Sprecher des US-Außenministeriums:USA: Libanon und Israel verlängern Waffenruhe um 45 Tage
Israel und der Libanon haben sich auf eine Verlängerung ihrer Waffenruhe um 45 Tage geeinigt. Zuletzt hatte es trotz einer Vereinbarung immer wieder Gefechte gegeben.
Der Beschuss zwischen Israel und Hisbollah wurde zuletzt trotz Waffenruhevereinbarung von beiden Seiten fortgesetzt.
Quelle: ABBAS FAKIH/ AFPDie aktuell geltende Waffenruhe zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon und Israel soll nach US-Angaben um 45 Tage verlängert werden. Das teilte ein Sprecher des US-Außenministeriums auf der Plattform X mit.
Tommy Pigott auf X
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Die Verlängerung der Waffenruhe wurde an diesem Freitag nach einer dritten Gesprächsrunde zwischen israelischen und libanesischen Regierungsvertretern in Washington bekanntgegeben. Eine bisherige Frist wäre am Sonntag (17. Mai) abgelaufen.
Die libanesische Regierung ist allerdings selbst keine aktive Konfliktpartei. Israel liefert sich Gefechte mit der mit Iran verbündeten Hisbollah-Miliz im Libanon, die nicht mit am Tisch sitzt. Die Hisbollah äußerte sich zunächst nicht.
Trotz vereinbarter Waffenruhe beschießen sich Israel und die Hisbollah regelmäßig. Zwischendrin: Bewohner eines Kibbuz, die trotzdem versuchen, zur Normalität zurückzukehren.
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Zuletzt hatte man sich Mitte April erstmals auf eine Waffenruhe geeinigt. Der gegenseitige Beschuss zwischen Israel und der von Iran unterstützten Hisbollah wurde jedoch von beiden Seiten fortgesetzt. Im Libanon gibt es dabei weiterhin täglich Tote. Das israelische Militär hat auch weiterhin Truppen im Südlibanon stationiert. Dort kommt es immer noch zu direkten Kämpfen mit der Hisbollah.
Insbesondere im Südlibanon greift das israelische Militär täglich weiter auch aus der Luft an. Zuletzt griff die israelische Luftwaffe auch wieder in einem Vorort der Hauptstadt Beirut an und tötete dort eigenen Angaben zufolge den Kommandeur der Hisbollah-Eliteeinheit Radwan.
Nach Jahrzehnten unter dem Einfluss der Hisbollah regt sich Widerstand im Libanon. Die Menschen beginnen zu zweifeln am Versprechen der Miliz, nur sie könne den Libanon beschützen.
15.04.2026 | 11:41 minLibanon meldet 2.900 Tote in jüngster Eskalation
Laut der ursprünglichen Vereinbarung soll die libanesische Regierung die Hisbollah mit internationaler Hilfe daran hindern, vom Libanon aus Angriffe gegen israelische Ziele auszuführen. Israel soll zwar auf "offensive Militäroperationen" im Libanon verzichten, darf sich aber gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe verteidigen.
Bisher sind seit Ausbruch des erneuten Kriegs Anfang März im Libanon rund 2.900 Menschen getötet worden. Darunter sind auch zahlreiche Frauen und knapp 200 Kinder.
USA vermitteln zwischen Libanon und Israel
Seit Mitte April führen der Libanon und Israel zum ersten Mal seit Jahrzehnten direkte Gespräche auf politischer Ebene. Sie werden von den USA in Washington vermittelt. Israel strebt dabei langfristig einen Friedensprozess mit dem Libanon an. Es will vor allem auch eine dauerhafte Entwaffnung der Hisbollah durchsetzen.
Die libanesische Regierung pocht vor allem zunächst auf Deeskalation und eine dauerhafte Waffenruhe.
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