Nobel-Institut äußert sich :Machado darf Friedensnobelpreis nicht an Trump weitergeben
Friedensnobelpreisträgerin Machado ließ kürzlich verlauten, dass sie ihren Preis gern mit Trump teilen würde. Das Nobel-Institut hat sich nun kurz und deutlich dazu geäußert.
María Corina Machado darf ihren Friedensnobelpreis nicht, wie angedacht, an US-Präsident Trump übergeben. Das teilte das Nobelinstitut nun mit.
11.01.2026 | 0:44 minDas Norwegische Nobel-Institut hat Spekulationen über eine mögliche Weitergabe des Friedensnobelpreises der venezolanischen Oppositionsführerin María Corina Machado an US-Präsident Donald Trump ein deutliches Ende gesetzt.
Sobald der Friedensnobelpreis vom Nobelkomitee verkündet worden sei, könne er weder aberkannt noch übertragen oder mit anderen geteilt werden, erklärte die Organisation in einer kurzen Stellungnahme.
Sobald die Bekanntgabe erfolgt ist, ist die Entscheidung endgültig.
Nobel-Institut
Das hindere das Komitee allerdings nicht daran, die zukünftigen Bemühungen der Preisträger aufmerksam zu verfolgen, hieß es weiter. Mit der Stellungnahme wolle man weder Besorgnis noch Zustimmung zum Ausdruck bringen.
US-Präsident Trump hat einen offenbar zweiten geplanten Angriff auf Venezuela gestoppt. Er begründete dies unter anderem mit der Freilassung vieler politischer Gefangener.
09.01.2026 | 0:27 minMachado: Würde Preis gern an Trump weitergeben
Die Erklärung folgte auf Aussagen Machados, sie würde den Preis gern an Trump weitergeben oder mit ihm teilen. Der Preis sei ein "Preis des venezolanischen Volkes", und sie wolle dem Präsidenten gern sagen, "dass wir ihm diesen Preis geben und mit ihm teilen möchten", sagte Machado am Montag im Interview mit dem Fox-News-Moderator Sean Hannity. "Was er getan hat, ist historisch. Es ist ein großer Schritt hin zu einem demokratischen Übergang", sagte die Nobelpreisträgerin mit Blick auf den von den USA geführten Militäreinsatz, bei dem der autoritäre frühere Präsident Nicolás Maduro festgenommen wurde.
Wenn es jedoch um die Führung Venezuelas nach Maduros Festnahme geht, unterstützt Trump eine andere Person: Interimspräsidentin Delcy Rodríguez, die unter Maduro als Vizepräsidentin gedient hatte.
Die venezolanische Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin María Machado unterstützt das harte US-Vorgehen gegen das Maduro-Regime. Völkerrechtler kritisieren Maßnahmen als illegal.
15.12.2025 | 0:35 minTrump: Machado plant Besuch
Trump bezeichnete Machado als eine "sehr nette Frau", erklärte jedoch, sie verfüge derzeit nicht über ausreichende Unterstützung innerhalb Venezuelas, um das Land zu regieren. Am Donnerstag sagte er Hannity, Machado plane in der kommenden Woche einen Besuch, und bezeichnete eine mögliche Weitergabe des Friedensnobelpreises als "große Ehre".
Trump strebt den Gewinn des Friedensnobelpreises seit seiner Rückkehr ins Amt offen an und hat dafür wiederholt geworben.
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