Machado überreicht Friedensnobelpreis-Medaille an Trump

Treffen im Weißen Haus:Machado überreicht Trump ihre Friedensnobelpreis-Medaille

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Den Friedensnobelpreis wünscht sich Trump schon lange. Nun hat die venezolanische Oppositionsführerin María Machado dem US-Präsidenten ihre Nobelpreis-Medaille überreicht.

Machado in umringt von Menschen

Präsident Trump hat am Abend die venezolanische Friedensnobelpreisträgerin Machado empfangen. Im Januar hatte sie erklärt, ihren Friedensnobelpreis an Trump weitergeben zu wollen.

15.01.2026 | 1:18 min

Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado hat dem US-Präsidenten Donald Trump bei einem Treffen im Weißen Haus ihre Friedensnobelpreis-Medaille überreicht. Das teilt sie nach dem Treffen mit. Eine "wundervolle Geste gegenseitigen Respekts" nannte Trump das nach dem Treffen auf seiner Plattform Truth Social. Machado sei eine "wundervolle Frau, die viel durchgemacht habe". Ob er die Medaille auch behalten hat, ist unklar.

Im Vorfeld hatte das norwegische Nobel-Institut hat einer möglichen Weitergabe des Friedensnobelpreises eine Absage erteilt: Sobald der Friedensnobelpreis vom Nobelkomitee verkündet worden sei, könne er weder aberkannt noch übertragen oder mit anderen geteilt werden, erklärte die Organisation erst vor wenigen Tagen in einer kurzen Stellungnahme.

 Maria Corina Machado

María Corina Machado darf ihre Auszeichnung nicht an US-Präsident Trump übergeben, teilte das Nobelinstitut im Vorfeld mit.

11.01.2026 | 0:44 min

Machado: Ringen um Trumps Gunst?

Machado verspricht sich davon womöglich eine größere Rolle in ihrem Heimatland. Nach der Gefangennahme Maduros durch US-Elitesoldaten Anfang Januar hatte Trump gesagt, Machado habe nicht die nötige Unterstützung, um Venezuela zu führen: "Sie ist eine sehr nette Frau, aber sie flößt keinen Respekt ein", urteilte Trump über die 58-Jährige.

Trump hat Maduros Vizepräsidentin Delcy Rodríguez seine Unterstützung zugesichert und erklärt, Machado verfüge nicht über ausreichende Unterstützung innerhalb Venezuelas, um das Land zu regieren. Vor Machados Ankunft hatten sich Unterstützer mit venezolanischen Flaggen vor dem Weißen Haus versammelt. "Danke an die Trump-Regierung", hieß es auf einem Banner.

Machado: Können auf Trump zählen

Machado hatte bereits zuvor angekündigt, den Friedensnobelpreis an Trump weitergeben zu wollen. "Was er getan hat, ist historisch. Es ist ein großer Schritt hin zu einem demokratischen Übergang", sagte die Nobelpreisträgerin mit Blick auf den von den USA geführten Militäreinsatz, bei dem der frühere Präsident Nicolás Maduro festgenommen wurde.

Die venezolanische Aktivistin und Politikerin Maria Corina Machado bei einer Pressekonferenz anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises in Oslo.

Die venezolanische Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin María Machado unterstützt das harte US-Vorgehen gegen das Maduro-Regime.

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Bei ihrem Treffen mit Trump am Donnerstag sprach Machado über die Zukunft ihres Landes. Der Besuch stellte für die Oppositionsführerin ein gewisses Risiko dar; ihr Aufenthaltsort war seit ihrer Ausreise aus dem Land im vergangenen Jahr weitgehend unbekannt, nachdem sie in Caracas kurzzeitig festgenommen worden war. Dennoch begrüßte sie später Dutzende Unterstützer, die nahe dem Weißen Haus auf sie warteten. "Wir können auf Präsident Trump zählen", sagte sie der Menge.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, bezeichnete Machado als "eine bemerkenswerte und mutige Stimme" für das venezolanische Volk, sagte jedoch zugleich, das Treffen bedeute nicht, dass sich Trumps Meinung über sie geändert habe.

Quelle: Reuters
Über dieses Thema berichtete das heute journal am 15.01.2026 ab 21:45 Uhr sowie ZDFheute in dem Beitrag "Machado darf Friedensnobelpreis nicht an Trump übergeben" am 11.01.2026 um 12:10 Uhr.

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