Iran: Im Fall eines Angriffs folgt "entschlossene" Reaktion

Konflikt mit den USA:Iran: Im Fall eines Angriffs folgt "entschlossene" Reaktion

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Im Konflikt um sein Atomprogramm betont Iran eine diplomatische Lösung. Doch sollten die USA angreifen, werde "angemessen" reagiert, heißt es in einem Brief vom Botschafter.

White-House-Sprecherin Karoline Leavitt spricht bei einer Pressekonferenz im Brady Press Briefing Room des Weißen Hauses in Washington, D.C.

Die Gespräche zwischen den USA und Iran verlaufen bislang erfolgslos - die US-Regierung droht erneut mit einem Militäreinsatz. Ab dem Wochenende sei ein Angriff jederzeit möglich, so US-Medien.

19.02.2026 | 0:29 min

Angesichts einer möglichen militärischen Eskalation im Konflikt zwischen Washington und Teheran hat Iran für den Fall eines Angriffs mit "entschlossenen und angemessenen" Gegenmaßnahmen gedroht.

Dabei würden "alle Stützpunkte, Einrichtungen und Vermögenswerte der feindlichen Streitkräfte in der Region (...) legitime Ziele darstellen", heißt es in einem Brief des iranischen Botschafters bei den Vereinten Nationen an UN-Generalsekretär António Guterres. Das US-Militär unterhält im Nahen Osten eine Reihe Stützpunkte mit insgesamt Zehntausenden Soldaten.

SGS Bates Iran

Der Iran sei laut US-Vize Vance wohl "noch nicht bereit, einige von Trumps roten Linien anzuerkennen", so ZDF-Korrespondentin Claudia Bates zu den Atomgesprächen in Genf.

18.02.2026 | 2:49 min

Iran beteuert Bereitschaft zu diplomatischer Lösung

Zugleich betonte Irans diplomatische Vertretung, dass das Land "weder Spannungen noch Krieg anstrebt und keinen Krieg beginnen wird". In dem Schreiben beteuerte Iran seine Bereitschaft, weiter an einer diplomatischen Einigung zu arbeiten. Im Konflikt um das iranische Atomprogramm sei es durchaus möglich, "eine dauerhafte und ausgewogene Lösung zu erreichen".

Trump setzt Frist für Abkommen über Atomprogramm

Am Donnerstag hatte US-Präsident Donald Trump eine Frist für ein Abkommen mit Iran genannt und zehn bis 15 Tage als ausreichend bewertet. Das sei "so ziemlich das Maximum". Zugleich drohte er: "Entweder wir erzielen eine Einigung oder es wird für sie bedauerlich." Kurz zuvor hatte Trump bereits gewarnt, die Welt werde "wahrscheinlich in den nächsten zehn Tagen herausfinden", in welche Richtung es mit dem Iran gehen werde.

Bei den Verhandlungen geht es um Irans umstrittenes Atomprogramm. Die USA wollen verhindern, dass die Islamische Republik in den Besitz von Atomwaffen gelangt. Irans Regierung zeigt sich bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen, fordert im Gegenzug jedoch die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen. Das Verhandeln über andere Themen wie eine Begrenzung seines Raketenprogramms schließt der Iran bislang aus. Teheran beteuert, das Atomprogramm diene zivilen Zwecken, nicht der Entwicklung von Atomwaffen.

Links Donald Trump mit erhobener Faust als Schatten vor US-Flagge, darunter Schriftzug: "Trumps Iran-Deal", rechts Frau auf der Straße.

Die USA und Iran verhandeln erneut über einen Atom-Deal – doch Trump droht schon mit Konsequenzen. Was steckt dahinter? Eskalation, Regimechange oder echte Diplomatie?

17.02.2026 | 53:06 min

Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete das ZDF in mehreren Sendungen, darunter die heute-Sendung am 17.02.2026 ab 19:00 Uhr und die heute-Sendung am 19.02.2026 ab 19:00 Uhr.

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