heute journal - der Podcast:Kampfzone Artiks: Holt Trump sich Grönland?
Donald Trump hat Grönland im Visier. Nach dem US-Angriff auf Venezuela wächst die Sorge: Was kommt als Nächstes? Verleiben sich die USA Grönland ein? Host Helene Reiner und heute journal-Moderatorin Marietta Slomka fragen, warum die Arktis für Trump so wichtig ist, weshalb Grönland gerade jetzt begehrt ist und welche Folgen ein möglicher Militäreinsatz für NATO und EU hätte. Darüber sprechen sie mit dem Arktis-und Sicherheitsexperten Dr. Michael Paul von der Stiftung Wissenschaft und Politik.
Grönland ist die größte Insel der Welt. Dort leben rund 57.000 Menschen – etwa so viele wie in Baden-Baden – auf einer Fläche, die sechsmal so groß ist wie Deutschland.
Die Insel liegt weit im Norden, in der Arktis. Bis 1953 war Grönland eine dänische Kolonie, heute ist es weitgehend autonom. Dennoch behält Dänemark in zentralen Bereichen wie Außen- und Sicherheitspolitik das letzte Wort, da Grönland Teil des dänischen Königreichs ist. Damit gehört die Insel automatisch zur NATO und ist durch einen Sonderstatus mit der EU verbunden.
Grönlands geostrategische Position gewinnt durch den Klimawandel zunehmend an Bedeutung. Durch den Rückgang des Eises in den nächsten Jahren werden sich bisher schwer passierbare Seewege zwischen Asien und Europa öffnen. Dadruch wird auch der Zugang zu Rohstoffen an Land und auf dem Meeresboden erleichtert.
Grönland verfügt über wichtige Bodenschätze unter anderem Seltene Erden, Öl, Gas, Gold, Diamanten und Uran. Das weckt nicht nur in den USA Interessen.
Außerdem: Ist 2026 das neue 2016? Auf Social Media erlebt der “2016-Vibe” ein Comeback: Fidget Spinner, die erste Staffel “Stranger Things” und King Kylie sind wieder Gesprächsthema. Sind wir kollektiv nostalgisch geworden? Und was verrät das Bedürfnis nach einer Rückschau über unsere Gegenwart?
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