Nach Maduro-Festnahme:Trump: Werden Venezuela vorerst regieren
Nach der Festnahme Maduros wollen die USA nun über die politische Zukunft Venezuelas mitentscheiden. Laut Trump sollen die USA das Land vorerst regieren.
Nachdem die USA einen Angriff auf Venezuela vollzogen hat, äußert sich US-Präsident Donald Trump in einer Pressekonferenz.
03.01.2026 | 29:55 minNach ihrem Militäreinsatz in Venezuela und der Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro wollen die USA nach den Worten von Präsident Donald Trump vorübergehend die Führung des Landes übernehmen. Trump sagte am Samstag bei einer Pressekonferenz in seiner Privatresidenz Mar-a-Lago in Florida:
Wir werden das Land so lange regieren, bis wir einen sicheren, ordentlichen und vernünftigen Übergang gewährleisten können.
Donald Trump, US-Präsident
Trump will wohl die Macht der USA in Amerika ausdehnen – doch das ist nicht der einzige Grund für den Angriff. Unklar ist derweil, wer Venezuela von nun an führt.
03.01.2026 | 3:21 minTrump sagte, die Venezolaner seien nun "frei". Gleichzeitig kündigte er an, US-Ölunternehmen sollten in Venezuela aktiv werden, um "anzufangen, Geld für das Land zu machen". Diese sollten Milliarden Dollar investieren, um die nach seinen Worten "schwer beschädigte" venezolanische Öl-Infrastruktur zu modernisieren. Ziel sei es, das Land wirtschaftlich wiederaufzubauen. Eine Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten werde Venezuela "reich, unabhängig und sicher" machen, sagte Trump.
Trump: Bereit für zweite Welle von Angriffen
Trump stellte zudem eine "zweite, deutlich größere Welle" von Angriffen in Aussicht. Diese sei wahrscheinlich nicht nötig, weil das US-Militär bei seiner Festnahme von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro "so erfolgreich" gewesen sei, sagte er. "Wir sind aber darauf vorbereitet, eine zweite, deutlich größere Welle durchzuführen."
Trump wolle die neue Regierung in Venezuela handverlesen um dort anschließend gute Geschäfte zu machen, sagt ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen aus Washington.
03.01.2026 | 1:21 minTrump veröffentlicht Bild von Maduro
Vorab veröffentlichte Trump ein erstes Bild, das den gefangenen Maduro zeigen soll. Auf der Plattform Truth Social postete der Republikaner eine Abbildung, auf der Maduro gefesselt stehend in einem Jogginganzug mit verbundenen Augen und Kopfhörern zu sehen ist. Trump schrieb dazu: "Nicolás Maduro an Bord der USS Iwo Jima."
Quelle: truthsocial.com/@realDonaldTrump (03.01.2026)
Trump sagte zudem, er wolle bei der Machtfrage in Caracas mitentscheiden. "Wir treffen diese Entscheidung jetzt. Wir können nicht riskieren, dass jemand anderes übernimmt und einfach so weitermacht", sagte er in einem Telefoninterview des Senders Fox News auf die Frage nach der politischen Zukunft von Venezuela.
Wir werden sehr involviert sein. Wir wollen Freiheit für die Menschen erreichen.
Donald Trump, US-Präsident
Venezuelas Präsident Maduro sei zwar außer Landes - doch ob es wirklich einen Regimewechsel gegeben habe sei ungewiss, berichtet ZDF-Korrespondent Christoph Röckerath aus Rio.
03.01.2026 | 1:50 minDrohungen seit mehreren Monaten
Seit August 2025 hatte die US-Regierung mit einem militärischen Vorgehen gegen venezolanisches Staatsgebiet gedroht. Zur Begründung verwies Washington auf den Kampf gegen Drogenproduktion und -handel.
In diesem Zusammenhang hatte die US-Marine bereits mehrere Fischerboote aus Venezuela und Kolumbien in internationalen Gewässern versenkt, die mutmaßlich Drogen transportierten.
In Venezuela regierte Präsident Maduro seit 2013 zunehmend autoritär. Die USA haben das südamerikanische Land seit 2015 mit Sanktionen belegt.
In Venezuelas Hauptstadt Caracas ist es in der Nacht zu Explosionen gekommen. Medienberichten zufolge bestätigen die USA einen Militäreinsatz. ZDFheute live ordnet die aktuelle Lage ein.
03.01.2026 | 56:53 minNachrichten zu Venezuela
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