Update am Morgen: Libanons Kampf um Frieden

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Update am Morgen:Libanons Kampf um Frieden

von Shakuntala Banerjee

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Shakuntala Banerjee


Guten Morgen,

es könnte ein erster Schritt aus der Gewaltspirale sein: Die Gespräche, die die Regierungen des Libanon und Israels gerade begonnen haben. Erstmals seit Jahrzehnten reden beide Seiten direkt miteinander. Dass daraus Frieden wird, ist damit noch nicht gesagt. Denn im Libanon bestimmt bis heute nicht die Regierung die Geschicke des Landes - zumindest dann nicht, wenn sie dafür nicht die Zustimmung der von Iran gelenkten Hisbollah-Miliz hat.

Die terrorisiert seit Jahren nicht nur das Nachbarland Israel mit Angriffen, sondern auch die eigenen Mitbürger. Für Hisbollah-Chef Naim Kassem sind schon die israelisch-libanesischen Gespräche "eine Unterwerfung und eine Kapitulation". Wer im Libanon anders denkt, muss damit rechnen, selbst Opfer der von Iran gelenkten Terrorgruppe zu werden. Das gilt auch für die libanesische Regierung.

sgs bates sievers

Den Libanon von der Hisbollah zu befreien, darin seien sich die Verhandlungspartner wohl einig, sagt ZDF-Korrespondentin Claudia Bates. Doch der Libanon fordert zuerst eine Waffenruhe.

14.04.2026 | 2:08 min

In dieser Lage ist unsere Korrespondentin Golineh Atai in den Libanon gereist, um sich selbst ein Bild zu machen. Für das "auslandsjournal" (heute ab 22:15 Uhr streamen) traf sie Menschen, die von der Hisbollah als menschliche Schutzschilde missbraucht werden und dadurch ins Visier israelischer Raketen geraten.

Stets begleitet von den "Empfehlungen" und Drohungen der Hisbollah konnten sie und ihr Team dennoch einfangen, wie sehr das Land von den Kämpfen zwischen Israel und Hisbollah zerrieben wird - und wie unverhohlen Hisbollah-Funktionäre ihre Waffen oder sich selbst auch da verstecken, wo sie niemand haben will, zum Beispiel im Hotel, in dem auch unser Team unterkam.

Nicht alles, was das ZDF-Team erlebt hat, konnte es im Bild einfangen, und trotzdem hat Golineh Atai Menschen getroffen, die Klartext sprechen - und die hoffen, dass ein Frieden im Nahen Osten, egal wann er kommt, auch ihr Land einschließt.

Kommen Sie gut durch den Tag

Shakuntala Banerjee, Leiterin der Hauptredaktion Politik und Zeitgeschehen

Was im Iran-Krieg passiert ist

Trump glaubt an baldiges Ende des Iran-Kriegs: US-Präsident Donald Trump sieht den Krieg in Iran kurz vor dem Ende. "Ich glaube, er ist fast vorbei", sagt er dem US-Fernsehsender "Fox News". Er ergänzt: "Ich meine, ich sehe es so, dass er fast vorbei ist." Sollten die USA sich nun zurückziehen, würde der Iran 20 Jahre brauchen, um das Land wiederaufzubauen, sagt Trump.

UN-Generalsekretär Guterres warnt vor Aushöhlung des Völkerrechts: UN-Generalsekretär António Guterres hat vor einer Aushöhlung des Völkerrechts gewarnt und dabei vor allem auf den Konflikt im Nahen Osten verwiesen. Verletzungen des Völkerrechts trügen zu Instabilität und Misstrauen bei, sagte Guterres vor Reportern am UN-Sitz in New York.

Israelischer Botschafter schildert positives Gespräch mit Libanon: Die diplomatischen Gespräche zwischen Israel und dem Libanon sind aus Sicht des israelischen Botschafters in Washington, Jechiel Leiter, positiv verlaufen. Leiter sprach von mehreren Bereichen, in denen Übereinstimmung herrsche, unterstrich jedoch, dass der Libanon aus israelischer Sicht komplett unabhängig von Iran oder der mit Teheran verbündeten libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah betrachtet werden müsse.

Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zum Angriff auf Iran. Alle Berichte rund um Iran finden Sie auf unserer Themenseite.

