US-Präsident lässt Militäreinsatz offen :Trump: "Nicht glücklich" über Gespräche mit Iran
US-Präsident Donald Trump äußerte sich unzufrieden über die bisherigen Gespräche mit Iran. Ob es zu einem Militäreinsatz kommt, ließ er aber weiter offen.
US-Präsident Donald Trump schließt einen Militärschlag gegen Iran nicht aus.
Quelle: AFPUS-Präsident Donald Trump hat sich unzufrieden über die bisherigen Gespräche mit Iran über dessen Atomprogramm geäußert. "Ich bin nicht glücklich darüber, wie sie sich verhalten", sagte Trump in Washington über die Iraner. "Sie sollten ein Abkommen abschließen, das wäre klug von ihnen." Iran habe bislang nicht eingewilligt, auf den Besitz und den Erwerb von Atomwaffen zu verzichten. "Wir wollen, dass Iran keine nuklearen Waffen besitzt, und genau diese wichtigen Worte sagen sie nicht."
Zugleich äußerte Trump sich mit Blick auf ein mögliches militärisches Vorgehen: Es wäre netter, wenn ein Militäreinsatz nicht nötig sei - "aber manchmal muss man es auf diesem Weg machen", sagte er. Trump betonte, dass er das "stärkste Militär der Welt" gerne nicht einsetzen wolle. Eine abschließende Entscheidung zum weiteren Kurs habe er bislang nicht gefällt.
In Genf wird über Bande zwischen USA und Iran verhandelt, doch beide Seiten beharren auf ihren Kernforderungen. Es gebe wenig Bewegung, so US-Korrespondent David Sauer.
27.02.2026 | 2:14 minTrump schließt möglichen Iran-Angriff nicht aus
Im Falle eines Militäreinsatzes gebe es "immer ein Risiko" für einen umfassenden Krieg im Nahen Osten, sagte Trump weiter. US-Vizepräsident J.D. Vance hatte am Donnerstag in einem Interview die Verwicklung der USA in einen jahrelangen Krieg - "ohne dass ein Ende in Sicht ist" - ausgeschlossen.
Mitte des Monats hatte Trump noch eine Frist für einen Deal genannt. Vor Journalisten sagte er auf einem Flug mit der Air Force One, dass 10 bis 15 Tage ausreichend seien. Das sei "so ziemlich das Maximum".
Armada vor der Küste, US-Sondergesandter Witkoff am Verhandlungstisch: Stehen wir vor einem Krieg oder einem Deal? ZDF-Korrespondentinnen Phoebe Gaa und Claudia Bates mit Analysen.
26.02.2026 | 3:39 minWeitere Gespräche zwischen USA und Iran in Wien geplant
Zuletzt hatten die USA und der Iran am Donnerstag miteinander verhandelt. Am Montag wollen sie erneut zusammenkommen. Nach Angaben des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi sind "technische Gespräche" in Wien geplant. In der österreichischen Hauptstadt ist die Zentrale der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA).
Bei den Verhandlungen geht es unter anderem um das umstrittene iranische Atomprogramm. Die USA wollen verhindern, dass die Führung in Teheran Atomwaffen entwickelt. Irans Regierung bestreitet entsprechende Absichten, zeigt sich jedoch bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen. Im Gegenzug fordert Teheran die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen.
Weitere Nachrichten zu Iran und USA
Spannungen zwischen Iran und USA:Auswärtiges Amt rät "dringend" von Reisen nach Israel ab
mit Video0:23- Interview
Verhandlungen um Atomprogramm:Warum USA, Israel und Golfstaaten Iran als Bedrohung sehen
mit Video19:29 - FAQ
Atomstreit und Teherans Waffenprogramm:Kein Durchbruch: USA und Iran vertagen Atomverhandlungen
mit Video30:14 US-Minister sieht "untragbare Bedrohung":Rubio: Iran versucht, Interkontinentalraketen zu entwickeln
mit Video2:27