Gazastreifen:Mitarbeiter getötet: WHO stoppt Gaza-Evakuierungen
Ein freier Mitarbeiter der Weltgesundheitsorganisation ist im Gazastreifen getötet worden. Die WHO setzt daraufhin medizinische Evakuierungen nach Ägypten aus.
Die Weltgesundheitsorganisation will Schwerkranke zunächst nicht mehr aus dem Gazastreifen in Sicherheit bringen. Laut WHO-Chef Tedros wurde zuvor ein WHO-Mitarbeiter in Gaza getötet.
07.04.2026 | 0:27 minDie Weltgesundheitsorganisation (WHO) setzt nach der Tötung eines für sie tätigen Arbeiters im Gazastreifen die Evakuierung Schwerkranker aus dem Küstenstreifen vorerst aus.
Ghebreyesus auf X
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Der Mitarbeiter sei bei einem "Sicherheitsvorfall" getötet worden, erklärte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus im Onlinedienst X. Infolge des Vorfalls setze die WHO medizinische Evakuierungen aus dem Gazastreifen über Rafah nach Ägypten "bis auf Weiteres" aus.
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Tedros erklärte, zwei weitere WHO-Mitarbeiter seien bei dem Vorfall anwesend gewesen, aber nicht verletzt worden. Der Vorfall werde derzeit von den zuständigen Behörden untersucht, schrieb er weiter.
Nähere Angaben zu den Einzelheiten des Geschehens machte die Organisation zunächst nicht.
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23.03.2026 | 0:23 minTedros dankt Mitarbeitern für Einsatz trotz großer Risiken
"Wir sind unseren Kolleginnen und Kollegen, die trotz der Risiken Tag und Nacht arbeiten, um sicherzustellen, dass die Menschen in Gaza Zugang zu der Gesundheitsversorgung haben, die sie benötigen, zutiefst dankbar", so Tedros. Die WHO fordere den Schutz der Zivilbevölkerung und der humanitären Helfer.
Frieden ist die beste Medizin.
Tedros Adhanom Ghebreyesus, WHO-Chef
Die WHO bringt schwer kranke Patienten aus dem Gazastreifen nach Ägypten, wo sie medizinisch versorgt oder von dort in andere Länder weitergeleitet werden.
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