Warnung vor Risiken eines Iran-Einsatzes? Trump wehrt ab

Berichte zu US-Generalstabschef :Warnung vor Risiken eines Iran-Einsatzes? Trump wehrt ab

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US-Generalstabschef Caine soll den US-Präsidenten vor Risiken eines Militäreinsatzes in Iran gewarnt haben. Trump dementiert - diese Berichte seien zu "100 Prozent falsch".

Der Vorsitzende der gemeinsamen Stabschefs, General Dan Caine, spricht während einer Pressekonferenz mit Präsident Trump in Mar-a-Lago.

US-Generalstabschef Caine soll US-Präsident Trump vor Risiken bei einem Militäreinsatz in Iran gewarnt haben. Trump dementiert dies und wirft den US-Medien vor, absichtlich falsch zu berichten.

24.02.2026 | 0:34 min

US-Generalstabschef Dan Caine hat Präsident Donald Trump und sein Team Medienberichten zufolge vor möglichen Risiken eines Militäreinsatzes in Iran gewarnt. Das sei "zu 100 Prozent falsch", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social und stellte klar: Er sei es, der solche Entscheidungen treffe.

ZDF-Korrespondent David Sauer in Washington

Sowohl die Rhetorik der USA als auch die militärischen Vorbereitungen würden für einen amerikanischen Militärschlag gegen Iran sprechen, sagt ZDF-Korrespondent David Sauer.

17.02.2026 | 12:22 min

US-Medienberichte: US-Generalstabschef warnt vor Risiken

US-Medien wie das Nachrichtenportal "Axios" und die "Washington Post" hatten über die Besorgnis und Warnungen von Generalstabschef Caine berichtet - unter Berufung auf informierte Kreise.

"Axios" zufolge bezieht sich Caines Warnung vor allem auf das Risiko, im Falle eines Militäreinsatzes in Iran in einen langwierigen Konflikt verwickelt zu werden. Demnach sollen zudem der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, die derzeit Atomgespräche mit Teheran führen, den US-Präsidenten dazu gedrängt haben, von Angriffen abzusehen und der Diplomatie eine Chance zu geben.

Nach Informationen der "Washington Post" sieht Caine auch in Versorgungsengpässen bei wichtigen Waffen ein erhebliches Risiko für einen Militäreinsatz und daran beteiligte US-Soldaten. Demnach äußerte der Generalstabschef seine Besorgnis vergangene Woche bei einem Treffen mit Trump und dessen Beratern im Weißen Haus.

SGS Gaa Iran

Nach den Verhandlungen mit den USA habe sich Irans Außenminister zufrieden gezeigt, so Phoebe Gaa. Er habe aber auch gesagt, dass nicht mit schnellen Ergebnissen zu rechnen sei.

17.02.2026 | 2:12 min

Jeder größere Einsatz gegen Iran sei nach Caines Einschätzung mit Herausforderungen verbunden, weil die Waffenbestände der USA durch Washingtons Unterstützung Israels und der Ukraine geschmälert worden seien.

Auch das "Wall Street Journal" berichtete, sowohl der ranghohe General als auch andere Pentagon-Vertreter hätten vor Risiken eines US-Angriffs gewarnt. Demnach würden bei einem Einsatz hohe Verluste der US-Armee und verbündeter Streitkräfte drohen. Es bestehe zudem die Gefahr, dass die US-Luftabwehr bei einem Angriff auf Iran erschöpft werde.

Ein Junge gestikuliert hält ein Modell eines Raketenwerfers in der Hand, während Anhänger der jemenitischen Huthis sich zu einer antiisraelischen Kundgebung versammeln.

Seit Wochen drohen die USA Iran mit einem Militärschlag. Nun sprechen die Huthi-Rebellen aus Jemen von Vergeltung, sollten die USA tatsächlich angreifen.

21.02.2026 | 1:48 min

Trump droht: Ohne Atomdeal "schlechter Tag" für Iran

Trump warf den US-Medien vor, "absichtlich falsch" zu berichten. "General Caine möchte, wie wir alle, keinen Krieg sehen." Falls allerdings eine Entscheidung für ein militärisches Vorgehen getroffen werde, sei der Generalstabschef der Meinung, dass es leicht sein werde zu gewinnen. Caine habe nicht davon gesprochen, Iran nicht anzugreifen, erklärte Trump. "Er weiß nur eines: wie man gewinnt. Und wenn man ihm das aufträgt, wird er die Führung übernehmen."

Präsident Donald Trump spricht an Bord der Air Force One kurz vor dem Start am Donnerstag, dem 19. Februar 2026, auf der Joint Base Andrews in Maryland mit Reportern.

Im Streit um das Atomprogramm hat US-Präsident Trump Iran ein Ultimatum gesetzt: Sollte es in zehn bis 15 Tagen keine Einigung geben, würden dem Land sehr schlimme Dinge widerfahren, so Trump.

20.02.2026 | 0:22 min

Trump hob auch hervor, dass er derjenige sei, der die Entscheidungen treffe. Er bekräftige dabei seine bekannte Position, dass er einen Deal mit Iran bevorzuge, "aber, wenn wir keinen Deal machen, wird es ein sehr schlechter Tag für dieses Land" sein.

Atomgespräche sollen am Donnerstag weitergehen

Die USA und Iran hatten Anfang Februar unter Vermittlung des Oman Verhandlungen über das iranische Atomprogramm wieder aufgenommen. Es waren die ersten Gespräche seit dem zwölftägigen Krieg zwischen Israel und dem Iran im Juni 2025, bei dem die USA an der Seite Israels eingriffen und mehrere iranische Atomanlagen bombardierten.

Links Donald Trump mit erhobener Faust als Schatten vor US-Flagge, darunter Schriftzug: "Trumps Iran-Deal", rechts Frau auf der Straße.

Die USA und Iran verhandeln erneut über einen Atom-Deal – doch Trump droht schon mit Konsequenzen. Was steckt dahinter? Eskalation, Regimechange oder echte Diplomatie?

17.02.2026 | 53:06 min

Greifbare Fortschritte gibt es bislang nicht. Trotz beidseitiger Drohgebärden sollen die Atomgespräche am Donnerstag in Genf fortgeführt werden.

Seit Wochen droht Trump Iran mit einem militärischen Angriff, wenn Teheran keine Zugeständnisse bei einem neuen Atomabkommen mache. Zugleich verstärkte die US-Armee ihre Präsenz in der Golfregion.

Die USA und andere westliche Länder werfen Iran vor, nach Atomwaffen zu streben. Teheran weist dies zurück und beharrt auf seinem Recht, Uran für zivile Zwecke anzureichern.

Quelle: dpa, AFP
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 24.02.2026 um 11:48 Uhr im Beitrag "Berichte: US-Generalstabschef warnt Trump".

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