US-Senat verlangt Mitspracherecht bei Venezuela-Missionen

Nach Trumps Militärschlag:Senat fordert Mitsprache bei Venezuela-Einsätzen

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Nach dem Angriff auf Venezuela fordert der Senat mehr Kontrolle über künftige US-Militäreinsätze in dem Land. Trump lehnt die Resolution als Gefahr für die nationale Sicherheit ab.

Donald Trump mit blauem Anzug und roter Krawatte

Der US-Kongress soll nach dem Willen von Senatoren über künftige US-Truppeneinsätze in Venezuela mitentscheiden dürfen.

08.01.2026 | 0:36 min

Der US-Kongress soll nach dem Willen von Senatoren über künftige US-Truppeneinsätze in Venezuela mitentscheiden dürfen. Mit einer knappen Mehrheit stimmte der Senat als eine von beiden Kongresskammern für eine entsprechende Resolution.

Diese sieht vor, dass US-Präsident Donald Trump das Parlament um Zustimmung für weitere militärische Einsätze in dem südamerikanischen Land bitten muss. Neben Demokraten hatten sich auch einige wenige Republikaner dafür ausgesprochen.

Geringe Erfolgschancen für Resolution

Dass die Resolution tatsächlich durchgeht, ist unwahrscheinlich: So müsste sie zunächst vom republikanisch dominierten Repräsentantenhaus mehrheitlich abgesegnet werden, bevor dann auch US-Präsident Donald Trump selbst zustimmen muss.

Menschen in Venezuela protestieren für die Freilassung Maduros

Bei dem US-Angriff in Venezuela sind laut venezolanischem Innenministerium 100 Menschen ums Leben gekommen. Demonstranten in Caracas fordern weiter die Freilassung Maduros.

08.01.2026 | 0:24 min

Angesichts der bereits bekannten Pläne für den Wiederaufbau der venezolanischen Wirtschaft, von denen auch die Vereinigten Staaten profitieren wollen, dürfte die Resolution dem Republikaner ein Dorn im Auge sein.

Demokraten brachten Resolution auf den Weg

Kurz nach der Abstimmung monierte Trump auf seiner Plattform Truth Social, dass diese die Selbstverteidigung seines Landes und die nationale Sicherheit erheblich beeinträchtige und seine Befugnisse als Oberbefehlshaber einschränke.

Venezuela: "Keine echte Wende"

"Der Unterdrückungs-, der Sicherheitsapparat - offiziell genannt," habe "nach wie vor in vollem Maße die Macht", so ZDF-Korrespondent Christoph Röckerath aus dem kolumbianischen Cucuta nach dem US-Einsatz in Venezuela.

08.01.2026 | 3:19 min

Mehrere Demokraten hatten nach dem US-Angriff auf Venezuela samt Gefangennahme des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro und dessen Ehefrau die Resolution auf den Weg gebracht.

"Amerikanische Soldaten dürfen nicht eingesetzt werden, um die Ölressourcen eines anderen Landes zum Vorteil amerikanischer Wirtschaftsführer oder für andere, vom Kongress nicht genehmigte Zwecke zu sichern", begründete etwa der demokratische Senator Adam Schiff die Beschlussvorlage.

Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 08.01.2026 um 22:40 Uhr.

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