Iran-Krieg: Alles zur Eskalation mit USA und Israel im Liveblog

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Aktuelle Entwicklungen :Iran-Krieg und Nahost-Konflikt: Alle Nachrichten im Liveblog

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Die Spannungen zwischen den USA und Iran halten an. Washington hat eine neue Runde von Sanktionen gegen Teheran angekündigt. Alle Entwicklungen aus Nahost im Liveblog.

Über den Iran-Krieg und den Nahost-Konflikt berichtet das ZDF in verschiedenen Sendungen, etwa bei heute Xpress am 25.08.2026 ab 09:00 Uhr.
Wichtige Meldungen

Neue Angriffe Israels im Gaza-Streifen

Die israelische Luftwaffe setzt ihre Angriffe im Gazastreifen fort. In Deir al-Balah sei ein Mitglied des militärischen Flügels der Terrororganisation Hamas getötet worden, teilte die Armee mit. Damit sei eine "unmittelbare Bedrohung" beseitigt worden.

Das Al-Aksa-Krankenhaus in Deir al-Balah teilte mit, bei einem israelischen Angriff in der Nähe der Klinik seien zwei Menschen getötet worden, darunter ein Kind. Anwohner bestätigten, bei einem der Getöteten habe es sich um ein Hamas-Mitglied gehandelt.


Chamenei wirbt für gemeinsame Front gegen USA und Israel

Irans oberster Führer Modschtaba Chamenei hat die USA und Israel als Feinde der gesamten muslimischen Gemeinschaft bezeichnet. Er rief die muslimischen Länder, insbesondere jene in Westasien und am Golf, zur Einheit auf. Diese müssten ihren wahren "Feind" erkennen und dessen Pläne durchkreuzen, hieß es in der von der staatlichen Nachrichtenagentur Irna veröffentlichten Botschaft. Seit seiner Ernennung zum obersten Führer im Iran im März hat sich Chamenei nicht öffentlich gezeigt.  

Rund ein halbes Jahr nach Beginn des Krieges zwischen den USA und dem Iran steckt der Konflikt in einer Sackgasse. Streitpunkt ist vor allem die Straße von Hormus im Persischen Golf. 


Netanjahu verurteilt Siedlergewalt im Westjordanland ungewöhnlich scharf

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat Gewalttaten israelischer Siedler gegen Palästinenser im Westjordanland ungewöhnlich scharf kritisiert. Er verurteile "entschieden die kriminellen Gewalttaten" einer "Handvoll Randalierer" in den Dörfern Kusra und Dschalud. Die Täter verstießen gegen das Gesetz, behinderten die israelische Armee und schadeten "Israels Ansehen in der Welt". 

In Kusra hatten am Samstag Dutzende israelische Siedler Palästinenser angegriffen. Nach Angaben des israelischen Militärs verbarrikadierten sich Siedler in einem palästinensischen Haus, während sich dort auch Bewohner aufhielten. Es gab Berichte über verletzte Palästinenser. In Dschalud griffen Siedler nach Angaben der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa eine palästinensische Familie sowie ein sie begleitendes ausländisches Medienteam an. 


Wichtige Meldung

Iran räumt wirtschaftliche Kriegsfolgen ein

Die iranische Führung hat schwere wirtschaftliche Schäden durch den Krieg mit den USA eingeräumt, zugleich jedoch Härte signalisiert. Iran werde trotz der neuen US-Wirtschaftssanktionen nicht einknicken, hieß es in einer am Samstag von staatlichen Medien verbreiteten Erklärung der Führung in Teheran. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Die Islamische Republik werde dem US-Druck standhalten, die Diplomatie fortsetzen und die Kontrolle über die strategisch wichtige Straße von Hormus behalten. Zudem wolle sie sich darauf konzentrieren, die Inflation einzudämmen, Arbeitsplätze zu schaffen, die heimische Produktion zu fördern und die Abhängigkeit vom Dollar schrittweise zu verringern.

Wichtige Meldung

Iran weist US-Angaben über geöffnete Straße von Hormus zurück

Die Marine der iranischen Revolutionsgarden weist US-Angaben zurück, wonach die Straße von Hormus geöffnet sei. Die Behauptungen der USA seien ein Versuch, die Ölpreise zu kontrollieren und eigene Misserfolge zu vertuschen, heißt es in einer Mitteilung.

Die Einschränkungen an der Meerenge blieben demnach so lange bestehen, bis die US-Militäraktionen gegen Iran beendet und entsprechende Verpflichtungen umgesetzt seien.

Wichtige Meldung

Iranischer Präsident will Verhandlungen mit USA

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat sich einem staatlichen Fernsehbericht zufolge für Verhandlungen zwischen Iran und den USA ausgesprochen. Weder Teheran noch Washington könne die eigenen Forderungen vollständig durchsetzen, sagte Peseschkian demnach. Es seien Gespräche nötig, um für Stabilität und Ruhe zu sorgen. 

