Trump erklärt Kämpfe in Iran für beendet – wegen Formalia?

Gesetzliche Frist endet:Trump erklärt Kämpfe in Iran für beendet – wegen Formalia?

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Das Weiße Haus hat die "Feindseligkeiten" mit Iran für abgeschlossen erklärt. Hintergrund könnte ein Gesetz sein, das den US-Präsidenten unter Zeitdruck gesetzt hatte.

President Trump Visits The Villages Charter School In Florida

US-Präsident Donald Trump will sich keine Kongresserlaubnis für den Iran-Krieg einholen.

Quelle: AFP

US-Präsident Donald Trump erklärte in einem Brief an den Kongress die Kampfhandlungen mit Iran für beendet. Seit Beginn der Waffenruhe am 7. April habe es keine Gefechte zwischen Iran und den USA gegeben, heißt es darin.

Die am 28. Februar 2026 begonnenen Feindseligkeiten sind beendet.

Donald Trump, US-Präsident

Ungeachtet der Gesetzeslage will der US-Präsident sich die Fortsetzung des Iran-Krieges nicht vom Parlament genehmigen lassen. "Nie zuvor" sei eine solche Genehmigung beantragt worden, sagte er vor Journalisten in Washington. "Warum sollten wir da eine Ausnahme bilden?"

Trump brauchte förmliche Zustimmung des Parlaments

Zum Wochenende läuft theoretisch das Zeitfenster aus, in dem Trump den Krieg führen darf. Dem Gesetz War Powers Resolution von 1973 zufolge darf der Oberbefehlshaber maximal 60 Tage lang die Offensive befehligen. Will ein Präsident darüber hinaus Kampfhandlungen des US-Militärs befehligen, bedarf es der förmlichen Zustimmung des Parlaments. Damit soll verhindert werden, dass die USA in langwierige, nicht legitimierte Einsätze hineingezogen werden.

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Präsident Trump hat Kanzler Merz nach dessen Äußerungen zum Vorgehen der USA in Iran kritisiert. "Es sind sehr scharfe Worte, die der Präsident da gewählt hat", so Elmar Theveßen.

29.04.2026 | 2:13 min

Trump wäre nach Ende der 60 Tage theoretisch gezwungen, die US-Truppen schrittweise abzuziehen. Das würde auch für die Seestreitkräfte und Schiffe gelten, die trotz der Waffenruhe zurzeit die US-Blockade iranischer Häfen aufrechterhalten.

Allerdings gibt es Schlupflöcher, sodass Trump auch nach Verstreichen der Frist den Krieg fortsetzen könnte. Auch frühere Präsidenten wie die Demokraten Bill Clinton und Barack Obama hatten das Parlament umgangen.

Mit offenen Karten - Im Fokus - Meerengen: Strategische Bedeutung

Seit Wochen instrumentalisieren Iran und USA die Straße von Hormus – eine Schlüsselroute des Welthandels, vor allem für Öl. Beide drohen mit Blockade oder Transitgebühren. Anlass, um zu zeigen, welchen strategischen Vorteil Anrainerstaaten an globalen Seewegen haben. Ein Blick auf die Karte: Bosporus, Suez, Panama, Malakka.

15.04.2026 | 3:33 min

Mike Johnson: USA sind derzeit nicht im Krieg

Der Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, äußerte sich ähnlich wie der Präsident: Ihm zufolge befänden sich die USA derzeit gar nicht im Krieg, da es keine Kampfhandlungen gibt. Somit müsse sich die Regierung nicht an eine 60-Tage-Frist halten. Die Demokraten hielten dagegen, auch die fortgesetzte Blockade iranischer Häfen durch US-Militär sei eine Kriegshandlung und deshalb gelte die 60-Tage-Frist.

Der demokratische Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer, bezeichnete die Argumentation der US-Regierung in ihrem Brief an den Kongress als "Schwachsinn". Der Krieg mit Iran sei illegal - die Republikaner würden mit jedem weiteren Tag Menschenleben gefährden und Preise steigen lassen, kritisierte Schumer in einem Post auf X.

Chuck Schumer auf X

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USA versuchen neuen Ansatz von Friedensgesprächen

Indes versucht die US-Regierung inmitten festgefahrener Gespräche zwischen Washington und Teheran Kreisen zufolge einen neuen Ansatz. Ein neues Koordinierungsgremium solle die "Zusammenarbeit zwischen den Vereinigten Staaten und unseren Verbündeten in der Straße von Hormus erleichtern", teilte ein ranghoher Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur mit.

Am 26. April 2026 ist im Nordwesten von Teheran ein Banner mit der Aufschrift „Märtyrer Ayatollah Ali Khamenei“ entlang der Promenade zu sehen.

Die Verhandlungen im Iran-Krieg stagnieren: Irans Außenminister trifft Putin, Trump plant eine Krisensitzung – Kanzler Merz wirft den USA fehlende Strategie vor.

27.04.2026 | 2:28 min

Aus dem US-Außenministerium verlautete, dass Maßnahmen ergriffen werden sollen, "um eine sichere Durchfahrt zu gewährleisten". Dazu gehörten etwa "die Bereitstellung von Echtzeitinformationen, Sicherheitshinweise und Koordinierungsmaßnahmen".

Nach einem Bericht der britischen Marine passieren derzeit täglich weniger als zehn Schiffe durch die Straße von Hormus. Mehr Schiffe verlassen demnach den Persischen Golf als andersherum. Bevor die wichtige Meeresenge vom Iran infolge des Kriegs blockiert wurde, fuhren etwa 130 Schiffe täglich hindurch, hieß es weiter.

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Quelle: dpa, AP
Über den Krieg in Iran berichtete das ZDF in verschiedenen Sendungen, etwa in den heute-Nachrichten am 25.04.2025 ab 19:00 Uhr und im heute journal am 27.04.2026 ab 21:45 Uhr.

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