Tochter nimmt Preis in Oslo entgegen:Oslo: Friedensnobelpreis an María Corina Machado verliehen
In Oslo wurde der Friedensnobelpreis in Abwesenheit an María Corina Machado verliehen. Ihre Tochter nahm den Preis an. Machado will sich am Donnerstag öffentlich in Oslo äußern.
Der Friedensnobelpreis geht an Venezuelas Oppositionsführerin María Corina Machado. Über ihre Nähe zu Trump und eine ungewisse Anreise.
10.12.2025 | 3:23 minDie venezolanische Oppositionelle María Corina Machado ist in Abwesenheit mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Ihre Tochter Ana Corina Sosa Machado nahm den Preis stellvertretend an. Am Vormittag hatte es widersprüchliche Angaben zum Erscheinen der Preisträgerin gegeben.
Nun steht fest: Machado ist auf dem Weg nach Oslo. Die Zeremonie jedoch verpasste sie. Stattdessen werde sie am Donnerstag um 10:15 Uhr in Oslo öffentlich auftreten, hieß es am Mittwochabend in einer Mitteilung der norwegischen Regierung.
Ein leerer Stuhl für die Preisträgerin: Der Friedensnobelpreis wurde in Abwesenheit an María Corina Machado verliehen.
Quelle: AFPMachado: "Bin jetzt auf dem Weg"
In einer vorab aufgezeichneten Botschaft dankte Machado dem Nobelpreiskomitee für die "großartige Anerkennung für den Kampf der Venezolaner für Demokratie und Freiheit". Weiter sagt sie in dem Video: "Wir fühlen uns sehr gerührt und geehrt. Deshalb bin ich sehr traurig, dass ich es nicht zeitig zur Zeremonie schaffen werde." Machado kündigte an:
Aber ich werde in Oslo sein. Ich bin jetzt auf dem Weg nach Oslo.
María Corina Machado, Friedensnobelpreisträgerin
Die Botschaft von María Corina Machado:
X-Post des Nobelpreiskomitees
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Komitee betont "extrem gefährliche" Anreise
Machado habe "alles in ihrer Macht Stehende getan, um heute an der Zeremonie teilzunehmen", betonte das Komitee in einer Mitteilung: "Eine Reise unter extrem gefährlichen Bedingungen." Am Morgen sagte der Direktor des norwegischen Nobelinstituts, Kristian Berg Harpviken, dem Rundfunksender NRK, Machado sei nicht in Norwegen und werde auch nicht bei der Preiszeremonie auf der Bühne stehen.
Weltweit haben Anhänger der venezolanischen Oppositionsführerin María Corina Machado am Wochenende ihre Unterstützung auf die Straße getragen.
07.12.2025 | 0:53 minMachado setzt sich für Demokratie in Venezuela ein
Das norwegische Nobelkomitee hatte im Oktober verkündet, dass die an einem geheimen Ort innerhalb Venezuelas lebende Machado in diesem Jahr mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wird. Das Komitee sprach ihr den renommierten Preis "für ihren unermüdlichen Einsatz für die demokratischen Rechte des venezolanischen Volkes und für ihren Kampf für einen gerechten und friedlichen Übergang von Diktatur zur Demokratie" zu.
Den Friedensnobelpreis 2025 erhält die Oppositionspolitikerin Machado aus Venezuela. Das Komitee würdigte ihren Einsatz für die demokratischen Rechte des venezolanischen Volkes.
10.10.2025 | 3:05 minMachado lebt aus Sicherheitsgründen im Untergrund
Aus Sorge um ihre Sicherheit lebt sie seit längerem an einem geheimen Ort innerhalb Venezuelas. Eine Pressekonferenz mit ihr am Vortag der Preisverleihung, wie es sonst üblich ist, musste erst verschoben und dann abgesagt werden.
Machado selbst hatte beteuert, sie werde alles daransetzen, um für die größte Ehrung ihres Lebens in die norwegische Hauptstadt reisen zu können. Die venezolanische Staatsanwaltschaft ließ jedoch wissen, dass die 58-Jährige aufgrund verschiedener Ermittlungen gegen sie als flüchtig betrachtet werde, sollte sie das Land verlassen. Bei der Rückreise nach Venezuela könnten ihr also schwerwiegende Folgen wie Verhaftung oder ein Einreiseverbot drohen.
Erhält den Friedensnobelpreis in Abweseneheit: Die Oppositionelle María Corina Machado aus Venezuela.
Quelle: AFPFührende Oppositionelle in Venezuela
Machado gilt als führende Widersacherin des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro. Die konservative Opposition hatte Machado im vergangenen Jahr zu ihrer Präsidentschaftskandidatin gekürt. Sie galt als Favoritin gegen den linksnationalistischen Amtsinhaber Maduro - bis die Behörden ihr die Kandidatur untersagten.
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