Israel: Auswärtiges Amt rät "dringend" von Reisen ab

Spannungen zwischen Iran und USA:Auswärtiges Amt rät "dringend" von Reisen nach Israel ab

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Wegen einer "angespannten Sicherheitslage in der Region" rät Berlin von Reisen nach Israel ab. Zuvor hatten bereits die USA ihrem Botschaftspersonal die Ausreise freigestellt.

Das Auswärtige Amt in Berlin

Das Auswärtige Amt rät von Reisen nach Israel ab. (Symbolbild)

Quelle: Imago

Angesichts wachsender Spannungen zwischen den USA und Iran rät die Bundesregierung "dringend" von Reisen nach Israel ab. Das Auswärtige Amt (AA) passte am Abend seine Reise- und Sicherheitshinweise für das Land an. "Von Reisen nach Israel sowie nach Ostjerusalem wird dringend abgeraten", heißt es auf der Homepage des AA. Israel befinde sich weiterhin "formell im Kriegszustand".

Hintergrund ist der Konflikt zwischen den USA und Iran. Sollten die USA in Iran angreifen, wird damit gerechnet, dass Teheran Ziele in Israel attackiert.

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"Die Sicherheitslage in der Region ist angespannt und zunehmend volatil", heißt es auf der Homepage des AA weiter. "Bei einer Eskalation könnte es auch in Israel und den Palästinensischen Gebieten ohne Vorwarnung zu sicherheitsrelevanten Vorfällen kommen." Zudem müsse jederzeit mit Einschränkungen des Flugverkehrs gerechnet werden: Flüge könnten storniert werden, und auch längerfristige Sperrungen des Luftraums seien möglich.

USA stellen Botschaftspersonal Ausreise aus Israel frei

Zuvor hatten bereits die USA einem Teil ihres Botschaftspersonals die Ausreise aus Israel genehmigt. Nicht für den Notfall benötigtes Personal sowie alle Angehörigen von Botschaftsmitarbeitern könnten das Land verlassen, teilte die US-Botschaft in Israel mit. Das US-Außenministerium genehmige dies "aufgrund von Sicherheitsrisiken", hieß es.

Weitere Einschränkungen für Regierungsmitarbeiter und Angehörige seien möglich - so könnten Reisen in bestimmte Gebiete Israels etwa untersagt werden. Personen sollten erwägen, Israel zu verlassen, solange noch kommerzielle Flüge verfügbar sind.

Der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, empfahl laut der "New York Times" all seinen Mitarbeitern, die Israel verlassen wollen, dies noch heute zu tun. Er habe am Vormittag eine entsprechende E-Mail verschickt.

Schaltgespräch Christian Sievers mit Phoebe Gaa und Claudia Bates

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USA-Iran-Gespräche in Genf ohne Abkommen beendet

Zuvor hatten Vertreter der USA und Irans Gespräche über das iranische Atomprogramm in Genf ohne Abkommen beendet.

Der vermittelnde omanische Außenminister Badr al-Bussaidi teilte aber mit, dass es "erhebliche Fortschritte" gegeben habe und für kommende Woche in Wien, dem Sitz der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, technische Gespräche auf niedrigerer Ebene geplant seien.

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Das US-Außenministerium kündigte für Montag unterdessen einen Besuch von Außenminister Marco Rubio in Israel an. Er werde am Montag und Dienstag in dem Land sein, hieß es. Dabei werde es um "eine Reihe regionaler Prioritäten" gehen, zu denen "der Iran, Libanon und andauernde Bemühungen, den 20-Punkte-Friedensplan von Präsident Trump für Gaza umzusetzen", gehörten. Weitere Details wurden nicht genannt.

Quelle: dpa, AFP, AP, Reuters
Über dieses Thema berichteten am 27.02.2026 mehrere Sendungen, unter anderem heute ab 19:00 Uhr, heute Xpress ab 09:00 Uhr und heute journal update ab 00:36 Uhr.

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