Peseschkian kritisierte Hardliner im Iran, die sich gegen ein Abkommen mit den USA stellen, eine Fortsetzung des Kriegs bevorzugen und argumentieren, dass Sanktionen bislang kaum Auswirkungen für das Land gehabt hätten.

USA nehmen Filialen ägyptischer Bank ins Visier

Die US-Regierung will den Betrieb einer ägyptischen Bank in den Vereinigten Arabischen Emiraten beschränken und damit der iranischen Regierung schaden. Unter einer neuen Vorschrift, die das US-Finanzministerium vorgeschlagen hat, würden die Filialen der zweitgrößten ägyptischen Bank Banque Misr in den Emiraten vom Zugang zum US-Finanzsystem abgeschnitten. Die Vorschrift käme keinen Sanktionen gleich. Sie soll laut Ministerium nach Ablauf einer 30-tägigen Frist gültig werden. Die Regierung wirft der Bank vor, die iranische Regierung zu unterstützen. 


Al-Kuds-Brigaden: Drei Kämpfer bei Luftangriff getötet

Der bewaffnete Arm des Palästinensischen Islamischen Dschihads hat die drei bei dem israelischen Luftangriff im Westjordanland getöteten Männer als eigene Kämpfer bezeichnet. Demnach sei unter ihnen "einer der führenden Köpfe der Al-Kuds-Brigaden im Westjordanland" gewesen. 

Die mit dem Islamischen Dschihad verbündete Hamas verurteilte das "von den Besatzungstruppen mittels eines Luftangriffs verübte Massaker". Die Attacke werde nur "zu mehr Wut" führen.


Treffen von Putin und Peseschkian angekündigt

Kremlchef Wladimir Putin wird nächsten Dienstag in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek unter anderem den iranischen Präsidenten Massud Peseschkian treffen. Das teilt Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow mit. Bei dem Treffen werde die Lage im Nahen Osten Thema sein, sagt Uschakow. Moskau und Teheran pflegen eine strategische Partnerschaft;  Iran setzt im Krieg mit den USA und Israel auf russische Unterstützung.


Israel meldet Tötung eines Hamas-Mitglieds

Israels Armee hat bei dem Luftangriff in der Stadt Dschenin im Westjordanland eigenen Angaben zufolge ein wichtiges Mitglied der Hamas und zwei "Komplizen" getötet. Der Hamas-Mann sei unter anderem an der Finanzierung und Ausführung von Anschlägen auf israelische Zivilisten beteiligt gewesen, teilen das Militär und der Inlandsgeheimdienst Schin Bet mit.  Zudem sei er für die Aktivitäten der islamistischen Terrororganisation im Flüchtlingsviertel von Dschenin verantwortlich gewesen. 


IMO: 19 Seeleute seit Kriegsbeginn getötet

Seit Beginn des Iran-Kriegs vor einem halben Jahr sind nach Angaben der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) 19 Seeleute bei Angriffen auf die internationale Schifffahrt getötet worden. Mindestens 6.000 weitere Besatzungsmitglieder säßen auf Hunderten Schiffen fest und könnten die Region nicht verlassen, teilt die UN-Sonderorganisation mit. 

Die IMO habe mindestens 70 Angriffe auf die internationale Schifffahrt im Persischen Golf bestätigt. Tausende Seeleute müssten in der Region weiterhin unter erhöhtem Risiko leben, sagt IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez. 


Israel fliegt nach eigenen Angaben Luftangriff im Westjordanland

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen Luftangriff im Norden des besetzten Westjordanlands geflogen. Dabei seien im Raum Dschenin "mehrere Terroristen" angegriffen worden, erklärt das Militär. Weitere Einzelheiten nennt es bisher nicht. Israelische Luftangriffe im Westjordanland sind selten, die Streitkräfte gehen dort üblicherweise mit Bodentruppen vor. 


Klingbeil fordert von USA, Krieg zu beenden

Bundesfinanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) bekräftigt vor seinem Besuch zum G20-Treffen im amerikanischen Asheville Forderungen nach einem Ende des Krieges gegen Iran. "Das ist die wichtigste Botschaft, auch in die USA: Beendet diesen Krieg", sagt er im ARD-Interview der Woche. Er verweist auch auf hohe Spritpreise. "Schuld daran ist (US-Präsident) Donald Trump mit diesem verantwortungslosen Krieg, den er im Iran gestartet hat. Das sind die Auswirkungen, die wir an den Zapfsäulen spüren", so Klingbeil.  


Britische Behörde: Leichter Anstieg bei Schiffspassagen in Straße von Hormus

Die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) verzeichnet mehr Schiffspassagen durch die Straße von Hormus als traditionelle Datenanbieter. Etwa 29 Frachter hätten die Meerenge durchschnittlich täglich in den vergangenen sieben Tagen passiert, wie aus einem aktuellen Bericht der Behörde hervorgeht. Demnach seien in der vergangenen Woche 103 Schiffe in den Persischen Golf ein- und 101 Schiffe ausgefahren. Der Bericht verzeichnet einen leichten Anstieg seit dem Ende aktiver Kampfhandlungen zwischen Iran und den USA in der Region Ende Juli.


