Spannungen in Südamerika:Trump erklärt Luftraum über Venezuela für geschlossen
US-Präsident Trump hat den Luftraum über Venezuela für "geschlossen" erklärt. Hintergrund sind die wachsenden Spannungen mit Venezuelas Staatschef Maduro.
Sehen Sie hier die heute Xpress vom 30.11.2025 um 00:22 Uhr.
30.11.2025 | 2:06 minVor dem Hintergrund der Spannungen mit Venezuela hat US-Präsident Donald Trump mitgeteilt, dass er den Luftraum über dem südamerikanischen Land für geschlossen erklärt.
Trump schrieb auf seinem sozialen Netzwerk Truth Social:
An alle Fluggesellschaften, Piloten, Drogendealer und Menschenschmuggler, bitte halten Sie den Luftraum über und um Venezuela für vollständig geschlossen.
Donald Trump, US-Präsident
Es war nicht unmittelbar klar, ob sich aus dem Posting direkte Folgen ergeben.
Länder haben Recht, unabhängig über ihren Luftraum zu bestimmen
Laut internationalem Recht haben Länder selbst das Recht, unabhängig über ihren Luftraum zu bestimmen, erklärt der internationale Fluglotsenverband IFATCA auf seiner Webseite.
Die USA wollen nach Worten von Donald Trump "sehr bald" auch an Land militärisch gegen venezolanische Drogenhändler vorgehen. Zuvor wurden Kriegsschiffe in die Region entsendet.
28.11.2025 | 0:48 minVenezuela verurteilte Trumps Botschaft aufs Schärfste und bezeichnete sie als eine "feindselige Handlung". Die venezolanische Regierung hatte zuvor sechs ausländischen Fluggesellschaften die Betriebserlaubnis in dem Land entzogen.
Airlines streichen Flüge nach Venezuela
Zahlreiche internationale Airlines hatten ihre Verbindungen nach Venezuela zuletzt vorübergehend eingestellt, nachdem die US-Luftverkehrsbehörde (FAA) wegen der schlechten Sicherheitslage und erhöhter militärischer Aktivität bei Flügen zum Airport von Caracas zu besonderer Vorsicht aufgerufen hatte.
Wegen einer Warnung der US-Luftfahrbehörde haben mehrere Airlines ihre Flüge nach Venezuela gestrichen. Hintergrund sind mögliche Gefahren im Luftraum durch US-Militärpräsenz.
23.11.2025 | 0:22 minWashington schickt den weltgrößten Flugzeugträger
Seit Wochen verschärft Trump den Ton und das Vorgehen gegenüber dem südamerikanischen Land.
Die Vereinigten Staaten hatten zusätzliche Soldaten in der Karibik zusammengezogen und den weltgrößten Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" aus dem Mittelmeerraum abgezogen und - begleitet von weiteren Kriegsschiffen und einem Langstreckenbomber - in die Region verlegt.
Die "Epstein Files" belasten, Wahlniederlagen schmerzen, der Konflikt in der Karibik droht zu eskalieren: Donald Trump steht unter Druck.
19.11.2025 | 58:40 minNach Angaben der Regierung in Washington dient der Einsatz dem Kampf gegen Drogenschmuggler. Angesichts dieser zunehmenden Spannungen wurde darüber spekuliert, dass ein Angriff auf Ziele in Venezuela bevorstehen könnte.
Vermutet wurde, dass die US-Regierung womöglich einen Machtwechsel in Caracas anstreben könnte.
"Maduro ist Trump seit seiner ersten Amtszeit ein Dorn im Auge. Ihm hilft die Operation in Venezuela aber auch von innenpolitischen Problemen abzulenken", so Cathryn Clüver Ashbrook, USA-Expertin Bertelsmann-Stiftung.
28.10.2025 | 6:08 minAbschiebeflüge inmitten der Spannungen
In seiner Reaktion auf Trumps Äußerungen zum Luftraum erklärte das Außenministerium in Caracas nun, dies bedeute zudem, dass Washington einseitig beschlossen habe, keine weiteren Abschiebeflüge von Migranten nach Venezuela zu schicken.
Den venezolanischen Angaben zufolge wurden seit März auf wöchentlicher Basis insgesamt knapp 14.000 Migranten mit 75 Flügen nach Venezuela zurückgeschickt - sogar inmitten der Spannungen mit Washington.
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