Nach nur fünf Monaten im Amt:Hannover 96 trennt sich von Sportchef Boldt
Fußball-Zweitligist Hannover 96 hat sich nach nur fünf Monaten von seinem Sport-Geschäftsführer Jonas Boldt getrennt. Das gab der Club bekannt.
Nach nur fünf Monaten muss Jonas Boldt als Sportchef bei Hannover 96 gehen (Archivbild).
Quelle: Tim Groothuis / WittersNach nur fünf Monaten muss Jonas Boldt seinen Posten als Sport-Geschäftsführer beim kriselnden Fußball-Zweitligisten Hannover 96 wieder räumen. Das gab der Klub am Samstag in einer knappen Mitteilung bekannt. Der Aufsichtsrat habe sich "einstimmig auf die Abberufung" verständigt, hieß es darin.
Boldt (44) hatte Ende Mai Jörg Schmadtke beerbt und für drei Jahre unterschrieben. Durch die schnelle Trennung ist Henning Bindzus nun alleiniger Geschäftsführer der Roten.
Kaiserslautern gewinnt bei Hannover 96 und verschärft die Krise bei den Niedersachsen. Bester Mann beim FCK ist Torhüter Julian Krahl, der mit starken Paraden den Lauterer Sieg festhält.
28.10.2026 | 7:16 minKritik an Trainerentscheidung und Entwicklung
Nach einem Fehlstart in die Saison hatte Hannover Trainer Christian Titz entlassen und Sandro Wagner als Nachfolger engagiert. Unter dem früheren Nationalspieler ist das Team in vier Spielen noch ohne Sieg, unter der Woche hatte es das Aus im DFB-Pokal gegen den 1. FC Kaiserslautern gesetzt (0:2). Boldt wurde zuletzt nicht nur wegen der Trainerentscheidung und sportlichen Fehlentwicklung von der Fanszene hart kritisiert.
Hannover ist vor dem Heimspiel am Sonntag gegen Dynamo Dresden (13:30 Uhr/Sky) 16. der Tabelle, es steht viel auf dem Spiel. "Wir haben die Arena gebaut, die Akademie - wenn wir in die 3. Liga absteigen, wäre das ganze Modell nicht finanzierbar", sagte Klub-Patron Martin Kind am Freitag dem NDR: "Das wäre abenteuerlich und das kann ich nicht akzeptieren."
Nach Rückstand zurückgekommen, aber wieder nicht gewonnen. Hannover 96 muss sich beim Heimdebüt von Trainer Sandro Wagner mit einem Remis gegen den FC St. Pauli begnügen.
19.10.2026 | 6:58 minBoldt muss drei Tage nach Pokal-Aus gehen
Die Unruhe sei "schon etwas länger da, deswegen hat man mich geholt, weil man eine Neuausrichtung wollte. Die nehme ich an, dafür bin ich da, daran werden wir weiter arbeiten", hatte der frühere Leverkusener und Hamburger Boldt nach dem Pokal-K.o. gesagt. Drei Tage später ist seine Zeit bei 96 vorbei.