Für Einigung im Atomstreit:Trump setzt Iran Frist von maximal 15 Tagen
Trump fordert binnen maximal 15 Tagen einen Deal im Atomstreit mit Iran - und droht bei einem Scheitern mit "unglücklichen Konsequenzen".
Sowohl die Rhetorik der USA als auch die militärischen Vorbereitungen würden für einen amerikanischen Militärschlag gegen Iran sprechen, sagt ZDF-Korrespondent David Sauer.
17.02.2026 | 12:22 minIm Konflikt mit Iran hat US-Präsident Donald Trump eine Frist für einen Deal genannt. Vor Journalisten sagte er auf einem Flug mit der Air Force One, dass 10 bis 15 Tage ausreichend seien. Das sei "so ziemlich das Maximum".
Entweder wir erzielen eine Einigung oder es wird für sie bedauerlich.
Donald Trump, US-Präsident
Auf die Frage eines Reporters dazu, was das Ziel eines US-Angriffs in Iran sein könnte, wollte sich der US-Präsident in der Air Force One nicht äußern. "Darüber werde ich mit Ihnen nicht sprechen. Entweder wir kommen zu einer Einigung, oder es wird für sie unglücklich enden."
Die Gespräche zwischen den USA und Iran verlaufen bislang erfolgslos - die US-Regierung droht erneut mit einem Militäreinsatz. Ab dem Wochenende sei ein Angriff jederzeit möglich, so US-Medien.
19.02.2026 | 0:29 minTrump erhöht den Druck auf Teheran für Einigung
Am Vormittag hatte Trump die Führung in Teheran bereits gewarnt: Sollte sie sich nicht auf einen Deal einlassen, werde es "einen sehr anderen Weg" geben, drohte Trump bei der ersten Sitzung seines umstrittenen "Friedensrats".
In welche Richtung es gehen wird, werde die Welt "wahrscheinlich in den nächsten zehn Tagen herausfinden", sagte er zu diesem Zeitpunkt.
US-Präsident pocht auf Deal zu Irans Atomprogramm
Mit Blick auf die laufenden Verhandlungen sagte Trump, es gebe "gute Gespräche". Er bekräftigte jedoch: "Sie dürfen keine Atomwaffe haben - man kann keinen Frieden im Nahen Osten haben, wenn sie eine Atomwaffe haben." Zugleich betonte er, dass es nicht einfach sei, einen aus seiner Sicht guten Deal zu machen. Eine Einigung sei aber zwingend notwendig:
Wir müssen einen bedeutenden Deal machen, sonst passieren schlechte Dinge.
Donald Trump, US-Präsident
Der Iran dämpft nach der zweiten Verhandlungsrunde mit den USA in Genf die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch. Die Menschen in Teheran schwanken zwischen Sorge und Hoffnung.
17.02.2026 | 1:50 minParallel zu Gesprächen bauen die USA und Iran Drohkulisse weiter aus
Bei den indirekten Verhandlungen zwischen den USA und Iran geht es vor allem um Irans umstrittenes Atomprogramm. Die USA und Iran hatten Anfang Februar unter Vermittlung des Oman die Verhandlungen über das Programm wieder aufgenommen.
Eine zweite Runde indirekter Gespräche hatte am Dienstag in Genf stattgefunden. Parallel zu den Verhandlungen bauten die USA ihre Militärpräsenz massiv aus. Um den Druck auf Teheran zu erhöhen, entsandte Trump einen zweiten Flugzeugträger in die Region.
Auch die Führung in Teheran bereite sich auf einen Krieg vor, falls die Verhandlungen mit den USA scheitern sollten, berichtete das "Wall Street Journal".
In Genf wurde unter Vermittlung Omans über das iranische Atomprogramm verhandelt. ZDF-Korrespondentin Phoebe Gaa mit einer Einschätzung aus Teheran.
17.02.2026 | 1:24 minTrump verstärkt seit Niederschlagung der Massenproteste in Iran Militärpräsenz
Die USA wollen verhindern, dass die Führung in Teheran in den Besitz von Atomwaffen gelangt. Irans Regierung zeigt sich bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen, fordert im Gegenzug jedoch die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen. Andere Themen wie eine Begrenzung seines Raketenprogramms zu diskutieren, schließt Teheran bislang aus.
Im Januar ließ Irans Staatsapparat Massenproteste im eigenen Land brutal niederschlagen. Trump drohte der iranischen Führung daraufhin mit einem Eingreifen und ließ die Militärpräsenz im Nahen Osten verstärken.
Die USA und Iran verhandeln erneut über einen Atom-Deal – doch Trump droht schon mit Konsequenzen. Was steckt dahinter? Eskalation, Regimechange oder echte Diplomatie?
17.02.2026 | 53:06 minMehr zur Situation zwischen den USA und Iran
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