Buckelwal in der Ostsee: Warnung vor falschen Spendenaufrufen

Umweltminister warnt:Falsche Spendenaufrufe für gestrandeten Buckelwal

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Betrüger nutzen den gestrandeten Wal vor Poel offenbar für falsche Spendenkampagnen. Der Umweltminister rät, keine Zahlungen an Unbekannte zu leisten.

Mecklenburg-Vorpommern, Wismar: Der Buckelwal liegt weiterhin vor der Insel Poel.

Der Buckelwal liegt weiterhin vor der Insel Poel. Er atmet noch.

Quelle: dpa

In sozialen Netzwerken kursieren im Zusammenhang mit dem vor der Insel Poel gestrandeten Wal nach Angaben des Umweltministeriums falsche Informationen und Spendenaufrufe. Umweltminister Till Backhaus (SPD) kritisierte:

Diese Inhalte sind irreführend und missbrauchen die aktuelle Situation rund um den gestrandeten Wal.

Till Backhaus (SPD), Umweltminister

Es handele sich hierbei nicht um offizielle Maßnahmen oder genehmigte Spendenaktionen. Die Beiträge seien emotional aufgeladen und nutzten die Betroffenheit über den gestrandeten Wal aus.

Demonstranten setzen sich für Walrettung ein

Es gibt auch echte Unterstützung: Menschen demonstrierten an verschiedenen Orten für die Rettung des gestrandeten Buckelwals vor Poel. Eine Schwimmerin soll von einer Fähre gesprungen sein, um sich dem Tier zu nähern.

13.04.2026 | 2:21 min

Manipulierte Inhalte im Netz

Backhaus wies ausdrücklich darauf hin, dass das Umweltministerium zu keinen Spendenkampagnen aufgerufen habe. Er empfahl, verdächtige Inhalte sofort der Polizei zu melden und keine Zahlungen an unbekannte Organisationen oder über Links in den sozialen Netzwerken zu leisten. Auf einer Online-Plattform wird den Angaben zufolge eine Nachricht verbreitet, die falsche Informationen sowie falsche Spendenaufrufe, angeblich auch von behördlicher Seite, enthält.

Falsche Expertenmeinungen

Auch kursierten im Internet derzeit Inhalte, in denen angebliche Expertenmeinungen, gefälschte Unterschriften sowie manipulierte Dokumente verwendet würden. Teilweise kämen auch KI-generierte Videos, in denen Falschinformationen über die Rettung des Wals behauptet werden, zum Einsatz. Der kranke und geschwächte Wal liegt seit dem 31. März vor der Insel Poel fest. Experten gehen davon aus, dass er dort stirbt.

Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete "hallo Deutschland" am 13.04.2026 ab 17:10 Uhr.

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