Iran-Krieg: Alles zur Eskalation mit USA und Israel im Liveblog

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Aktuelle Entwicklungen :Iran-Krieg und Nahost-Konflikt: Alle Nachrichten im Liveblog

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Die Lage in Nahost ist weiter angespannt - es kommt immer wieder zu Angriffen. Im Konflikt zwischen Iran und USA gibt es noch keine Lösung. Alle Entwicklungen im Liveblog.

Über den Iran-Krieg und den Nahost-Konflikt berichtet das ZDF fortlaufend in verschiedenen Sendungen, etwa im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF am 14.10.2026 ab 05:30 Uhr.
Wichtige Meldungen
Wichtige Meldung

Haft wegen geheimdienstlicher Tätigkeit im Auftrag Irans

Wegen geheimdienstlicher Tätigkeit im Auftrag des Iran und einer versuchten Beteiligung an Mord und schwerer Brandstiftung müssen zwei Männer ins Gefängnis: Das Hanseatische Oberlandesgericht Hamburg verurteilte einen 54 Jahre alten Mann zu achteinhalb Jahren Haft, ein 43-Jähriger zu viereinhalb Jahren. Das Gericht entsprach mit seinem Urteil den Forderungen der Bundesanwaltschaft. Die Verteidiger hatten Freisprüche verlangt.

Das Hamburger Gericht sah es als erwiesen an, dass die beiden in Dänemark lebenden Männer den Präsidenten des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, und den Präsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck, ausgekundschaftet haben. Zudem habe der 54-Jährige Vorbereitungen für einen Brandanschlag auf einen koscheren Lebensmittelhandel in Berlin getroffen.

Peseschkian: Keine Kapitulation trotz Bomben und Raketen

Irans Präsident Massud Peseschkian hat laut einem Statement bei Telegram gesagt, der Iran könne nicht mit Bomben und Raketen zur Kapitulation gezwungen werden. Die größte Gefahr gehe von innerer Zerrissenheit und Spaltung aus. Die wirtschaftliche Lage vieler Menschen verschlechtert sich durch die Folgen des Konflikts mit den USA und US-Sanktionen zusehends. Der Verfall der Landeswährung Rial führt zu stark steigenden Preisen für Grundnahrungsmittel und zu Versorgungsengpässen bei Medikamenten.


Irans Präsident zu Wirtschaftskrise: Zusammenhalt wichtig

Der iranische Präsident Massud Peseschkian ruft die Bevölkerung wegen der anhaltenden Wirtschaftskrise zur Geschlossenheit auf. Es mangelt laut Peseschkian an Treibstoff, Strom, Gas und Wohnraum. Das meldet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf ein Statement bei Telegram.

Vor Einbruch des Winters müsse sichergestellt werden, dass die Menschen Gas zum Heizen hätten, so der Präsident. Um die Produktion aufrechtzuerhalten, solle die Verwaltung im Zweifel eher den Strom im eigenen Regierungsgebäude abschalten als in der Industrie.


Massiver Gewinnsprung: TotalEnergies profitiert von Irankrieg

Der französische Ölkonzern TotalEnergies rechnet wegen des Iran-Kriegs im dritten Quartal mit einem massiven Gewinnsprung. Die Raffineriemarge dürfte sich im Vergleich zum Vorjahr fast vervierfacht haben, wie das Unternehmen mitteilte. TotalEnergies erwarte für das abgelaufene Quartal eine Marge von 33,2 Dollar je Barrel, nach 8,4 Dollar je Barrel im Vorjahreszeitraum.


Trump-Regierung erwägt offenbar Einsatz von "Mutter aller Bomben"

Das US-Militär soll einem Medienbericht zufolge für den Fall neuer Kämpfe im Irankrieg Angriffspläne gegen Energie- und Atomanlagen der Islamischen Republik vorbereitet haben. Die Trump-Regierung soll dafür auch den Einsatz der schwersten konventionellen Bombe vorsehen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Verweis auf den Sender CNN. Dieser beruft sich auf mit dem Vorgang vertraute US-Vertreter.

