US-Vizepräsident Vance: Keine Einigung mit Iran erzielt

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US-Delegation abgereist:US-Vizepräsident Vance: Keine Einigung mit Iran erzielt

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Laut US-Vizepräsident JD Vance ist bei den Verhandlungen zwischen den USA und Iran keine Einigung erzielt worden. Zuvor hatten Medien über eine Pause der Gespräche berichtet.

Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif (rechts) unterhält sich mit dem US-Vizepräsidenten JD Vance während ihres Treffens im Rahmen der Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran am 11. April 2026 in Islamabad.

Inmitten der Feuerpause nehmen USA und Iran in Pakistan Friedensgespräche auf. Streitpunkte sind unter anderem das iranische Atomprogramm und die Straße von Hormus.

11.04.2026 | 2:05 min

Bei den Verhandlungen zwischen den USA und Iran unter Vermittlung Pakistans ist nach den Worten von US-Vizepräsident JD Vance keine Einigung erzielt worden. Ob und wann es zu weiteren Verhandlungen kommen wird, war zunächst nicht bekannt. Man verlasse den Ort der Verhandlungen und lasse einen Vorschlag für den Iran zurück, der ein endgültiges Angebot darstelle, sagte Vance.

Der US-Vize bestieg nach Angaben anwesender Journalisten noch am Morgen ein Flugzeug in Richtung USA. Teheran plane keine weitere Verhandlungsrunde, berichtete die iranischen Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf eine mit den Verhandlungen vertraute Quelle.

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09.04.2026 | 2:33 min

Nach 21 Stunden: Kein Deal

Nach 21 Stunden Verhandlungen hätte sich die iranische Seite dazu entschieden, die Bedingungen der USA nicht zu akzeptieren, sagte Vance. Die USA hätten klargemacht, wo die roten Linien liegen und in welchen Punkten man bereit sei, dem Iran entgegenzukommen.

Der US-Vize sagte nicht im Detail, was genau die Knackpunkte waren. Er sagte lediglich, man habe bislang nicht gesehen, dass sich der Iran grundlegend dazu verpflichte, langfristig keine Atomwaffen zu entwickeln. "Wir hoffen, dass wir es noch sehen werden." Während der Verhandlungen sei er in ständigem Kontakt mit US-Präsident Donald Trump gewesen, sagte Vance weiter.

Zuvor hatten die iranischen Nachrichtenagenturen Tasnim, Fars und Irna übereinstimmend in der Nacht berichtet, dass die Verhandlungen am Sonntag fortgesetzt werden sollen.

Iran: Erfolg des diplomatischen Prozesses hängt von Gegenseite ab

Iran warf den USA vor, die Gespräche mit "unzumutbaren Forderungen" zum Scheitern gebracht zu haben. Das iranische Staatsfernsehen berichtete, die iranische Delegation habe 21 Stunden lang "unablässig und intensiv" verhandelt, um die "nationalen Interessen des iranischen Volkes zu verteidigen". Die "unzumutbaren Forderungen" der US-Seite hätten aber Fortschritte bei den Verhandlungen verhindert.

Laut dem iranischen Außenamtssprecher Ismail Baghai ging es bei den Verhandlungen um zentrale Themen wie die Straße von Hormus, die Atomfrage, Kriegsreparationen, die Aufhebung von Sanktionen sowie ein Ende des Krieges in der Region. Bis in den Sonntag hinein hätten "intensive Verhandlungen" stattgefunden. Dabei seien "zahlreiche Nachrichten und Texte" zwischen den beiden Seiten ausgetauscht worden, schrieb Baghai in den frühen Morgenstunden auf X.

Der Erfolg des diplomatischen Prozesses hänge aber "von der Ernsthaftigkeit und dem guten Willen der Gegenseite ab, von überzogenen und unzulässigen Forderungen abzusehen und die legitimen Rechte und Interessen des Irans anzuerkennen", schrieb Baghai weiter.

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"Nach einem Friedensschluss", so der Kanzler, sei es vorstellbar, das Deutschland hilft, die Strasse von Hormus zu sichern. Und mit dem Iran suche man das Gespräch.

09.04.2026 | 2:53 min

Irans Medien: Große Differenzen bei den Verhandlungen

Iranische Medien hatten über große Differenzen bei den Verhandlungen mit den USA berichtet. Die Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars sprachen von "überzogenen Forderungen" der US-Seite. Konkret wurde die Straße von Hormus als zentraler Streitpunkt genannt. Der Fortschritt der Verhandlungen sei damit aus iranischer Sicht behindert worden.

Die USA haben einen 15-Punkte-Plan vorgelegt. Sie streben seit Jahren danach, das iranische Atom- und Raketenprogramm nachhaltig so weit einzuschränken, dass aus ihrer Sicht von Iran keine Bedrohung mehr ausgeht. Auch fordern sie die dauerhafte Wiederöffnung der Straße von Hormus.

Aus Iran liegt ein 10-Punkte-Plan vor, in dem der Iran die Kontrolle über die für die Weltwirtschaft extrem wichtige Meerenge am Persischen Golf für sich beansprucht und Mautgebühren für die Durchfahrt verlangt. Auch wird eine Aufhebung aller internationalen Sanktionen sowie ein Ende aller Militäreinsätze in der Region gefordert.

Quelle: AFP


Tasnim zufolge besteht die iranische Delegation auf der "Wahrung der militärischen Errungenschaften", eine mögliche Anspielung auf das Raketenprogramm der Islamischen Republik. Den größten Streit soll es beiden Berichten zufolge jedoch bei Fragen rund um die Straße von Hormus geben.

Die Meerenge verbindet den Persischen Golf mit dem Indischen Ozean und damit die großen Ölförderländer der Region mit den Weltmärkten. Der Iran hat die Kontrolle der Seestraße seit Kriegsbeginn an sich gerissen. US-Präsident Donald Trump hatte ihre Öffnung zur Bedingung für die am vergangenen Mittwoch verkündete, zweiwöchige Waffenruhe gemacht.

Quelle: Reuters, dpa, AFP
Über dieses Thema berichteten mehrere Sendungen, etwa das heute journal am 11.04.2026 ab 21:45 Uhr.

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