US-Minister sieht "untragbare Bedrohung":Rubio: Iran versucht, Interkontinentalraketen zu entwickeln
Kurz vor den geplanten USA-Iran-Gesprächen in Genf warnt Marco Rubio vor der Enwicklung iranischer Interkontinentalraketen. Der US-Außenminister sieht eine "untragbare Bedrohung".
"Zugeständnisse beim Atomprogramm scheinen möglich zu sein", berichtet ZDF-Reporterin Phoebe Gaa aus Teheran. Doch Uneinigkeit herrscht beim ballistischen Raketenprogramm.
18.02.2026 | 2:27 minIran versucht nach Darstellung von US-Außenminister Marco Rubio, Interkontinentalraketen zu entwickeln. Man habe bereits beobachten können, wie Iran die Reichweiten jener Raketen erhöht habe, über die das Land bereits verfüge, sagte Rubio vor Journalisten in der Hauptstadt des Inselstaats St. Kitts und Nevis, Basseterre.
Es sei klar, dass sich Iran auf dem Weg dazu befinde, eines Tages Waffen entwickeln zu können, die die USA erreichen könnten.
Irans Waffen: Rubio sieht Bedrohung für Europa
Iran besitze bereits Waffen, die große Teile Europas bedrohen könnten, sagte Rubio. Der Außenminister äußerte sich dabei verwundert darüber, dass Teheran trotz Sanktionen und enormer wirtschaftlicher Probleme weiter Geld finde, um in Raketen mit immer größerer Reichweite zu investieren.
Das Auswärtige Amt warnt deutsche Staatsbürger im Ausland wegen eines möglichen Angriffs der USA auf Iran. Die USA haben zuletzt einen zweiten Flugzeugträger in die Region geschickt.
25.02.2026 | 0:22 minRubio, der auch Präsident Donald Trumps Nationaler Sicherheitsberater ist, betonte:
Das ist eine untragbare Bedrohung.
Marco Rubio, US-Außenminister
Iran und USA: Indirekte Gespräche in Genf
Kurz vor einer weiteren Verhandlungsrunde zwischen Iran und den USA in Genf gab sich Rubio überzeugt, dass Diplomatie nie vom Tisch sei. Präsident Trump bevorzuge diplomatische Lösungen. Die an diesem Donnerstag anstehende dritte Verhandlungsrunde in diesem Jahr würde er lediglich als "nächste Gelegenheit zum Gespräch" bezeichnen, so Rubio.
Im Streit um das Atomprogramm hatte US-Präsident Trump Iran jüngst ein Ultimatum gesetzt: Sollte es in zehn bis 15 Tagen keine Einigung geben, würden dem Land sehr schlimme Dinge widerfahren, so Trump.
20.02.2026 | 0:22 minSeinen Angaben nach sollen sich die indirekten Gespräche unter Vermittlung des Golfstaats Oman hauptsächlich auf das umstrittene iranische Atomprogramm fokussieren. Die US-Delegation wird vom Sondergesandten Steve Witkoff geleitet.
Rubio sagte weiter, man hoffe, dass Fortschritte erzielt werden könnten. Gleichzeitig sei es aber auch wichtig, nicht zu vergessen, dass sich Iran weigere, mit den USA über seine ballistischen Raketen zu sprechen.
Das ist ein großes Problem.
Marco Rubio, Nationaler Sicherheitsberater der USA
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