Atomstreit: Trump setzt Iran Frist von maximal 15 Tagen

Für Einigung im Atomstreit:Trump setzt Iran Frist von maximal 15 Tagen

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Trump fordert binnen maximal 15 Tagen einen Deal im Atomstreit mit Iran - und droht bei einem Scheitern mit "unglücklichen Konsequenzen".

ZDF-Korrespondent David Sauer in Washington

Sowohl die Rhetorik der USA als auch die militärischen Vorbereitungen würden für einen amerikanischen Militärschlag gegen Iran sprechen, sagt ZDF-Korrespondent David Sauer.

17.02.2026 | 12:22 min

Im Konflikt mit Iran hat US-Präsident Donald Trump eine Frist für einen Deal genannt. Vor Journalisten sagte er auf einem Flug mit der Air Force One, dass 10 bis 15 Tage ausreichend seien. Das sei "so ziemlich das Maximum".

Entweder wir erzielen eine Einigung oder es wird für sie bedauerlich.

Donald Trump, US-Präsident

Auf die Frage eines Reporters dazu, was das Ziel eines US-Angriffs in Iran sein könnte, wollte sich der US-Präsident in der Air Force One nicht äußern. "Darüber werde ich mit Ihnen nicht sprechen. Entweder wir kommen zu einer Einigung, oder es wird für sie unglücklich enden."

White-House-Sprecherin Karoline Leavitt spricht bei einer Pressekonferenz im Brady Press Briefing Room des Weißen Hauses in Washington, D.C.

Die Gespräche zwischen den USA und Iran verlaufen bislang erfolgslos - die US-Regierung droht erneut mit einem Militäreinsatz. Ab dem Wochenende sei ein Angriff jederzeit möglich, so US-Medien.

19.02.2026 | 0:29 min

Trump erhöht den Druck auf Teheran für Einigung

Am Vormittag hatte Trump die Führung in Teheran bereits gewarnt: Sollte sie sich nicht auf einen Deal einlassen, werde es "einen sehr anderen Weg" geben, drohte Trump bei der ersten Sitzung seines umstrittenen "Friedensrats".

In welche Richtung es gehen wird, werde die Welt "wahrscheinlich in den nächsten zehn Tagen herausfinden", sagte er zu diesem Zeitpunkt.

US-Präsident pocht auf Deal zu Irans Atomprogramm

Mit Blick auf die laufenden Verhandlungen sagte Trump, es gebe "gute Gespräche". Er bekräftigte jedoch: "Sie dürfen keine Atomwaffe haben - man kann keinen Frieden im Nahen Osten haben, wenn sie eine Atomwaffe haben." Zugleich betonte er, dass es nicht einfach sei, einen aus seiner Sicht guten Deal zu machen. Eine Einigung sei aber zwingend notwendig:

Wir müssen einen bedeutenden Deal machen, sonst passieren schlechte Dinge.

Donald Trump, US-Präsident

Verhandlungen zwischen USA und Iran in Genf

Der Iran dämpft nach der zweiten Verhandlungsrunde mit den USA in Genf die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch. Die Menschen in Teheran schwanken zwischen Sorge und Hoffnung.

17.02.2026 | 1:50 min

Parallel zu Gesprächen bauen die USA und Iran Drohkulisse weiter aus

Bei den indirekten Verhandlungen zwischen den USA und Iran geht es vor allem um Irans umstrittenes Atomprogramm. Die USA und Iran hatten Anfang Februar unter Vermittlung des Oman die Verhandlungen über das Programm wieder aufgenommen.

Eine zweite Runde indirekter Gespräche hatte am Dienstag in Genf stattgefunden. Parallel zu den Verhandlungen bauten die USA ihre Militärpräsenz massiv aus. Um den Druck auf Teheran zu erhöhen, entsandte Trump einen zweiten Flugzeugträger in die Region.

Auch die Führung in Teheran bereite sich auf einen Krieg vor, falls die Verhandlungen mit den USA scheitern sollten, berichtete das "Wall Street Journal".

Schaltgespräch Phoebe Gaa

In Genf wurde unter Vermittlung Omans über das iranische Atomprogramm verhandelt. ZDF-Korrespondentin Phoebe Gaa mit einer Einschätzung aus Teheran.

17.02.2026 | 1:24 min

Trump verstärkt seit Niederschlagung der Massenproteste in Iran Militärpräsenz

Die USA wollen verhindern, dass die Führung in Teheran in den Besitz von Atomwaffen gelangt. Irans Regierung zeigt sich bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen, fordert im Gegenzug jedoch die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen. Andere Themen wie eine Begrenzung seines Raketenprogramms zu diskutieren, schließt Teheran bislang aus.

Im Januar ließ Irans Staatsapparat Massenproteste im eigenen Land brutal niederschlagen. Trump drohte der iranischen Führung daraufhin mit einem Eingreifen und ließ die Militärpräsenz im Nahen Osten verstärken.

Links Donald Trump mit erhobener Faust als Schatten vor US-Flagge, darunter Schriftzug: "Trumps Iran-Deal", rechts Frau auf der Straße.

Die USA und Iran verhandeln erneut über einen Atom-Deal – doch Trump droht schon mit Konsequenzen. Was steckt dahinter? Eskalation, Regimechange oder echte Diplomatie?

17.02.2026 | 53:06 min

Quelle: dpa, AP, AFP
Über dieses Thema berichtete das ZDF in mehreren Sendungen, darunter die heute-Sendung am 17.02.2026 ab 19:00 Uhr und die heute-Sendung am 19.02.2026 ab 19:00 Uhr.

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