Sollte US-Präsident Donald Trump entsprechende Angriffe anordnen, könnte demnach die GBU-43/B Massive Ordnance Air Blast Bomb – auch bekannt als "Mutter aller Bomben" – abgeworfen werden. Der Einsatz der größten nichtatomaren Waffe im US-Arsenal würde eine erhebliche Eskalation des Konflikts bedeuten. Den Insidern zufolge gibt es in Militärkreisen jedoch Zweifel, ob sich die strategischen Ziele mit der Bombe tatsächlich erreichen lassen. Erstmals eingesetzt haben die US-Streitkräfte die Bombe im April 2017 im Kampf gegen die Islamisten-Miliz IS in Afghanistan. Ziel war damals ein Tunnelsystem der Extremisten.


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Trump: Informanten für Geheimnisverrat erschießen

Wer Informationen zu US-Militäreinsätzen an die Presse durchsticht, sollte nach Meinung von Präsident Donald Trump erschossen werden. Bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Arizona echauffierte er sich über einen unbekannten Tippgeber, der die Uhrzeit für Angriffe auf die iranischen Atomanlagen an Journalisten weitergegeben haben soll. "Informanten sollten meiner Meinung nach erschossen werden", sagte Trump - das sei auch "in den alten Zeiten" schon üblich gewesen.

US-Militär: Schiff mit Iran-Verbindungen zerstört

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben ein Schiff mit Iran-Verbindungen zerstört. Vergangene Woche hätten US-Streitkräfte das Schiff angegriffen, da es im Golf von Oman auf einer Aufklärungsmission gewesen sei und Schiffe der US-Marine ins Visier genommen habe, teilt das zuständige US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Die Besatzung des Schiffs sei vor dem Angriff in Sicherheit gebracht worden. 


Huthi-Miliz lässt UN-Mitarbeiter nach mehr als zwei Jahren frei

Die von Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat nach mehr als zwei Jahren einen Mitarbeiter der Vereinten Nationen wieder freigelassen. Sami al-Kalabi, der im Juni 2024 festgenommen worden war, sei wieder frei, teilte der UN-Sondergesandte für den Jemen, Hans Grundberg, am Mittwoch mit. Bereits vergangene Woche hatte das Welternährungsprogramm der UN die Freilassung eines seiner Mitarbeiter gemeldet.


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Netanjahu will keinen neuen Angriff auf Iran vor Wahl

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lehnt einen erneuten Angriff auf Iran vor der Parlamentswahl im eigenen Land am 27. Oktober ab. Zugleich warnte er am Mittwoch im israelischen Armeerundfunk jedoch die Führung in Teheran und ihre Verbündeten vor Angriffen auf Israel. "Das ist für uns nicht günstig, das ist nicht gut", sagte Netanjahu in dem Interview auf die Frage nach einem möglichen Präventivschlag. Damit wies er auch Vorwürfe politischer Gegner zurück, er suche vor der Wahl eine militärische Konfrontation. Netanjahu wiederholte seine Warnung an Iran, Israel werde im Falle eines Angriffs mit aller Härte reagieren.

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Rotes Kreuz: Kliniken im Jemen überlastet - Viele Kriegsverletzte

Die schweren Kämpfe im Jemen führen laut dem Roten Kreuz zu katastrophalen Zuständen in den Krankenhäusern des bereits von Kriegen und Krisen gezeichneten Landes. Die Zahl der Verletzten sei zuletzt drastisch gestiegen, teilte das Rote Kreuz am Mittwoch mit. Manche Kliniken in Kampfgebieten müssten so viele durch Waffengewalt verletzte Menschen aufnehmen wie noch nie zuvor - mitunter mehr als 700 pro Woche. Das Personal in den Notaufnahmen stehe unter enormem Druck, erklärte ICRC-Gesundheitskoordinator Feras Abusamra. Nur ein kleiner Teil der noch funktionierenden Einrichtungen im Jemen könne überhaupt Schwerverletzte versorgen. Es fehle an chirurgischem Material, Narkosemitteln, Sauerstoff und Medikamenten.

