Gespräche in Islamabad erwartet:Was zu den geplanten Iran-Verhandlungen bekannt ist
Kommt Vance, kommt er nicht? Reden die USA und Iran direkt miteinander? Die Lage bei den Verhandlungen zu einem Kriegsende ist unklar - die Gespräche könnten schwierig werden.
Im Krieg zwischen Iran und den USA soll es diplomatische Gespräche in Pakistan geben. Die US-Sondergesandten Witkoff und Kushner treffen in Islamabad den iranischen Außenminister Araghtschi.
25.04.2026 | 0:23 minIn Pakistan zeichnen sich schwierige diplomatische Gespräche zum Iran-Krieg ab. Die USA kündigten eine Reise der Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner zu Verhandlungen in die Hauptstadt Islamabad an. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi traf bereits am Freitag in der pakistanischen Hauptstadt ein.
Sein Sprecher Ismail Baghaei betonte jedoch, es sei kein Treffen mit der amerikanischen Seite geplant - nur mit den Pakistanern werde gesprochen.
Einschätzungen der ZDF-Korrespondenten Elmar Theveßen aus New York und Phoebe Gaa aus Islamabad zur aktuellen Situation sowie zur Frage, ob es in Pakistan erneut Verhandlungen geben wird.
23.04.2026 | 7:11 minUSA und Iran: Direkte Gespräche in Pakistan?
Auch eine angebliche Bitte Irans um ein persönliches Treffen, von der US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt sprach, bezeichnete die Nachrichtenagentur Tasnim als falsch. Sie gilt als Sprachrohr der Revolutionsgarden, der iranischen Elitestreitmacht.
Wegen der abweichenden Darstellungen beider Seiten ist letztlich nicht klar, ob die Konfliktparteien wirklich bloß Botschaften über pakistanische Vermittler austauschen oder vielleicht doch direkte Verhandlungen führen werden.
Nahost-Experte Reinicke bei ZDFheute live zur Lage in Iran und dem erfolglosen Vorgehen Trumps. Die Iraner säßen jetzt in einer besseren Position als vor einem halben Jahr, so Reinicke.
23.04.2026 | 22:29 minRevolutionsgarden in Iran haben das Sagen
Außenminister Araghtschi betonte auf der Plattform X, er wolle sich lediglich mit den pakistanischen Partnern abstimmen. Aus pakistanischen Sicherheitskreisen verlautete, er plane, einen Gegenvorschlag für die Verhandlungen mit den USA zu erörtern. Laut Tasnim will der Außenminister die Standpunkte Irans für ein Kriegsende darlegen.
Experten argwöhnen jedoch, dass der Minister gar nicht den nötigen Handlungsspielraum habe. Es wird vermutet, dass die einflussreichen Revolutionsgarden die Verhandlungslinie maßgeblich bestimmen. Sie haben laut Experten das Sagen in Iran.
Das iranische Regime fahre bei den Verhandlungen eine ziemlich aggressive Taktik, so Nahost-Experte Hans-Jakob Schindler. Die Hardliner-Fraktion hätte im Moment die Oberhand.
20.04.2026 | 4:16 minIran-Konflikt: Worum geht es in den Verhandlungen?
Atomprogramm: Die USA fordern eine Garantie, dass der Iran keine Atomwaffen entwickelt. Teheran hält jedoch an der Urananreicherung fest.
Straße von Hormus: Aktuell ruht der Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Meerenge fast vollständig. Die USA fordern freie Durchfahrt ohne Wegzölle; Iran beharrt auf der Kontrolle über das Gewässer, das als Transportweg für große Teile des weltweiten Öl- und Gashandels dient.
Finanzen: Iran fordert als Vorbedingung die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte im Ausland.
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US-Vizepräsident Vance bleibt in den USA - vorerst
CNN zufolge reist US-Vizepräsident JD Vance nicht nach Pakistan, da der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf nicht an den Gesprächen teilnehme. Ghalibaf werde im Weißen Haus als Spitze der iranischen Delegation und damit als Pendant von Vance angesehen, hieß es.
Vance halte sich ihres Wissens nach bereit, nach Pakistan zu reisen, falls die USA zu der Überzeugung gelangen sollten, dass das für ihn keine Zeitverschwendung sei, sagte Leavitt.
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