Tod von US-Soldaten: Kritik an Trumps Iran-Kurs wächst

Kritik von Demokraten:USA greifen Iran "zu Ehren" toter Soldaten an

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Erstmals seit Monaten verzeichnen die USA nach eigenen Angaben wieder Tote nach iranischem Beschuss. Die Demokraten kritisieren Trumps Vorgehen scharf.

Trump

US-Präsident Donald Trump verteidigt sein Vorgehen in Iran.

Quelle: AP

Die US-Angriffe gegen Iran gehen weiter - die neunte Nacht in Folge. US-Präsident Donald Trump begründete die Schläge mit dem Tod mehrerer Soldaten in der Region. "Diese großartigen Menschen, diese großartigen Patrioten, waren da draußen im Einsatz, damit Iran keine Atomwaffen bekommen kann", sagte Trump nach seiner Rückkehr vom WM-Endspiel vor Reportern. Die Angriffe auf Iran seien "zu Ehren" der Soldaten erfolgt.

Bislang findet der Krieg ohne US-Bodeninvasion statt. Dass US-Militärangehörige dennoch in Gefahr sind, zeigte der Tod der mindestens zwei Soldaten bei einem iranischen Angriff auf Jordanien.

Am Sonntag meldete das US-Militär zudem den Tod eines weiteren Soldaten, der bei der kontrollierten Sprengung einer abgestürzten iranischen Drohne am Samstag in Irak getötet worden sei. Die Gesamtzahl der seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf Iran in dem Konflikt getöteten US-Soldatinnen und Soldaten stieg damit auf 17.

Am 14. Juli 2026 liegen Schiffe an einem Kai des Khor-Fakkan-Containerterminals vor Anker, dem einzigen natürlichen Tiefseehafen der Region und einem der wichtigsten Containerhäfen im Emirat Sharjah am Golf von Oman. Teheran kündigte am 12. Juli die Sperrung der Straße von Hormus an und feuerte Raketen und Drohnen auf seine Nachbarn am Golf ab – als Vergeltung für neue US-Angriffe nach einem Angriff iranischer Streitkräfte auf ein Handelsschiff, das von seiner Besatzung in Flammen zurückgelassen worden war.

Die USA haben erneut Ziele in Iran angegriffen. Iran reagierte mit Vergeltungsschlägen. Trump bleibt wechselhaft bei seinen Ideen für die Straße von Hormus.

14.07.2026 | 1:35 min

Trump überließ Militär schlechte Nachrichten

Während sich immer deutlicher abzeichnet, dass das US-iranische Rahmenabkommen für ein Kriegsende durch die Eskalationen im Streit um die Kontrolle des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus gescheitert ist, finden sich US-Soldaten in der Golfregion verstreut in verschiedenen Staaten. Sie stellen für Teheran potenzielle Angriffsziele dar, befinden sich in Reichweite iranischer Drohnen und Raketen.

US-Präsident Trump hatte erklärt, der Krieg sei notwendig, um Iran daran zu hindern, sich atomar zu bewaffnen. Zu dem Angriff in Jordanien hielt er sich noch am Samstag bedeckt. Stattdessen ließ das Weiße Haus dem für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommando des Militärs, Centcom, den Vortritt dabei, den Tod von US-Militärangehörigen zu verkünden.

US-Präsident Trump kündigte weitere schwere Angriffe auf Iran und eine erneute Blockade der Straße von Hormus an.

US-Präsident Donald Trump kündigt weitere schwere Angriffe auf Iran an. Iran reagiert mit Angriffen auf US-Stützpunkte in benachbarten Ländern.

14.07.2026 | 1:40 min

Dutzende Tote in Iran nach US-Angriffen

Und natürlich sterben nicht nur Amerikaner in dem Konflikt: Die iranischen Behörden haben erklärt, in den vergangenen drei Wochen seien bei US-Angriffen mindestens 50 Menschen getötet und mehr als 500 weitere verletzt worden.

Auch Seeleute auf angegriffenen Schiffen in der Straße von Hormus, ausländische Arbeiter in attackierten Golfstaaten sowie Menschen in Israel und Libanon sind in dem Konflikt getötet worden.

US-Präsident Trump

Die US-Regierung habe eine erstaunliche Kehrtwende vollzogen, so ZDF Korrespondent David Sauer. Präsident Trump hatte u.a. eine erneute Seeblockade gegen Iran angekündigt.

14.07.2026 | 2:17 min

Demokraten kritisieren Trumps Kurs scharf

Demokratische Mitglieder des US-Kongresses übten indes scharfe Kritik an Trumps Kriegsführung. Der stellvertretende Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Senat, Mark Warner, sagte dem Sender CBS News, es sei in vielerlei Hinsicht bemerkenswert, dass die USA nicht mehr Todesopfer zu beklagen hätten.

"Wir haben buchstäblich Hunderte Schwerverletzte", betonte er und verwies dann auf die im Iran-Krieg gefallenen US-Soldaten. Das passiere, "wenn man einen Krieg aus eigener Entscheidung beginnt".

Als stellvertretender Vorsitzender des Geheimdienstausschusses gehört er dem kleinen Kreis hochrangiger Kongressmitglieder an, der sogenannten "Gang of Eight", auf die die US-Regierung Briefings zu Geheimdienstangelegenheiten in bestimmten Situationen beschränken kann. Er könne eindeutig sagen, dass "keine unmittelbare Bedrohung durch Iran bestand", betonte Warner und warf Trump vor, den Krieg ohne Plan begonnen zu haben.

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Quelle: AP, dpa
Über dieses Thema berichteten die heute-Nachrichten am 19.07.2026 ab 19:00 Uhr.

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