Atomstreit: Trump wundert sich laut Witkoff über Iran

USA-Iran-Gespräche wohl am Donnerstag:Witkoff: Trump wundert sich über ausbleibende "Kapitulation"

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Die Gespräche über Teherans Atomprogramm werden laut Omans Außenminister am Donnerstag in Genf fortgesetzt. Zuvor zeigte sich Trump verwundert, dass Teheran nicht "kapituliert".

US-Präsident Donald Trump im Rossevelt Room des Weißen Hauses. (Archiv)

Not amused: Donald Trump wundert sich über die ausbleibende Kapitulation des Iran (Archivbild)

Quelle: dpa

Die Gespräche zwischen den USA und Iran über das Atomprogramm Teherans werden wohl am Donnerstag in Genf fortgesetzt. Der Außenminister des Omans, Badr al-Busaidi, teilte am Sonntag in den sozialen Medien mit, er freue sich, das Datum bestätigen zu können und werde sich mit Nachdruck für den erfolgreichen Abschluss eines Abkommens einsetzen.

Der Oman hatte bereits in der vergangenen Woche die Verhandlungen in Genf moderiert. US-Präsident Donald Trump hat wiederholt gedroht, den Iran mit Gewalt zu zwingen, sein Atomprogramm einzuschränken. Teheran erklärte, dass es in einem solchen Fall mit einem Gegenangriff reagieren werde. Die USA haben ihre Streitkräfte in der Region verstärkt.

Nahost-Experte Hans-Jakob Schindler

Die iranische Seite versuche die Verhandlungen systematisch in die Länge zu ziehen, sagt Nahost-Experte Schindler. Uneinigkeit bestehe schon bei den Themen, die besprochen werden sollen.

17.02.2026 | 6:30 min

Trump droht Iran mit Konsequenzen

Zuvor zeigte sich Trump nach Angaben seines Sondergesandten Steve Witkoff verwundert, dass Iran trotz des verstärkten US-Militäraufgebots und anhaltender Drohungen nicht "kapituliert".

Der Präsident sei "neugierig" auf die Haltung der iranischen Regierung, nachdem er dem Land im Fall einer ausbleibenden Einigung über das iranische Atomprogramm mit ernsten Konsequenzen gedroht hatte, sagte Witkoff am Samstag (Ortszeit) in einem Interview mit Trumps Schwiegertochter Lara Trump im Sender Fox News.

Ich will nicht das Wort 'frustriert' benutzen, weil er weiß, dass er zahlreiche Alternativen hat, aber er ist neugierig, warum sie nicht - ich will nicht 'kapituliert' sagen, aber warum sie nicht kapituliert haben

Steve Witkoff, US-Sondergesandter

"Unter all diesem Druck, angesichts der Seestreitkräfte dort drüben - warum sind sie nicht auf uns zugekommen?", führte der Sondergesandte weiter aus. Es sei "irgendwie hart", die iranische Führung zum Einlenken zu bewegen.

Trump erwägt Angriff auf Iran, Deadline bis Anfang März

Die USA haben ihre Militärpräsenz in der Golfregion zuletzt massiv ausgeweitet. US-Präsident Trump erwägt nach eigenen Angaben einen "begrenzten Militärangriff" auf Iran, falls es im Atomstreit zwischen Teheran und Washington zu keiner Einigung kommen sollte.

ZDF-Korrespondent David Sauer in Washington

Sowohl die Rhetorik der USA als auch die militärischen Vorbereitungen würden für einen amerikanischen Militärschlag gegen Iran sprechen, sagt ZDF-Korrespondent David Sauer.

17.02.2026 | 12:22 min

Vor wenigen Tagen hatte Trump dem Iran eine Frist bis Anfang März gesetzt. Nach Angaben des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi will Teheran in den kommenden Tagen einen Entwurf für ein Abkommen mit den USA vorlegen.

Angesichts der wachsenden Spannungen zwischen Washington und Teheran riefen Serbien und Schweden ihre Staatsbürger am Wochenende zur sofortigen Ausreise aus dem Iran auf. Für deutsche Staatsangehörige gilt bereits seit Längerem eine Reisewarnung für den Iran und eine Aufforderung zur Ausreise.

ZDF-Korrespondentin Phoebe Gaa in Teheran

Der iranische Außenminister wirkte sehr zufrieden mit dem Verlauf der Gespräche, sagt ZDF-Korrespondentin Phoebe Gaa. Auf die russische Unterstützung könne sich Iran auf jeden Fall verlassen.

17.02.2026 | 7:40 min

Streit um Irans Streben nach Atomwaffen

Die USA und Iran hatten Anfang Februar unter Vermittlung des Oman Verhandlungen über das iranische Atomprogramm wieder aufgenommen. Es waren die ersten Gespräche seit dem zwölftägigen Krieg zwischen Israel und dem Iran im Juni 2025, bei dem die USA an der Seite Israels eingriffen und mehrere iranische Atomanlagen bombardierten.

Die USA und andere westliche Länder werfen Iran vor, nach Atomwaffen zu streben. Teheran weist dies zurück und beharrt auf seinem Recht, Uran für zivile Zwecke anzureichern.

Links Donald Trump mit erhobener Faust als Schatten vor US-Flagge, darunter Schriftzug: "Trumps Iran-Deal", rechts Frau auf der Straße.

Die USA und Iran verhandeln erneut über einen Atom-Deal – doch Trump droht schon mit Konsequenzen. Was steckt dahinter? Eskalation, Regimechange oder echte Diplomatie?

17.02.2026 | 53:06 min

Quelle: AFP, AP
Über dieses Thema berichtete das ZDF mehrfach, unter anderem bei ZDFheute live in der Sendung "Gespräche zwischen Iran und USA: Annäherung oder Angriff?" am 17.02.2026 ab 19:30 Uhr.

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