Steinmeier will mit Experten sprechen:Gestrandeter Buckelwal atmet noch
Der Wal in der Bucht vor Poel lebt noch. Berater gehen davon aus, dass sich Wasser in seiner Lunge sammelt. Am Donnerstag will sich Präsident Steinmeier mit Experten austauschen.
Menschen demonstrieren an verschiedenen Orten für die Rettung des gestrandeten Buckelwals vor Poel. Eine Schwimmerin soll von einer Fähre gesprungen sein, um sich dem Tier zu nähern.
13.04.2026 | 2:21 minDer verirrte und gestrandete Buckelwal in der Ostsee lebt noch, das geht aus Livestream-Bildern hervor. "Die Lage ist unverändert. Die Streifen konnten in der Nacht nicht feststellen, ob der Wal noch atmet. Aber über den Stream sieht man, dass er noch atmet", sagte ein Sprecher des Umweltministeriums an diesem Dienstagmorgen.
Till Backhaus, Umweltminister in Mecklenburg-Vorpommern (SPD), hatte am Montag mitgeteilt, dass wissenschaftliche Berater davon ausgehen, "dass sich Wasser in der Lunge des Wals sammelt."
Bucht bei Poel: Protestaktionen für gestrandetes Tier
Nachdem am Abend bei einer Demonstration für den gestrandeten Wal in der Bucht bei Poel mehrere Teilnehmer in einen Sperrbereich eingedrungen waren, habe es im weiteren Verlauf keine weiteren Aktionen gegeben, sagte der Sprecher weiter. "Danach ist über Nacht alles ruhig geblieben."
Die Polizei hat rund um die Bucht, in der das sterbende Tier im flachen Wasser liegt, die Zugänge zum Wasser abgesperrt. An einem dieser Punkte hatten sich am Abend dem Sprecher zufolge rund 50 Demonstranten versammelt.
Der Wal liegt seit gut einer Woche fast unverändert in der Wismarer Bucht. Experten sorgen sich um den Zustand des Tieres und zweifeln, ob ein weiterer Rettungsversuch sinnvoll wäre.
07.04.2026 | 1:32 minZum Buckelwal soll es an diesem Dienstag erneut verschiedene Runden und Lagebesprechungen geben. Konkrete Details konnte der Sprecher zunächst nicht nennen.
Steinmeier führt Gespräche über gestrandeten Wal
Auch das deutsche Staatsoberhaupt will sich über den gestrandeten Buckelwal informieren. Im Rahmen eines ohnehin geplanten Besuchs des Ozeaneums in Stralsund plant Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Donnerstag einen Austausch mit Experten über den Wal, wie das Bundespräsidialamt mitteilte.
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Steinmeier führt seine Amtsgeschäfte diese Woche drei Tage lang von Stralsund aus als 18. Station der Reihe Ortszeit Deutschland, mit der der Bundespräsident Eindrücke abseits der Metropolen sammeln will.
Wal-Rettungsversuche am 1. April eingestellt
Der kranke und geschwächte Buckelwal liegt bereits seit dem 31. März in der Wismarbucht. Die letzten aktiven Rettungsversuche wurden am 1. April aufgrund des Gesundheitszustandes des Tiers eingestellt, um den Wal in Frieden sterben zu lassen.
Es gebe keine Aktivität, die Anlass zur Hoffnung gäbe. "Der Ansatz der maximalen Ruhe und der Respekt vor der Natur gebieten es, ihn gehen zu lassen", sagt Meeresmuseumsdirektor Burkard Baschek.
01.04.2026 | 35:45 minAm Wochenende wurde erfolglos versucht, den Wal mit seinen eigenen Walgesängen zu animieren, sich selbst zu befreien.
Seit einigen Tagen wollen private Initiativen den Wal retten, scheiterten bislang aber vor dem Schweriner Verwaltungsgericht. Drei Eilverfahren waren nach Angaben des Gerichts am Montagnachmittag noch offen.
Der Wal Timmy steckt tief im Schlick fest und bewegt sich kaum noch. Experten raten von einer Rettung ab - sie würde dem Tier zusätzliches Leid zufügen, berichtet ZDF-Reporterin Susanne Seidl.
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