"Trump steht innenpolitisch unter Druck"
Trump brauche dringend gute Nachrichten, so ZDF-Korrespondentin Claudia Bates. Die iranische Regierung sei den USA gegenüber misstrauisch, so ZDF-Korrespondentin Phoebe Gaa.
Nach dem US-israelischen Angriff auf Iran gilt aktuell eine Waffenruhe - doch das Tauziehen um die Straße von Hormus geht weiter. Alle Entwicklungen im Liveblog.
Trump brauche dringend gute Nachrichten, so ZDF-Korrespondentin Claudia Bates. Die iranische Regierung sei den USA gegenüber misstrauisch, so ZDF-Korrespondentin Phoebe Gaa.
Die USA werden die Blockade iranischer Häfen nach den Worten von Präsident Donald Trump nur im Falle eines Abkommens mit dem Iran aufheben. Die Blockade "zerstört den Iran völlig", schrieb Trump am Montag in Onlinenetzwerken. "Sie verlieren 500 Millionen Dollar pro Tag, eine Summe, die selbst kurzfristig untragbar ist", fuhr er fort. Die Blockade werde erst aufgehoben, wenn Teheran einem "Deal" zur Beendigung des Krieges zugestimmt habe.
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat den USA neue Vorwürfe gemacht - eine neue Verhandlungsrunde aber nicht explizit ausgeschlossen. "Die Provokationen, die Drohrhetorik und die anhaltenden Verstöße der USA gegen die Waffenruhe, insbesondere die Angriffe auf iranische Handelsschiffe, sind ein erhebliches Hindernis für eine Fortsetzung des diplomatischen Prozesses", sagte er einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge in einem Telefonat mit seinem pakistanischen Amtskollegen. "Der Iran wird die Umstände genauestens abwägen und dann über den weiteren Weg entscheiden."
Die Gespräche auf Botschafterebene zwischen Israel und dem Libanon werden laut einem Sprecher des US-Außenministeriums am Donnerstag in Washington fortgesetzt. Die zweite Gesprächsrunde werde erneut im US-Außenministerium ausgerichtet. Zuvor hatten bereits mehrere israelische Medien über das anstehende Treffen berichtet.
Ob es zu weiteren Verhandlungen zwischen den USA und Iran kommt, ist noch immer nicht klar – Irans Zusage zu den Gesprächen steht nach wie vor aus. Phoebe Gaa berichtet aus Islamabad.
Bundeskanzler Friedrich Merz sieht einen Hoffnungsschimmmer im Iran-Krieg. "Die Lage bleibt angespannt, gerade auch im Mittleren und Nahen Osten", sagt Merz auf dem Jahresempfang des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) in Berlin. "Die Ereignisse der letzten Stunden lassen uns nicht ohne Hoffnung bleiben, dass es vielleicht doch zu einem baldigen Ende kommen könnte." Die Auswirkungen dieses Krieges auf Wachstum und wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hingen maßgeblich von seiner Dauer und seiner Intensität ab.
US-Präsident Donald Trump hat eine Verlängerung der in der Nacht zum Mittwoch MESZ auslaufenden Waffenruhe mit dem Iran durch ihn als "höchst unwahrscheinlich" bezeichnet. Die für den globalen Ölhandel wichtige Straße von Hormus werde so lange blockiert, bis es ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran zum Krieg gebe, sagte Trump am Montag Bloomberg News.
Noch immer ist unklar, ob es zu einer weiteren Verhandlungsrunde zwischen den USA und Iran kommt – von Seiten Teherans fehlt nach wie vor eine Zusage. Phoebe Gaa berichtet aus Islamabad.
US-Präsident Donald Trump ist nach eigenen Worten nicht von Israel zum Angriff auf Iran überredet worden. "Israel hat mich nicht zum Krieg mit dem Iran überredet, das haben die Ergebnisse vom 7. Oktober getan, zusammen mit meiner lebenslangen Überzeugung, dass der Iran niemals Atomwaffen besitzen darf", schreibt Trump auf seiner Plattform "Truth Social". Zuvor hatte es Medienberichte gegeben, dass Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu Trumps Entscheidung beeinflusst hat.
Die Straße von Hormus wird immer wieder geschlossen. Über die Hälfte des Kerosins für Europa kommt aus dem Nahen Osten, überwiegend durch die Meeresenge. Brüssel arbeitet an einem Notfallplan.
Die iranische Führung lehnt laut einem Bericht der Staatsagentur Irna ein zweites Treffen mit den USA ab. Einschätzungen von ZDF-Korrespondentin Phoebe Gaa (Pakistan) und Claudia Bates (USA).
In Katar soll erstmals seit Beginn des Nahostkonflikts Ende Februar der Flugbetrieb am Hauptstadtflughafen in Doha für ausländische Airlines wieder anlaufen. Die Luftfahrtbehörde des Golfstaates erklärte heute, dass der Betrieb schrittweise wieder aufgenommen werden soll. Katar hatte den Flugverkehr infolge der US-israelischen Angriffe gegen den Iran am 28. Februar und dessen Gegenangriffen unter anderem auf die Golfstaaten eingestellt.
Am 7. März wurde der Flugverkehr in begrenztem Umfang und nur für Flüge der nationalen Fluggesellschaft Qatar Airways wieder aufgenommen. Die katarische Luftfahrtbehörde erklärte nun, die Wiederöffnung für ausländische Fluggesellschaften erfolge "nach einer umfassenden Bewertung der Lage". Weiterhin habe die Sicherheit "oberste Priorität".
Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus steht fast vollständig still. In den vergangenen zwölf Stunden hat es lediglich drei Durchfahrten gegeben, wie Schifffahrtsdaten zeigen. Der mit britischen Sanktionen belegte Öltanker "Nero" habe den Golf verlassen und die Meerenge passiert. Dies geht aus Satellitenanalysen der Spezialfirma SynMax und Tracking-Daten der Plattform Kpler hervor. Zudem seien ein Chemikalientanker und ein Flüssiggastanker in den Golf eingefahren.
Mit der Ankündigung weiterer Gespräche in Islamabad hat US-Präsident Donald Trump die Hoffnung auf eine Verlängerung der in der Nacht zum Mittwoch auslaufenden Waffenruhe mit Iran genährt. Heute sollten die US-Unterhändler in Pakistans Hauptstadt eintreffen. Dazu gehören laut dem Weißen Haus dieselben Verhandler wie bereits beim ersten Treffen in Islamabad: Vizepräsident JD Vance, der Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner.
Iran hat eigenen Angaben zufolge noch keine Entscheidung über weitere Verhandlungen mit den USA getroffen. Eine weitere Verhandlungsrunde sei aktuell nicht geplant, sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai bei einer Pressekonferenz in Teheran.
China hat die Beschlagnahmung eines unter iranischer Flagge fahrenden Tankers durch die USA kritisiert. Ein Sprecher des Außenministeriums, Guo Jiakun, sagte heute in Peking, die Straße von Hormus sei eine internationale Wasserstraße. Die ungehinderte Durchfahrt von Schiffen liege im gemeinsamen Interesse der Staaten der Region und der internationalen Gemeinschaft. "Wir hoffen, dass alle Beteiligten verantwortungsbewusst handeln, das Waffenruheabkommen einhalten und eine Eskalation der Spannungen oder eine Verschärfung der Konflikte vermeiden."
Das iranische Militär hat eine Begründung für sein Nichteingreifen bei der Beschlagnahmung eines unter iranischer Flagge fahrenden Tankers im Golf von Oman geliefert. Das zentrale Hauptquartier "Chatam Al-Anbija" erklärte heute, es habe von einem Angriff auf die US-Marines abgesehen, die das Schiff enterten, weil sich Familienangehörige der Schiffsbesatzung an Bord der "Touska" befunden hätten. Um deren Leben zu schützen, das zu jeder Zeit in Gefahr gewesen sei, seien die Reaktionsmöglichkeiten eingeschränkt gewesen.
"Chatam Al-Anbija" drohte damit, in Zukunft "notwendige Maßnahmen gegen das terroristische US-Militär" zu ergreifen, führte das aber nicht näher aus.
Irans Präsident Massud Peseschkian hat sich trotz großen Misstrauens gegenüber den USA für Diplomatie ausgesprochen. Krieg sei für niemanden von Vorteil, sagte der Regierungschef laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna bei einer Sitzung. "Während man gleichzeitig gegenüber Bedrohungen standhaft bleibt, muss man jeden rationalen und diplomatischen Weg nutzen, um Spannungen zu reduzieren", sagte Peseschkian. "Gleichzeitig ist Misstrauen gegenüber dem Feind und Wachsamkeit in den Interaktionen eine unvermeidliche Notwendigkeit."
Kurz vor dem Auslaufen der Feuerpause im Iran-Krieg am Mittwoch kündigte US-Präsident Donald Trump seine Bereitschaft zu neuen Verhandlungen an. Seine Vertreter werden demnach am Montagabend in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad eintreffen. Die iranische Führung lehnt ein weiteres Treffen mit US-Vertretern unterdessen ab.
Iran plant nach eigenen Angaben derzeit keine zweite Verhandlungsrunde mit den USA. Ein Sprecher des Außenministeriums in Teheran erklärte, die Vereinigten Staaten hätten gezeigt, dass sie es mit der Diplomatie nicht ernst meinten. Die USA hätten sich aggressiv verhalten und gegen die Bestimmungen der Waffenruhe verstoßen.
Ein hochrangiger Vertreter Irans sagt der Nachrichtenagentur Reuters, dass nach Ansicht der Teheraner Führung die Friedensgespräche durch die anhaltende US-Blockade der Straße von Hormus untergraben werden. Inhaltlich gebe es noch keine Einigung und auch keine Annäherung im Streit über das iranische Atomprogramm. Die iranischen "Verteidigungskapazitäten", einschließlich des Raketenprogramms, stünden nicht zur Disposition.
Nachdem die USA ein iranisches Schiff angegriffen haben, ist unklar, ob es neue Verhandlungen geben wird. Teheran hat schon vor dem Angriff keine Gesprächsbereitschaft erkennen lassen.
Der iranische Präsident Massud Peseschkian spricht sich für einen Abbau der Spannungen mit den USA auf dem Wege der Diplomatie aus. Dafür sollte jeder vernünftige Weg genutzt werden, sagte Peseschkian der staatlichen Nachrichtenagentur Irna zufolge. Zugleich betonte er jedoch, dass Wachsamkeit und Misstrauen im Umgang mit der Regierung in Washington eine "unbestreitbare Notwendigkeit" seien.
Am Mittwoch läuft eine zweiwöchige Waffenruhe zwischen Iran und den USA aus. Am Montag wurden US-Vertreter zu Verhandlungen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad erwartet. Pakistan vermittelt zwischen den beiden Kriegsparteien. Unklar ist bisher, ob die Teheraner Regierung ebenfalls eine Delegation nach Pakistan entsenden wird. Laut einer Irna-Meldung von Sonntagabend hat sie die neue Verhandlungsrunde abgesagt. In einer pakistanischen Mitteilung zu dem Gespräch blieb die Absage dagegen unerwähnt.