenland steht die deutsche Nationalmannschaft vor einem schwierigen November. Jürgen Klopp sieht eine gute Entwicklung, seine Themenliste ist gut gefüllt.
Deutschland hat auch das zweite Nations-League-Spiel gegen Griechenland nicht gewonnen. In Thessaloniki fehlte auch etwas das Glück im Abschluss.
04.10.2026 | 2:59 minAls die Spieler der deutschen Nationalelf sich bald nach dem Abpfiff in Richtung Fankurve bewegten, erzählte ihr gemächlicher Gang von einer gewissen Enttäuschung. Ein torloses Unentschieden lag ja hinter ihnen in der Nations League bei jener griechischen Mannschaft, die ihnen eine Woche zuvor in Augsburg eine 0:1-Niederlage und einige unangenehme Debatten zugefügt hatte.
Die angestrebte Revanche hatte die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Sonntagabend in Thessaloniki trotz eines lange Zeit guten Auftritts nun ebenso verpasst wie eine bessere Ausgangslage vor den abschließenden beiden Spielen der Gruppenphase.
Nach dem Remis im zweiten Spiel gegen Griechenland im Rahmen der Nations League spricht Jürgen Klopp im Interview bei ZDF-Reporter Nils Kaben.
04.10.2026 | 4:35 minDFB-Auswahl braucht womöglich zwei Siege
Als Tabellendritter mit jeweils drei Punkten Rückstand auf die Niederlande und Griechenland braucht die Nationalelf womöglich zwei Siege, um einen der ersten beiden Plätze in ihrer Gruppe und damit das Viertelfinale zu erreichen. Zunächst geht es am 13. November zum Tabellenletzten Serbien, drei Tage später steht in Berlin der Vergleich mit den Niederlanden an.
Jürgen Klopp sieht allerdings keinen Anlass, die Situation nach seinem vierten Spiel als Bundestrainer negativ zu beurteilen. Im Gegenteil: Vielmehr sei der einzige "Makel" und "Wermutstropfen" gewesen, dass seine Mannschaft ihre Chancen im stimmungsvollen Toumba-Stadion von Thessaloniki nicht genutzt habe.
Nach dem Remis im zweiten Spiel gegen Griechenland im Rahmen der Nations League spricht Derry Scherhant im Interview bei ZDF-Reporter Nils Kaben.
04.10.2026 | 1:28 minKlopp sieht positive Entwicklung
"Wenn man mir vor einer Woche gesagt hätte, dass wir am Donnerstag und Sonntag so eine Leistung abliefern können, dann hätte ich das nicht geglaubt", sagte Klopp auf der Pressekonferenz nach dem Spiel und hob die erste Halbzeit als "herausragend" hervor.
Er erinnerte an den 2:0-Sieg gegen Serbien am vergangenen Donnerstag in München, als man bereits "ein ganz tolles Spiel gemacht" habe. Und nun habe man sich auch gegen die Griechen viele Chancen erspielt.
Wenn wir die Bälle reinschießen, können sie uns nicht aufhalten. Aber wir haben sie nicht reingeschossen.
Jürgen Klopp
Man habe dennoch einen Entwicklungsschritt gemacht, "und als Fazit kann ich sagen: Damit bin ich super happy."
Vier Spiele, drei Treffer, kein Stürmertor
Tatsächlich hatte die DFB-Elf lange Zeit ein gutes, sehr dominantes Auswärtsspiel gemacht. Die Abschlüsse allerdings gerieten oft unpräzise.
Und als die nötige Zuspitzung einmal dank einer scharfen Hereingabe von Derry Scherhant gelang, wurde Jonathan Burkardts Tor wegen eines vorangegangenen Handspiels von Tom Bischof per VAR nicht anerkannt. Ein Stürmertor blieb damit auch im vierten Spiel unter Klopp aus, nur drei Treffer gelangen insgesamt.
Es ist nach dem Neustart mit Klopp bisher ein Aufbau, der in Sinuskurven verläuft. Alleine die Ergebnisse künden von einer gemischten ersten Zwischenbilanz. Auf das 1:1 in den Niederlanden zum Auftakt und das 0:1 gegen die Griechen war das 2:0 gegen Serbien gefolgt.
Vor dem zweiten Spiel in der Nations League gegen Griechenland spricht Bundestrainer Jürgen Klopp im ZDF-Interview mit Reporter Nils Kaben.
03.10.2026 | 3:28 minKader mit Normalmaß im November
Nach dem jüngsten 0:0 sind die Nationalspieler nun erst einmal wieder in ihren Vereinen. Doch Klopp ist zuversichtlich, im November nicht wieder bei Null anfangen zu müssen. Wenn man sich wiedersehe, "wird die DFB-Fußball-Festplatte nicht komplett leer sein", sagte er.
Auch Klopps Themenliste ist ziemlich gut gefüllt. Besonders spannend wird, wer von den diesmal 44 nominierten Spielern von Klopp zum Wiedersehen eingeladen wird. Der Kader soll dann ein Normalmaß haben.
Urbig, Treu, Scherhant und Pavlovic fallen auf
Von den zehn Debütanten hatten vor allem Torwart Jonas Urbig, Rechtsverteidiger Philipp Treu und Linksaußen Scherhant sportlich Werbung für sich betrieben. Urbig könnte auf Sicht Marc-André ter Stegen Konkurrenz machen.
Besonders aufgefallen war auch das Mittelfeldtrio Florian Wirtz, Bischof und Aleksandar Pavlovic. Letzterer stach in Thessaloniki erneut als Ordnungskraft vor der Viererkette hervor. Mit Joshua Kimmich könnte im November auch die jüngst schon aufgekeimte Debatte zurückkehren, ob der Kapitän gesetzt sein sollte.