Angriffe auf Beirut: Alabali Radovan bricht Libanon-Reise ab

Netanjahu ordnet Angriffe auf Beirut an:Entwicklungsministerin Alabali Radovan bricht Libanon-Reise ab

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Die Bundesentwicklungsministerin hat ihre Reise nach Beirut abgebrochen. Zuvor hatte Israels Premier Netanjahu Angriffe auf Vororte der libanesischen Hauptstadt angeordnet.

Libanon: Tyre: Rauch steigt über Tyre nach israelischen Angriffen auf.

Nach Israels Vorstoß im Libanon, hat Benjamin Netanjahu jetzt angeordnet, die Offensive auszuweiten. Ziel sind Vororte der Hauptstadt Beirut, die am Boden und aus der Luft angegriffen werden.

01.06.2026 | 0:22 min

Eigentlich wollte sich Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan in Beirut mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun treffen und sich ein Bild von den Auswirkungen des Krieges vor Ort machen. Nun bricht sie die Reise ab und kehrt von Zypern aus zurück nach Deutschland.

"Aufgrund laufender Bewertung der Entwicklungen der sich akut zuspitzenden Lage in Beirut wurde diese Entscheidung aus militärischen Gründen getroffen", hieß es dazu vom Entwicklungsministerium.

Israel ordnet Angriffe auf Beirut an

Zuvor hatten Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz Luftschläge auf die als Dahija bekannten Vororte von Beirut angeordnet. Sie gelten als Hochburg der von Iran unterstützten Hisbollah-Miliz, sind aber auch dicht bewohnt.

Libanesische Medien berichteten von Fluchtbewegungen der Bevölkerung aus dem Süden Beiruts sowie israelischen Drohnen über den südlichen Vororten Beiruts. Auf vielen Straßen stauten sich die Fahrzeuge.

Bundesaußenminister Johann Wadephul im Deutschen Bundestag am 21.05.26 in Berlin

Bundesaußenminister Johann Wadephul beschreibt das Vorrücken der israelischen Armee im Libanon als "Anlass zu großer Sorge". Am Sonntag nahm Isarel die strategisch wichtige Burg Beaufort ein.

01.06.2026 | 0:25 min

Radovan mit norwegischem Amtskollegen unterwegs

Alabali Radovan war laut Ministerium gemeinsam mit ihrem norwegischen Kollegen Asmund Gröver Aukrust Richtung Libanon unterwegs. Geplant waren neben Gesprächen mit Präsident Aoun auch Gespräche mit Sozialministerin Haneen Sayed und Bildungsministerin Rima Karami.

Im Mittelpunkt hätten die Hilfe für Binnenvertriebene, Notunterstützung, psychosoziale Maßnahmen sowie langfristige Reformen und der Aufbau staatlicher Strukturen stehen sollen.

Nahostkonflikt - Libanon

Durch die Angriffe der israelischen Armee flüchten die Menschen innerhalb des Libanons. Geschützt werden sie weder von der Terror-Miliz Hisbollah noch von ihrem eigenen Staat.

30.05.2026 | 2:10 min

Libanons Präsident spricht von heftiger israelischer Aggression

Präsident Aoun erklärte unterdessen, sein Land sehe sich einer heftigen israelischen Aggression ausgesetzt. Seine Regierung arbeite daran, "das Leiden der Libanesen im Allgemeinen und der Südlibanesen im Besonderen zu beenden".

Israels Bildungsminister Yoav Kisch sagte laut israelischen Medien, die Kämpfe an den verschiedenen Fronten seien nicht beendet. Die Hamas im Gazastreifen, die Hisbollah oder Iran seien noch nicht besiegt.

Im Norden gibt es keinen Waffenstillstand, dort herrscht Krieg.

Yoav Kisch, Israels Bildungsminister

Libanon, Arnoun: Die israelische Flagge weht zusammen mit der Flagge der Golani-Brigade über der Burg Beaufort (Belfort), die im südlibanesischen Dorf Arnoun als Qalaat al-Chakif bekannt ist

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben die strategisch wichtige Festung Beaufort sowie eine nahe Bergkette im Libanon eingenommen. Laut Militär griff die Hisbollah-Miliz von dort aus an.

31.05.2026 | 0:14 min

Israel nimmt Burg Beaufort ein

Netanjahu hatte zuletzt eine Ausweitung des israelischen Einmarsches in den Libanon angeordnet. In der Nacht zu Sonntag nahm die Armee die strategisch und symbolisch wichtige Kreuzfahrerfestung Beaufort ein. Netanjahu sprach von einer "dramatischen Wende". Israel habe "die Barriere der Angst durchbrochen". Israel hatte die Burg 1982 im Libanonkrieg eingekommen und bis zum Abzug aus dem Libanon im Jahr 2000 als Armeestützpunkt genutzt.

Iran machte unterdessen Israels Vorgehen im Libanon dafür verantwortlich, dass es weiterhin kein Waffenstillstandsabkommen mit den USA gebe. Die Angriffe seien "ein Versuch, eine Verbesserung der Lage in der Region zu verhindern", sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, laut Berichten auf einer Pressekonferenz. Eine Einigung mit den Vereinigten Staaten hänge von einer Waffenruhe im Libanon ab.

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Quelle: ZDF, KNA, dpa, AP, AFP
Über dieses Thema berichtet das ZDF fortlaufend, zuletzt bei heute Xpress am 01.06.2026 ab 12:10 Uhr.

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