Bericht: Lange Schlangen an Tankstellen in Teheran

In der iranischen Hauptstadt Teheran haben Ängste vor Versorgungsengpässen laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur lange Schlangen vor Tankstellen ausgelöst. Autofahrer warteten demnach in der Millionenmetropole sogar mitten in der Nacht vor den Zapfhähnen. Die Schlangen seien teils länger als einen Kilometer gewesen, hieß es. Präsident Massud Peseschkian hatte bei einer Kabinettssitzung diese Woche Probleme infolge des Kriegs eingeräumt. 


Wichtige Meldung

Iran: Diplomatie könnte wieder in Gang kommen

Iran ist seinem Außenminister Abbas Araghtschi zufolge zur Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen mit den USA bereit. Dies sei nicht unmöglich, teilt er auf der Online-Plattform X mit. Es hänge aber davon ab, dass die Vereinigten Staaten verstünden, dass Druck nicht funktioniere. Er habe "kreative Gespräche" mit dem Ministerpräsidenten und Außenminister von Katar, Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al Thani, geführt. Die Regierung in Washington solle Vertrauen aufbauen, respektvoll sprechen, die Rechte Irans anerkennen und ihre Verpflichtungen einhalten.

"Mission accomplished": Trump verkündet Erfolg

US-Präsident Donald Trump hat einen berüchtigten Spruch von Ex-Präsident George W. Bush verwendet, um einen Erfolg im Iran-Krieg zu verkünden. Trump griff auf die Siegeserklärung "Mission Accomplished" zurück, mit der sich Bush im Zusammenhang mit dem Irak-Krieg einen Fauxpas leistete. Bush hatte sich nur sechs Wochen nach Beginn des Irak-Kriegs unter einem Banner mit der Aufschrift "Mission Accomplished" auf einem Flugzeugträger präsentiert. Der Krieg zog sich jedoch noch Jahre hin, und der Auftritt wurde später als politischer Fehltritt betrachtet. 

Trump veröffentlichte auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social nun einen Beitrag, der ihn vor Bildern von US-Flaggen, einem Flugzeugträger und Kampfjets zeigt. Daneben ist ein missmutig dreinblickender Bush neben einem Schild mit der Aufschrift "Mission Not Accomplished: 2001-2021" zu sehen. Der Beitrag zeigt außerdem den im Februar durch US-Angriffe getöteten iranischen Obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei neben einem Schild mit der Aufschrift "Mission Accomplished 2026".


US-Finanzminister will G20 auf harten Kurs gegen Iran einschwören

US-Finanzminister Scott Bessent will die wirtschaftliche Isolation Irans kommende Woche als Gastgeber bei Beratungen der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) vorantreiben. Wie ein Vertreter von Bessents Ministerium vor Journalisten sagte, will die US-Seite bei dem Treffen der G20-Finanzminister und -Zentralbankchefs am Montag und Dienstag im Bundesstaat North Carolina deutlich machen, dass die US-Sanktionen gegen Iran eingehalten werden müssten. Bessent werde bei der Zusammenkunft in Asheville bilaterale Treffen nutzen, um entsprechende direkte Appelle zu formulieren. 


Wichtige Meldung

Iran: Berichte über Anschlagspläne auf Trump-Sohn sind falsch

Berichte über angebliche Pläne für ein Attentat auf den jüngsten Sohn von US-Präsident Donald Trump sind dem iranischen Sicherheitschef Mohsen Resai zufolge falsch. Diese Behauptungen seien eine Lüge, sagt Resai in einem Interview des libanesischen Fernsehsenders Al-Manar. Der US-Geheimdienst Secret Service hatte am Dienstag erklärt, ihm sei ein Video des staatlichen iranischen Fernsehens über ein mögliches Attentat auf Barron Trump bekannt. 

Brief an UN: Iran bezeichnet US-Sanktionen als Wirtschaftsterrorismus

Iran hat die angedrohten jüngsten US-Sanktionen in einem Brief an die Vereinten Nationen als einen Akt staatlichen und wirtschaftlichen Terrorismus verurteilt. Außenminister Abbas Araghtschi schrieb in dem auf der Plattform Telegram und in Staatsmedien veröffentlichten Brief, die USA versuchten, die "rechtmäßigen Wirtschaftsbeziehungen des Irans mit anderen Staaten zu beenden", nachdem sie ihre Ziele durch Krieg nicht hätten erreichen können. Der Brief richtet sich an UN-Generalsekretär António Guterres, den UN-Sicherheitsrat und die UN-Mitgliedstaaten. 


Quelle: ZDF, AFP, AP, dpa, epd, KNA, Reuters
Über den Iran-Krieg und den Nahost-Konflikt berichtet das ZDF in verschiedenen Sendungen, etwa bei heute Xpress am 25.08.2026 ab 09:00 Uhr.

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