Iran: Frachtschiff nach Minentreffer in Straße von Hormus gesunken

In der Straße von Hormus ist nach iranischen Angaben ein Frachtschiff nach der Kollision mit einer Seemine gesunken. Das Schiff sei am Mittwochmorgen auf einer unerlaubten und gefährlichen Route unterwegs gewesen, als es auf die Mine getroffen sei, berichtete das Staatsfernsehen unter Berufung auf die Marine der iranischen Revolutionsgarden. 

Über das Schicksal der Besatzung wurde zunächst nichts bekannt. Das nicht näher identifizierte Schiff habe 2.500 Container transportiert. Im Staatsfernsehen gezeigte Bilder zeigten ein zur Seite geneigtes Schiff, aus dem dichter Rauch aufstieg. Die Aufnahmen ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.


Iraner im Zusammenhang mit Krieg hingerichtet

Irans Justiz hat abermals ein Todesurteil im Zusammenhang mit dem Krieg vollstreckt. Ali Sina Mostafawi sei am Morgen durch Erhängen hingerichtet worden, berichtete die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan. Dem Mann wurde demnach zur Last gelegt, sich im Krieg den "bewaffneten Kräften des amerikanisch-zionistischen Feindes" angeschlossen zu haben.  

Dem Bericht zufolge hatte er sich an "terroristischen Operationen" in der zentralen Wüstenmetropole Kerman beteiligt. Ihm wurde außerdem vorgeworfen, bei den Massenprotesten im Januar Videos und Bilder an "feindlich gesinnte Sender" geschickt zu haben. Der Darstellung bei Misan nach war er ein Anhänger der iranischen Monarchisten um Reza Pahlavi, den Sohn des 1979 gestürzten Schahs.


Saudi-Arabien: Wer Angriffe filmt, macht sich strafbar

Saudi-Arabien hat angesichts der Angriffe durch die jemenitische Huthi-Miliz an die Vorschriften für Fotos und Videos bei solchen Attacken erinnert. "Sehen Sie zum Schutz der nationalen Sicherheit davon ab, die Abwehr von Raketen und Drohnen oder die Orte, an denen sie landen, zu filmen oder zu veröffentlichen", teilte das Innenministerium in Riad am Dienstagabend mit. Wer solche Aufnahmen veröffentliche, mache sich strafbar.  

Für US-Bürger hatten diese Vorschriften bereits Konsequenzen. "US-Amerikaner sind festgenommen worden, weil sie Fotos der jüngsten Ereignisse machten", teilte die US-Botschaft in Riad am Montag mit. Die Vertretung fügte als Erinnerung hinzu: "Besucher und Bewohner unterliegen den örtlichen Gesetzen während ihres Aufenthalts in Saudi-Arabien."


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Büros von Aramco-Führungskräften bei Huthi-Angriff getroffen

Bei einem nächtlichen Angriff der Huthi auf den saudischen Ölkonzern Aramco sind Büros hochrangiger Führungskräfte getroffen worden. Die obersten drei Etagen eines von der Konzernführung genutzten Gebäudes seien beschädigt worden, sagten zwei Vertreter aus der Region, die anonym bleiben wollten, der Nachrichtenagentur AP. Verletzte oder Tote habe es nicht gegeben. 

Auch das Büro des Vorstandsvorsitzenden sei getroffen worden. Die Huthi hatten zuvor erklärt, sie hätten Dhahran, wo Aramco seinen Hauptsitz hat, mit einer ballistischen Rakete angegriffen.

