Treffen mit Öl-Bossen:Trump wirbt um Investitionen in Venezuelas Ölsektor
US-Präsident Donald Trump hat sich mit den Chefs von Ölkonzernen im Weißen Haus getroffen. Er verkündete zuvor, er würde künftig den Vertrieb von venezolanischem Öl kontrollieren.
US-Konzerne wollen mindestens 100 Milliarden Dollar in die venezolanische Ölindustrie investieren. Auch private Spitzenvertreter, können von der „absoluten Sicherheit“ profitieren, so Trump.
10.01.2026 | 0:21 minUS-Präsident Donald Trump hat bei einem Treffen mit Spitzenmanagern der Ölindustrie für Investitionen in Venezuela geworben. Bei dem Treffen am Freitag (Ortszeit) sagte Trump, die Konzerne sollten nicht zögern und schnell in den Ölsektor des Landes investieren. "Sie haben absolute Sicherheit", sagte Trump zu den Vertretern der Ölkonzerne.
Sie verhandeln direkt mit uns und haben überhaupt nichts mit Venezuela zu tun. Wir wollen nicht, dass Sie mit Venezuela verhandeln.
Donald Trump, US-Präsident
ZDFheute Infografik
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Zuvor hatte Trump in den sozialen Medien angekündigt, dass die US-Konzerne mindestens 100 Milliarden US-Dollar in die venezolanische Ölindustrie investieren wollten. Die USA wollten diese Investitionen absichern.
Die Chefs von zwei Dutzend Öl-Konzernen haben sich mit US-Präsident Trump getroffen. Der verkündete zuvor, er würde in Zukunft den Vertrieb von venezolanischem Öl kontrollieren.
09.01.2026 | 3:11 minHohe Kosten und politische Instabilität lassen Konzerne zögern
An dem Treffen nahmen neben Vertretern der Unternehmen Chevron, Exxon, ConocoPhillips, Continental, Halliburton, HKN, Valero, Marathon, Shell, Trafigura, Vitol Americas, Repsol, Eni, Aspect Holdings, Tallgrass, Raisa Energy und Hilcorp auch US-Außenminister Marco Rubio und Energieminister Chris Wright teil.
Die großen Ölkonzerne zögern jedoch, sich wegen der hohen Kosten und der politischen Instabilität zu großen, langfristigen Investitionen in Venezuela zu verpflichten. Exxon-Chef Darren Woods bezeichnete Venezuela bei dem Treffen als derzeit "nicht investierbar".
Unsere Vermögenswerte wurden dort zweimal beschlagnahmt.
Darren Woods, Exxon-Chef
US-Präsident Trump greift in die Ölindustrie Venezuelas ein. Das Land würde bis zu 50 Millionen Barrel Öl an die USA liefern, Trump könnte so die harten US-Sanktionen umgehen.
07.01.2026 | 0:30 minTrump bekräftigt Schutz und finanzielle Garantien
Während die Branchenriesen skeptisch sind, zeigten sich bei dem Treffen anwesende kleinere, unabhängige Unternehmen bereit, in dem Land zu investieren. Chevron, der einzige US-Ölmulti, der noch in dem Land tätig ist, bekräftigte sein Engagement.
ZDFheute Infografik
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Trump sagte bei dem Treffen, die USA würden den Konzernen zudem Schutz für Personal und Anlagen sowie finanzielle Garantien für ihre Investitionen in Aussicht stellen. Zudem hatte Energieminister Chris Wright die Möglichkeit ins Spiel gebracht, die US-Export-Import-Bank zur Finanzierung großer Ölprojekte einzusetzen.
Nach dem US-Angriff auf Venezuela kündigt Präsident Trump an, amerikanische Konzerne beim Wiederaufbau der Ölindustrie zu fördern. Ziel ist der Zugang zu den größten Ölreserven der Welt.
06.01.2026 | 1:35 minNeue wirtschaftliche Chance für die USA?
Seit dem US-Angriff zur Gefangennahme des früheren venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro am vergangenen Samstag hat Trump den Militäreinsatz als neue wirtschaftliche Chance für die USA dargestellt.
Er ließ Tanker mit venezolanischem Öl beschlagnahmen und erklärte, die USA übernähmen den Verkauf von 30 bis 50 Millionen Barrel zuvor sanktionierten venezolanischen Öls. Die USA wollten den Verkauf des venezolanischen Öls auf unbestimmte Zeit kontrollieren, kündigte Trump weiter an.
Nach dem Angriff auf Venezuela fordert der Senat mehr Kontrolle über künftige US-Militäreinsätze in dem Land. Trump lehnt die Resolution als Gefahr für die nationale Sicherheit ab.
08.01.2026 | 0:36 minMehr zu Venezuela
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