Waffenstillstand verletzt:US-Marine entert iranischen Frachter: Regime will Vergeltung
Iran wirft den USA die Verletzung der Waffenruhe durch den Beschuss eines iranischen Handelsschiffes im Golf von Oman vor. Die Streitkräfte des Regimes würden bald zurückschlagen.
Die Lage rund um die Straße von Hormus ist weiterhin äußerst angespannt.
Quelle: -/The Visible Earth/NASA/dpaNach dem Beschuss eines iranischen Frachtschiffs im Golf von Oman durch die US-Marine hat die iranische Armee Vergeltung angekündigt.
Die Streitkräfte der Islamischen Republik Iran werden bald zurückschlagen und Vergeltungsmaßnahmen gegen diesen Akt bewaffneter Piraterie und gegen die amerikanische Armee ergreifen.
Sprecher des iranischen Generalstabs
Ein Sprecher des iranischen Generalstabs warf den USA vor, den bis Mittwoch laufenden Waffenstillstand verletzt zu haben und verurteilte dies laut staatlichem Rundfunk als Piraterie. Das Schiff sei auf dem Weg von China gewesen. Nach dem US-Angriff hätten iranische Streitkräfte einige amerikanische Kriegsschiffe mit Drohnen attackiert.
In Pakistans Hauptstadt Islamabad sollen am Montag neue Verhandlungen zwischen den USA und Iran starten – zumindest nach Plänen der US-Regierung. Iran hält sich mit einer Zusage bislang zurück.
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Die USA haben eine Blockade für Schiffe verhängt, die aus iranischen Häfen auslaufen oder diese ansteuern. US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social mitgeteilt, dass die US-Marine auf den Frachter "Touska", der unter iranischer Flagge fährt und mit US-Sanktionen belegt ist, geschossen und das Schiff unter ihre Kontrolle gebracht habe.
Zuvor hatte er Teheran bereits vorgeworfen, den seit dem 8. April geltenden, zweiwöchigen Waffenstillstand verletzt zu haben, indem es am Samstag Angriffe in der Straße von Hormus gestartet habe, die sich seinen Angaben zufolge gegen ein französisches und ein britisches Schiff richteten.
Der Krieg im Iran treibt die Kerosinpreise stark nach oben - seit Ende Februar haben sich diese etwa verdoppelt. Das wirkt sich auf die Kosten der Flugtickets aus.
09.04.2026 | 2:36 minStraße von Hormus wieder blockiert
Die Lage rund um die Straße von Hormus ist weiterhin äußerst angespannt. Iran hatte am Samstag seine Öffnung der Meerenge nach nur einem Tag wieder rückgängig gemacht. Die iranische Armeeführung begründete dies mit der anhaltenden US-Blockade iranischer Häfen.
Durch die Straße von Hormus verläuft normalerweise ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssigerdgaslieferungen. Nach Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran Ende Februar hatte Teheran die Meerenge weitestgehend für die internationale Schifffahrt gesperrt. Die Blockade hat weltweit die Preise für Öl und Flüssiggas in die Höhe getrieben.