Erneute Eskalation im Iran-Konflikt nach US-Angriffen

Lage in der Straße von Hormus unklar:Iran-Konflikt: Erneute Eskalation nach US-Angriffen

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Nach neuen US-Angriffen hat Iran nach eigenen Angaben die strategisch wichtige Straße von Hormus gesperrt, die USA widersprechen. Zudem gab es iranische Attacken auf Golfstaaten.

Eine US-amerikanische Rakete wird abgeschossen.

Bereits zum dritten Mal binnen einer Woche haben die USA Iran angegriffen. Laut US-Militär erfolgten die Angriffe als Reaktion auf den iranischen Beschuss eines Schiffs in der Straße von Hormus.

12.07.2026 | 0:26 min

Teheran hat am Sonntag als Vergeltung für eine Reihe neuer US-Angriffe die Straße von Hormus nach eigenen Angaben bis auf Weiteres geschlossen. Die für den Welthandel wichtige Meerenge dürfe bis zu einem "Ende der amerikanischen Interventionen in dieser Region" nicht befahren werden, erklärten die iranischen Revolutionsgarden.

Die US-Armee wies dies zurück. "Iran kontrolliert die Meerenge nicht. Der Verkehr fließt", erklärte das zuständige US-Regionalkommando Centcom im Onlinedienst X. "Sie ist offen", sagte auch US-Präsident Donald Trump in einem Telefoninterview in der NBC-Sendung "Meet the Press". "Wir haben sie gestern Abend höllisch bombardiert."

Hegseth: "Jetzt muss Iran dafür bezahlen"

Laut Centcom wurden bei US-Angriffen in der Nacht zum Sonntag rund 140 Ziele in Iran getroffen, darunter Raketen- und Drohnenabschussrampen, Munitionsdepots, Kommunikationsausrüstung und andere Einrichtungen. Die neue US-Angriffswelle erfolgte nach Armeeangaben, nachdem die iranischen Revolutionsgarden ein unter der Flagge Zyperns fahrendes Containerschiff in der Straße von Hormus beschossen hatten.

Schaltgespräch Brase

USA haben Iran erneut angegriffen. Gleichzeitig gibt es widersprüchliche Angaben zur Sperrung der Straße von Hormus. ZDF-Korrespondent Jörg Brase berichtet.

12.07.2026 | 1:11 min

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte: "Iran hat eine schlechte Entscheidung getroffen. Jetzt muss er dafür bezahlen".

Iran: Explosionen an mehreren Orten

Iranische Medien berichteten über Explosionen in mehreren Städten im Süden des Landes sowie auf der Insel Keschm und in der Provinz Chusestan. Bei einem Angriff auf die Hafenstadt Dschask sei ein Marinesoldat getötet worden, berichteten iranische Medien.

Die iranischen Revolutionsgarden erklärten zu dem Angriff auf den Frachter in der Straße von Hormus, sie hätten Warnschüsse auf das Schiff abgefeuert, das eine "nicht genehmigte Route" befahren habe. Später griffen sie nach eigenen Angaben ein zweites Schiff wegen angeblicher Verstöße gegen die Vorschriften in der Meerenge an.

Die Karte zeigt die Straße von Hormus, eine Meerenge zwischen Oman, den VAE und Iran. Etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls und verflüssigten Gases (LNG) muss durch die Straße von Hormus.


Iran greift in mehreren Ländern an

Iran startete nach den US-Attacken Vergeltungsangriffe auf mehrere Länder in der Region. Die Revolutionsgarden erklärten, sie hätten einen US-Luftwaffenstützpunkt in Katar ins Visier genommen. Das katarische Außenministerium verurteilte die iranischen Angriffe als "gefährliche Eskalation".

Modschtaba Chamenei, Sohn des Obersten Führers Ali Chamenei, nimmt am 01.05.2019 an einer Parade zum Internationalen Tag von al-Quds (Jerusalem) in Teheran teil.

Nach der Trauerfeier für seinen getöteten Vater droht Irans oberster Führer Mojtaba Chamenei mit Rache. US-Präsident Trump zeigt derweil Gesprächsbereitschaft, warnt aber auch vor neuen Angriffen.

11.07.2026 | 0:24 min

Auch in Kuwait war nach Armeeangaben die Luftabwehr im Einsatz, um "feindliche Angriffe" abzuwehren. Die Vereinigten Arabischen Emirate wehrten nach eigenen Angaben ebenfalls Raketenangriffe ab. Auch in Bahrain ertönte Luftalarm. In Jordanien schlugen drei iranische Raketen ein, dabei wurde niemand verletzt.

Iran griff nach eigenen Angaben auch Logistik-Stützpunkte der US-Armee im Oman an. Die omanische Regierung, die derzeit Gespräche mit dem Iran über die künftige Verwaltung der Straße von Hormus führt, bestellte den iranischen Botschafter ein.

Pakistan pocht auf "Dialog und Diplomatie"

Pakistan rief die Konfliktparteien zur Zurückhaltung auf. Außenminister Ishaq Dar betonte nach Angaben des pakistanischen Außenministeriums in einem Telefonat mit seinem iranischen Kollegen Abbas Araghtschi, dass der Konflikt nur mit "Dialog und Diplomatie" beigelegt werden könne.

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Quelle: AFP, AP
Über den Iran-Krieg berichteten verschiedene Sendungen, zuletzt heute Xpress am 12.07.2026 um 11:55 Uhr sowie am 11.07.2026 um 15:41 Uhr.

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