Was heute noch wichtig ist

Ausblick

Themen: Der Lufthansa-Streik geht weiter - Klingbeil reist zum Treffen des Internationalen Währungsfonds - Das BVerfG urteilt zum Verbot von Leiharbeit in Schlachthöfen

15.04.2026 | 0:36 min

Arbeiterrechte in Fleischbetrieben: Das Bundesverfassungsgericht will seine Entscheidung zu einer Klage gegen Regelungen im Gesetz zur Sicherung von Arbeitnehmerrechten in der Fleischwirtschaft bekanntgeben. Im Fokus der Verfassungsbeschwerde steht das in der Corona-Pandemie eingeführte Verbot von Werkverträgen und Zeitarbeit und inwieweit das womöglich gegen die im Grundgesetz verankerte Berufsfreiheit verstößt.

Sudan-Konferenz in Berlin: Die Bundesregierung richtet eine internationale Sudan-Konferenz aus. Im Kern geht es darum, Aufmerksamkeit und mehr Hilfe für die Bevölkerung zu mobilisieren und Wege aus dem Krieg zu finden. Anlass ist der dritte Jahrestag des Kriegsbeginns in dem nordostafrikanischen Land.

Papst setzt Afrika-Besuch fort: Papst Leo XIV. wird in Kamerun erwartet, der zweiten Station seiner Afrika-Reise. Zum Auftakt steht in der Hauptstadt Jaunde eine Begegnung mit Präsident Paul Biya auf dem Programm. Er ist einer der dienstältesten Staatschefs der Welt und bereits seit 1982 an der Macht.

Ausführlich informiert

Im exklusiven Interview mit Maybrit Illner erklärt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, welche negativen Auswirkungen der Iran-Krieg auch auf sein Land hat. Für Deutschland gibt es Lob.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Gespräch mit ZDF-Moderatorin Maybrit Illner am Dienstag, den 14. April 2026, im Rahmen der deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen in Berlin.

maybrit illner, 14.04.2026, 17:58 Uhr

14.04.2026 | 36:11 min

Sport

Ein weiterer Schritt Richtung Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien ist der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gelungen. Die Frauen setzten sich am Abend gegen Österreich klar durch:

Die deutsche Nationalspielerin Vivien Endemann jubelt nach ihrem Treffer zum 2:0 in der WM-Qualifikation gegen Österreich zusammen mit ihrer Teamkollegin Elisa Senß

14.04.2026 | 8:45 min

Für viele ist es ein vorweggenommenes Finale, wenn am Abend der FC Bayern München Real Madrid zum Viertelfinal-Rückspiel der Champions League empfängt. Die Chancen auf das Weiterkommen des deutschen Rekordmeisters stehen gut, weiß unser Autor:

Zahl des Tages

100

Die Lufthansa feiert ihr Jubiläum unter schwierigen Vorzeichen: Gut 100 Jahre nach dem Start des ersten Linienflugs unter der Kranichmarke stehen heute am Frankfurter Flughafen die allermeisten Jets am Boden, weil erneut ein großer Teil des fliegenden Personals streikt.

Geparkte Lufthansa Maschinen stehen am Frankfurter Flughafen.

ZDFheute Xpress, 14.04.2026, 08:22 Uhr

14.04.2026 | 0:21 min

Pech gehabt

So hatte Max Giesinger sich seinen Wellness-Urlaub nicht vorgestellt. Der Sänger wollte eigentlich nur eine Kuh streicheln. Das Tier habe dann aber aus Versehen seinen Finger eingeklemmt:

Max Giesinger: Unfall beim Kuhstreicheln

heute in Deutschland, 14.04.2026, 17:10 Uhr

14.04.2026 | 0:31 min

Gesagt

Diese Inhalte sind irreführend und missbrauchen die aktuelle Situation rund um den gestrandeten Wal.

Till Backhaus (SPD), Umweltminister in Niedersachsen

Achtung: In sozialen Netzwerken kursieren im Zusammenhang mit dem vor der Insel Poel gestrandeten Wal falsche Informationen und Spendenaufrufe. Der Umweltminister rät, keine Zahlungen an Unbekannte zu leisten.

Weitere Schlagzeilen

Die Nachrichten im Video

heute Xpress

Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden

15.04.2026 | 2:44 min

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So wird das Wetter heute

Am Mittwoch überwiegen im Südosten und Süden die Wolken. Es bleibt aber weitgehend trocken. Sonst zeigt sich auch mal häufiger die Sonne. Die Höchstwerte liegen zwischen 15 und 20 Grad. Nur an der Ostsee und im Bergland bleibt es kühler.

Den aktuellen Wetterbericht der ZDF-Meteorologen finden Sie jederzeit auf unserer Übersichtsseite.

Das Wetter am Mittwoch 15.04.2026

Quelle: ZDF

Zusammengestellt von David Metzmacher

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