Israel und Libanon: Offenbar neue Gesprächsrunde geplant

Weitere Verhandlungen wohl ab 14. Mai:Israel und Libanon wollen offenbar weitere Gespräche führen

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Israel und Libanon wollen inmitten der brüchigen Waffenruhe offenbar erneut Gespräche führen. Nächste Woche sollen Vertreter in den USA verhandeln, berichten US-Sicherheitskreise.

Israel greift Ziele im Libanon an: Rauchwolken im Süden des Landes

Ungeachtet der seit dem 17. April geltenden Feuerpause setzen Israel und die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon ihre gegenseitigen Angriffe fort.

Quelle: AFP

Ende kommender Woche soll in Washington nach US-Angaben eine weitere Gesprächsrunde zwischen Vertretern der verfeindeten Länder Israel und Libanon stattfinden. Diese sei für den 14. und 15. Mai angesetzt, verlautete am Donnerstag aus dem Außenministerium in Washington. Konkretere Angaben zu den Teilnehmern gab es nicht. Eine Quelle aus der libanesischen Regierung teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, dass die USA auf eine Deeskalation im Libanon drängen.

Dort gilt seit drei Wochen eine Waffenruhe zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz und Israel, die jedoch brüchig ist. Immer wieder greifen sich die Hisbollah und Israels Armee weiter gegenseitig an.

Smoke rises from the site of an Israeli airstrike that targeted the southern Lebanese village of Mayfadoun in the Nabatieh district

Trotz vereinbarter Waffenruhe beschießen sich Israel und die Hisbollah regelmäßig.

02.05.2026 | 2:01 min

Israel-Libanon-Gespräche: Waffenruhe zuletzt verlängert

Zuletzt gab es in Washington bereits zwei direkte Gespräche auf Botschafterebene zwischen Israel und dem Libanon. Nach einem Treffen von Vertretern der beiden Länder Ende vergangenen Monats im Weißen Haus verkündete US-Präsident Donald Trump eine Verlängerung der Waffenruhe zwischen der Hisbollah-Miliz im Libanon und Israel um mehrere Wochen. Die offiziell geltende Waffenruhe stand zu dem Zeitpunkt kurz vor dem Auslaufen.

An den bisherigen Gesprächsrunden nahmen die libanesische Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad, und ihr israelischer Amtskollege Jechiel Leiter sowie US-Außenminister Marco Rubio teil.

Trauernde tragen den Sarg der libanesischen Journalistin Amal Khalil, die am Mittwoch bei einem israelischen Luftangriff getötet wurde.

Die brüchige Waffenruhe zwischen Israel und Libanon wird laut US-Präsident Trump um drei Wochen verlängert.

24.04.2026 | 0:21 min

Israel und der Libanon unterhalten keine offiziellen diplomatischen Beziehungen und befinden sich formell seit 1948 im Kriegszustand.

Konflikt um von Israel errichtete "Sicherheitszone"

Israel strebt nach früheren Äußerungen des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mit den direkten Verhandlungen ein dauerhaftes Friedensabkommen mit dem Libanon an. Netanjahu fordert auch eine Entwaffnung der mit dem Iran verbündeten libanesischen Hisbollah-Miliz, mit der Israel bis zuletzt wieder im offenen Krieg stand.

Die libanesische Regierung will eine dauerhafte Waffenruhe und einen Abzug der israelischen Soldaten aus dem Süden des Libanons erreichen. Israel hat dort nach eigenen Angaben eine sogenannte "Sicherheitszone" eingerichtet, die libanesische Führung spricht dagegen von Besatzung libanesischen Bodens.

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Quelle: dpa, AP
Über dieses Thema berichtete das ZDF in mehreren Sendungen, darunter das heute journal am 02.05.2026 ab 21:45 Uhr.

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