US-Militär schießt iranische Drohne im Arabischen Meer ab

Vor Gesprächen am Freitag:US-Militär schießt iranische Drohne ab

|

Kurz vor den neuen Verhandlungen zwischen Washington und Teheran meldet das US-Militär zwei Vorfälle im Arabischen Meer. Das geplante Treffen am Freitag soll trotzdem stattfinden.

Der Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" im Arabischen Meer.

Der Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln". (Archivbild)

Quelle: AFP

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben eine iranische Drohne abgeschossen. Das unbemannte Fluggerät habe sich dem Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" im Arabischen Meer aggressiv und mit "unklarer Absicht" genähert, teilte das US-Zentralkommando am Dienstag mit.

Daraufhin habe ein US-Kampfflugzeug die Schahed-139-Drohne etwa 800 Kilometer südlich der iranischen Küste abgeschossen. Auf US-Seite habe es weder Verletzte noch Schäden gegeben.

Es habe sich um einen Akt der Selbstverteidigung gehandelt, sagte ein Sprecher. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, bestätigte den Vorfall dem Sender Fox News. Die für diese Woche geplanten Verhandlungen mit Iran sollten jedoch wie vorgesehen stattfinden.

Elmar Theveßen | ZDF-Korrespondent in Washington

"Man weiß nicht, was losgetreten wird, wenn dieses Regime tatsächlich durch US-Militärschläge unter Druck gesetzt wird", berichtet ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen zu den Iran-Verhandlungen.

03.02.2026 | 3:30 min

Weiterer Vorfall wenige Stunden später

Stunden später bedrängten iranische Revolutionsgarden das Handelsschiff "Stena Imperative", wie das US-Militär mitteilte. Zwei Boote und eine iranische Drohne hätten sich dem Schiff mit hoher Geschwindigkeit genähert.

Die Truppen hätten gedroht, den Tanker zu entern und zu kapern. Der Zerstörer "USS McFaul" fuhr zum Einsatzort und eskortierte die "Stena Imperative" mit Luftunterstützung, wie es hieß. Das Handelsschiff befinde sich jetzt wieder auf sicherer Fahrt.

Nach Angaben der Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) wurde die "Stena Imperative" offenbar in iranischen Hoheitsgewässern bedrängt. Iran hatte in den vergangenen Tagen vor einem Seemanöver der paramilitärischen Revolutionsgarden gewarnt.

Für Freitag sind Gespräche zwischen den USA und Iran in der Türkei geplant.

Quelle: AP, Reuters
Über dieses Thema berichtete das ZDF-Morgenmagazin am 04.02.2026 ab 05:30 Uhr.

Mehr zu Iran

  1. Tim-Julian Schneider
    Update

    Update am Abend:USA und Iran vor neuen Atomgesprächen

    von Tim-Julian Schneider

  2. Iraner gehen am 31.01.2026 in der Nähe einer riesigen Anti-US-Plakatwand am Enqelab-Platz in Teheran, Iran, vorbei.
    Interview

    Spannungen in der Golfregion:Druck auf Iran: Kiesewetter rechnet mit US-Eingreifen

    mit Video5:23

  3. Eine iranische Nationalflagge weht vor dem Gebäude der Internationalen Atomenergiebehörde

    Nach EU-Einstufung der Revolutionsgarden:Iran erklärt EU-Streitkräfte zu "terroristischen Gruppen"

    mit Video0:31

  4. Sitzung des iranischen Parlaments

    Zwischen Kriegsdrohung und Gesprächen:Trump droht - Teheran signalisiert Verhandlungsbereitschaft

    mit Video28:15