Trump: "Sehr traurige Sache":Nach Tod zweier US-Soldaten: Vergeltungsangriffe auf Iran
Bei einem iranischen Angriff auf Jordanien sind zwei US-Soldaten getötet worden. Neue Angriffe der USA zielten nun darauf ab, die Revolutionsgarden "schnell zu bestrafen".
US-Präsident Donald Trump bezeichnete den Tod der zwei US-Soldaten als "sehr traurig".
Quelle: APDas US-Militär hat nach dem Tod von zwei seiner Soldaten Vergeltungsschläge gegen die iranischen Revolutionsgarden angekündigt. Um 18:00 Uhr US-Ostküstenzeit (1:30 Uhr Ortszeit in Iran) habe man neue Luftangriffe auf Iran begonnen, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Ziel sei es, die Fähigkeit Irans, die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus zu bedrohen, weiter zu schwächen.
Zudem zielten die Angriffe darauf ab, die Revolutionsgarden, die in der vergangenen Nacht Angriffe auf amerikanische Soldaten in Jordanien verübt hätten, "schnell zu bestrafen".
Centcom auf X
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Die USA hatten am Samstag erstmals seit den Anfangstagen des Iran-Kriegs wieder tote Soldaten in den eigenen Reihen nach iranischem Beschuss gemeldet. Die beiden Soldaten seien am Freitag bei einem Einsatz in Jordanien ums Leben gekommen, als sich US-Streitkräfte und Verbündete gegen iranische Raketen- und Drohnenangriffe verteidigten, teilte Centcom auf X mit. Ein weiterer Soldat werde noch vermisst.
Nach eigenen Angaben hat das US-Militär in der siebten Nacht in Folge Ziele in Iran angegriffen. Laut Regionalkommando Centcom wurden vor allem militärische Infrastrukturen bombardiert.
18.07.2026 | 0:27 minTrump über Tod von US-Soldaten: "Wir sehen das ungern"
US-Präsident Donald Trump bezeichnete den Tod der zwei US-Soldaten als "sehr traurig". Der US-Sender NewsNation zitierte ihn nach einem Gespräch über die Todesfälle mit der Aussage, dass das auch "eine sehr traurige Sache" sei. "Wir sehen das ungern", sagte Trump demnach. Die Soldaten seien im Dienst für ihr Land gestorben. Nach Angaben des Senders bekräftigte Trump auch seine im Zuge des Krieges vielfach vorgebrachte Botschaft, dass Iran keine Atomwaffen haben dürfe.
Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi sagte unterdessen laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Fars, man habe das Rahmenabkommen ausgesetzt und fühle sich nicht mehr an die Vereinbarung gebunden. Trump sagte dazu nach Angaben von NewsNation, dass ihm das "völlig egal" sei.
Der Krieg ist in den vergangenen Tagen mit gegenseitigen Angriffen wieder eskaliert. Hintergrund war der Streit rund um die für den weltweiten Ölhandel wichtige Straße von Hormus. Das US-Militär griff zuletzt die siebte Nacht in Folge Ziele in Iran an.
Iran hat erneut mehrere Golfstaaten attackiert – Bahrain und Kuwait meldeten Angriffswellen seitens Irans. Zuvor hatte das US-Militär nach eigenen Angaben Ziele in Iran bombardiert.
18.07.2026 | 0:22 minVAE fordern "sofortiges Ende der Feindseligkeiten"
Die Vereinigten Arabischen Emirate fordern angesichts der Eskalation der vergangenen Tage "ein sofortiges Ende der Feindseligkeiten sowie eine rasche Rückkehr an den Verhandlungstisch".
X-Post des Ministeriums
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Ohne die Kriegsparteien USA und Iran namentlich zu erwähnen, mahnte das Außenministerium auf der Plattform X einen "sofortigen Stopp der Eskalation" und äußerste Zurückhaltung an, "um gefährliche Auswirkungen und ein Abgleiten der Region in ein neues Ausmaß an Gewalt und Instabilität zu verhindern".
Der Iran-Krieg begann am 28. Februar 2026 mit Angriffen der USA und Israels auf die islamische Republik. Es ist das erste Mal seit den Anfangstagen des Kriegs, dass das US-Militär wieder Tote durch iranischen Beschuss meldet. Die offiziell bekannte Zahl der im Iran-Krieg gefallenen US-Soldaten steigt damit auf 16.
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