Nach Angriff auf mutmaßliche Schmuggler:US-Flugzeugträger erreicht Karibik für Anti-Drogen-Einsatz
Der modernste Flugzeugträger des US-Militärs hat die Karibik erreicht. Derweil gehen die US-Angriffe auf mutmaßlich zum Transport von Drogen eingesetzte Boote weiter.
Der US-Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" ist am Sonntag in seinem Einsatzgebiet in der Karibik angekommen.
Quelle: ddpNach tödlichen US-Militärschlägen gegen angebliche Drogenschmuggler-Boote ist das größte Kriegsschiff der Welt, der US-Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford", in der Karibik angekommen. Es schließe sich der dortigen Flotte amerikanischer Kriegsschiffe an, um kriminelle Netzwerke zu zerschlagen, teilte die US-Marine mit. An Bord sind mehr als 4.000 Matrosen und Dutzende Kampfjets.
"Es gibt schon Hinweise, dass die US-Regierung mehr will als den Kampf gegen Drogenkartelle", so die Einschätzung von ZDF-Korrespondentin Claudia Bates in Washington.
15.11.2025 | 2:04 minUnterdessen haben die USA erneut ein mutmaßliches Drogenboot im Osten des Pazifiks angegriffen. Dabei seien am Samstag drei Menschen getötet worden, teilte das Süd-Kommando der US-Seestreitkräfte (Southcom) am Sonntag mit. Das Boot habe Drogen im Ostpazifik transportiert.
Southcom-Post
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Dutzende Tote bei US-Angriffen in Karibik und Pazifik
Seit Wochen greift das US-Militär Boote mit vermeintlichen Drogenschmugglern in der Karibik und im Pazifik an. Das Pentagon hatte der Deutschen Presse-Agentur bestätigt, dass es bis Wochenanfang bereits 20 Angriffe mit insgesamt 79 Toten gab. Belege für die Behauptung, dass es sich bei den Getöteten um "Narkoterroristen" handelt, bleiben Trumps Regierung schuldig.
Das Vorgehen stößt international auf Kritik. Die Vereinten Nationen riefen die Regierung von US-Präsident Donald Trump zur Zurückhaltung auf. Kritiker bezeichnen die Angriffe als außergerichtliche Hinrichtungen und völkerrechtswidrig.
Mit einer großangelegten Militäroperation möchten die USA offiziell den Drogenschmuggel in der Karibik-Region bekämpfen. Aber es wird auch über eine Intervention in Venezuela spekuliert.
14.11.2025 | 1:31 minUSA wollen venezolanisches Kartell auf Terrorliste setzen
Nach Angaben des US-Militärs ist die Verlegung des Flugzeugträgers "USS Gerald R. Ford" von der Mittelmeerregion in die Karibik ein entscheidender Schritt, um zu bekräftigen, mit welcher Entschlossenheit die USA die eigene Sicherheit schützen. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte am Donnerstag den Militäreinsatz "Southern Spear" ("Südlicher Speer") verkündet, der sich gegen "Narko-Terroristen" in Lateinamerika richten soll.
Die USA hatten bereits in den vergangenen Wochen mehrere Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge in die Karibik entsandt. Venezuela sieht in der starken Militärpräsenz der USA eine Drohgebärde.
Inmitten der wachsenden Spannungen mit Venezuela wollen die USA das venezolanische Drogenkartell Cartel de los Soles als ausländische Terrororganisation einstufen. US-Außenminister Marco Rubio warf dem Kartell, das nach amerikanischer Darstellung vom venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro angeführt wird, am Sonntag "terroristische Gewalt" und Drogenschmuggel vor.
Venezuela sei eng befreundet mit China, Russland und Iran - den Erzrivalen der USA. Auch deshalb baue Trump seine militärische Drohkulisse auf, so ZDF-Korrespondent David Sauer.
12.11.2025 | 9:39 minTrump: Gespräche mit Maduro möglich
Die US-Regierung wirft Venezuela vor, den Drogenschmuggel in die Vereinigten Staaten aktiv zu fördern. Doch die Verlegung des Flugzeugträgers hat Spekulationen darüber angeheizt, ob es der US-Regierung wirklich um den Kampf gegen den Drogenschmuggel geht - und nicht gar um einen Machtwechsel in Venezuela. Einige Experten sind der Ansicht, dass die "Ford" für die Bekämpfung von Drogenkartellen nur bedingt geeignet ist, aber ein effizientes Instrument sein könnte, um Maduro, auf den die USA ein Kopfgeld ausgesetzt haben, zum Rücktritt zu bewegen.
Trump brachte derweil am Sonntag mögliche Gespräche mit Maduro ins Spiel. "Wir könnten Gespräche mit Maduro haben, und wir werden sehen, wie das ausgeht", sagte Trump am Sonntag am Internationalen Flughafen Palm Beach im US-Bundesstaat Florida zu Journalisten. "Sie würden gerne reden."
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