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Raketentrümmer in Riad - Airlines verlegen Maschinen

Nachdem in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad vier Menschen durch herabfallende Trümmer abgefangener Raketen der jemenitischen Huthi-Miliz verletzt wurden, verlegten mehrere Fluggesellschaften ihre Maschinen an andere Flughäfen im Land. Dies sei auf Empfehlung von Versicherern und Regierungsvertretern geschehen, sagte Matthew Borie, Chefanalyst des Luftfahrtsicherheitsunternehmens Osprey Flight Solutions. Die Maßnahme sei nötig gewesen, damit die Airlines ihre Passagiere weiterhin an deren Reiseziele bringen könnten. 

Ölpreise legen wieder zu

Die Ölpreise sind im frühen Handel wieder gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im Dezember kletterte zuletzt um 0,68 Prozent auf 106,41 US-Dollar.  

Seit Dienstagmittag hatten die Ölnotierungen wieder zugelegt. Gebremst wurde die Entwicklung nur etwas von der jüngsten Prognose der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) für ein deutlich schwächeres Wachstum der globalen Ölnachfrage. In der Nacht zu Mittwoch sorgten neue Angriffe im Nahen Osten für Unsicherheit am Ölmarkt. Die zunehmenden iranischen Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus gefährden die Erholung der Öllieferungen aus der Golfregion. 


Feuer in Aramco-Gebäude

Bei einem Angriff in Saudi-Arabien ist ein Gebäude des staatlichen Ölkonzerns Aramco in Brand geraten. Das Verwaltungsgebäude in Dhahran im Osten des Landes sei am Dienstagabend getroffen worden, teilte das Energieministerium mit. Tote oder Verletzte habe es nicht gegeben. In der Hauptstadt Riad wurden nach Zivilschutz-Angaben unterdessen vier Menschen verletzt, als zwei Marschflugkörper der jemenitischen Huthi-Miliz abgeschossen wurden. Die Trümmer beschädigten auch 15 Häuser.


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Britische Behörde: Zwei Schiffe in Straße von Hormus von Geschossen getroffen

In der Straße von Hormus sind nach britischen Angaben erneut zwei Schiffe angegriffen worden. Ein Tanker und ein Containerschoff seien in der Meerenge von "unbekannten Geschossen" getroffen worden, teilte die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO am Dienstagabend mit. Zu möglichen Opfern oder Schäden machte sie zunächst keine Angaben. Demnach wurde eine Untersuchung geleitet.

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Großbritannien und Partner: Wahlen in Palästinensergebieten nicht verschieben

Großbritannien, Frankreich, Australien und Kanada fordern Israel auf, die in den Palästinensergebieten geplanten und mittlerweile auf Herbst 2027 verschobenen Parlaments- und Präsidentschaftswahlen nicht zu stören. Israel müsse auf Handlungen verzichten, die die Wahlen behindern könnten, heißt es in einem gemeinsamen Statement der Außenminister und Außenministerinnen der vier Länder. Zugleich fordern die vier Länder die Palästinensische Autonomiebehörde auf, die Verschiebung zu überdenken und Schritte zu unternehmen, um die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen ohne weitere Verzögerung abzuhalten. 


US-Experten: Iran greift zunehmend kleinere Transporter an

Iran nimmt laut Experten zunehmend kleinere Schiffe ins Visier, die in und nahe der Straße von Hormus Öl von einem Tanker auf einen anderen umladen. Damit wolle die Führung in Teheran die Möglichkeiten einschränken, Öl durch die Meerenge zu transportieren, erklärt die Denkfabrik Institute for the Study of War mit Sitz in Washington. Außerdem entwickle Iran womöglich Raketen weiter, um Schiffe zu bedrohen, die in der Gegend Öl auf von Iran nicht genehmigten Routen transportieren. 

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Quelle: ZDF, AFP, AP, dpa, epd, KNA, Reuters
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