Trump: "Wir sprechen mit ihr":Venezuela: USA erwägen Rolle für Oppositionsführerin Machado
Noch Anfang Januar stellte Trump die Führungsqualitäten der venezolanischen Oppositionsführerin Machado infrage. Nun erwägt der US-Präsident doch eine Rolle für die 58-Jährige.
US-Präsident Trump stellt der venezolanischen Oppositionsführerin Machado eine mögliche Rolle in ihrem Heimatland in Aussicht. Zugleich beschlagnahmte das US-Militär erneut einen venezolanischen Öltanker.
21.01.2026 | 0:20 minNach der Abgabe ihrer Friedensnobelpreis-Medaille hat US-Präsident Donald Trump der venezolanischen Oppositionspolitikerin María Corina Machado eine mögliche Rolle in ihrem Heimatland in Aussicht gestellt. "Wir sprechen mit ihr, und vielleicht können wir sie irgendwie einbinden", sagte Trump am Dienstag vor Journalisten in Washington. "Ich würde das liebend gerne tun."
Trump nannte Machado eine "unglaublich nette Frau", die vor einigen Tagen eine "unglaubliche Sache gemacht" habe. Er spielte darauf an, dass die Friedensnobelpreisträgerin ihm bei einem Empfang im Weißen Haus vergangenen Donnerstag ihre Medaille als Zeichen ihrer Anerkennung überreicht hatte.
Vergangene Woche hatte Machado ihre Nobelpreis-Medaille an Trump übergeben.
15.01.2026 | 1:18 minTrump Anfang Januar über Machado: "Sie flößt keinen Respekt ein"
Der US-Präsident scheint damit einen Kurswechsel einzuleiten. Nach der Gefangennahme des langjährigen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro Anfang Januar hatte Trump noch gesagt, die 58-Jährige habe nicht die nötige Unterstützung, um Venezuela zu führen.
Sie ist eine sehr nette Frau, aber sie flößt keinen Respekt ein.
Trump Anfang Januar über Machado
Machados Partei hatte für sich beansprucht, die Präsidentschaftswahl 2024 mit 70 Prozent der Stimmen gewonnen zu haben.
Trump zufrieden mit Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez
Bislang setzen die USA auf Maduros frühere Stellvertreterin Delcy Rodríguez, die Venezuela als Übergangspräsidentin leitet. Mit der bisherigen Zusammenarbeit zeigte sich Trump zufrieden. "Ich war so sehr gegen Venezuela eingestellt, jetzt liebe ich Venezuela", sagte er. Die Kooperation laufe sehr gut.
Nachdem Venezuelas Präsident Maduro von den USA festgenommen und entführt wurde, wagen viele geflohene Venezolaner die riskante Rückkehr in ihre Heimat - oft auf abenteuerlichen Wegen.
14.01.2026 | 6:46 minRodriguez war Teil der sozialistischen Regierung von Maduro, dem Menschenrechtsorganisationen Unterdrückung der Opposition, Korruption, Missachtung demokratischer Prinzipien und Misswirtschaft vorwarfen.
Millionen Venezolaner haben während der jahrelangen Herrschaft der sozialistischen Partei das Land verlassen, um Perspektivlosigkeit, Unterdrückung und Armut zu entkommen.
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