Atomstreit mit Iran:Witkoff: Trump wundert sich über ausbleibende "Kapitulation"
Donald Trump hatte Irans Regierung ein Ultimatum wegen ihres Atomprogramms gesetzt. Laut Sondergesandtem Witkoff wundert sich der US-Präsident nun über die Reaktion Teherans.
Not amused: Donald Trumo wundert sich über die ausbleibende Kapitulation des Iran (Archivbild)
Quelle: dpaUS-Präsident Donald Trump wundert sich nach den Worten seines Sondergesandten Steve Witkoff darüber, dass Iran trotz des verstärkten US-Militäraufgebots in der Region und fortgesetzter Drohungen nicht "kapituliert".
Der Präsident sei "neugierig" auf die Haltung der iranischen Regierung, nachdem er dem Land im Fall einer ausbleibenden Einigung über das iranische Atomprogramm mit ernsten Konsequenzen gedroht hatte, sagte Witkoff am Samstag (Ortszeit) in einem Interview mit Trumps Schwiegertochter Lara Trump im Sender Fox News.
Die iranische Seite versuche die Verhandlungen systematisch in die Länge zu ziehen, sagt Nahost-Experte Schindler. Uneinigkeit bestehe schon bei den Themen, die besprochen werden sollen.
17.02.2026 | 6:30 min"Ich will nicht das Wort 'frustriert' benutzen, weil er weiß, dass er zahlreiche Alternativen hat, aber er ist neugierig, warum sie nicht - ich will nicht 'kapituliert' sagen, aber warum sie nicht kapituliert haben", sagte Witkoff. "Unter all diesem Druck, angesichts der Seestreitkräfte dort drüben - warum sind sie nicht auf uns zugekommen?", führte der Sondergesandte weiter aus. Es sei "irgendwie hart", die iranische Führung zum Einlenken zu bewegen.
Trump erwägt Angriff auf Iran, Deadline bis Anfang März
Die USA haben ihre Militärpräsenz in der Golfregion zuletzt massiv ausgeweitet. US-Präsident Trump erwägt nach eigenen Angaben einen "begrenzten Militärangriff" auf Iran, falls es im Atomstreit zwischen Teheran und Washington zu keiner Einigung kommen sollte.
Sowohl die Rhetorik der USA als auch die militärischen Vorbereitungen würden für einen amerikanischen Militärschlag gegen Iran sprechen, sagt ZDF-Korrespondent David Sauer.
17.02.2026 | 12:22 minVor wenigen Tagen hatte Trump dem Iran eine Frist bis Anfang März gesetzt. Nach Angaben des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi will Teheran in den kommenden Tagen einen Entwurf für ein Abkommen mit den USA vorlegen.
Angesichts der wachsenden Spannungen zwischen Washington und Teheran riefen Serbien und Schweden ihre Staatsbürger am Wochenende zur sofortigen Ausreise aus dem Iran auf. Für deutsche Staatsangehörige gilt bereits seit Längerem eine Reisewarnung für den Iran und eine Aufforderung zur Ausreise.
Der iranische Außenminister wirkte sehr zufrieden mit dem Verlauf der Gespräche, sagt ZDF-Korrespondentin Phoebe Gaa. Auf die russische Unterstützung könne sich Iran auf jeden Fall verlassen.
17.02.2026 | 7:40 minStreit um Irans Streben nach Atomwaffen
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