Gespräche mit Iran: US-Vize Vance in Pakistan gelandet

Beendigung des Iran-Kriegs:Gespräche mit Iran: US-Vize Vance in Pakistan gelandet

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Mitten in der Feuerpause beginnen die USA und Iran Friedensgespräche in Pakistan. US-Vize Vance ist bereits in Islamabad gelandet. Pakistan pocht auf "konstruktive" Gespräche.

US-Vizepräsident J.D. Vance geht an Bord der Air Force Two, um nach Pakistan zu den Friedensgesprächen mit Iran zu reisen.

Am Samstag sollen die geplanten Friedensgespräche zwischen Iran und den USA beginnen. Doch die Positionen beider Seiten liegen weit auseinander.

10.04.2026 | 1:36 min

US-Vizepräsident JD Vance ist zu den geplanten Verhandlungen über eine Beendigung des Iran-Kriegs in Pakistan eingetroffen. Das Flugzeug mit Vance an Bord landete am Samstagvormittag auf dem Luftwaffenstützpunkt Nur Khan nahe der pakistanischen Hauptstadt Islamabad, berichteten Reporter der Nachrichtenagentur AFP.

Der US-Vizepräsident leitet eine Delegation, die unter Vermittlung Pakistans Verhandlungen mit Vertretern aus Teheran über eine dauerhafte Beilegung des seit Ende Februar andauernden Iran-Krieges führen soll.

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FAQ

Pakistans Außenminister fordert "konstruktive" Gespräche

Nach der Ankunft beider Delegationen forderte Pakistans Außenminister Ishaq Dar die USA und Iran auf, sich an den Gesprächen "konstruktiv zu beteiligen". Zugleich bekräftigte er "Pakistans Wunsch, die Parteien weiter dabei zu unterstützen, eine nachhaltige und dauerhafte Lösung des Konflikts zu erreichen", wie sein Ministerium mitteilte. Vance wurde vom pakistanischen Generalstabschef Asim Munir empfangen.

Die beiden anderen Mitglieder der US-Delegation, der Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, waren schon vor Vance in Islamabad eingetroffen.

Zum ersten mal Beginn seit Beginn des Irankriegs treffen sich die USA und Iran zu Friedensgesprächen.

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10.04.2026 | 1:22 min

Iran pocht auf "Vorbedingungen"

Die iranische Delegation unter Leitung von Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf traf bereits in der Nacht in Islamabad ein und wurde ebenfalls vom pakistanischen Generalstabschef Munir in Empfang genommen.

Ghalibaf erklärte auf der Plattform X, die US-Regierung habe zuvor der Freigabe iranischer Vermögenswerte und einer Waffenruhe auch im Libanon zugestimmt. Die Gespräche würden nicht beginnen, bevor diese Zusagen erfüllt seien.

Schaltgespräch mit Wulf Schmiese zum Iran

Bundeskanzler Friedrich Merz halte Iran für militärisch nicht besiegbar, sagt ZDF-Hauptstadtkorrespondent Wulf Schmiese. Daher nehme man den Gesprächsfaden mit Teheran wieder auf.

09.04.2026 | 2:55 min

Trump: Iraner haben "keine Karten"

Das US-Präsidialamt äußerte sich zunächst nicht zu den iranischen Forderungen. Präsident Trump schrieb jedoch in den sozialen Medien, der einzige Grund, warum die Iraner noch am Leben seien, sei, um zu verhandeln. "Die Iraner scheinen nicht zu begreifen, dass sie keine Karten haben, außer einer kurzfristigen Erpressung der Welt durch die Nutzung internationaler Wasserstraßen."

Vance sagte auf dem Weg nach Pakistan, er erwarte ein positives Ergebnis. "Wenn sie versuchen, mit uns zu spielen, werden sie feststellen, dass das Verhandlungsteam dafür nicht sehr empfänglich ist."

Die USA haben einen 15-Punkte-Plan vorgelegt; sie streben seit Jahren danach, das iranische Atom- und Raketenprogramm nachhaltig so weit einzuschränken, dass vom Iran keine Bedrohung mehr ausgeht. Auch fordern sie die dauerhafte Wiederöffnung der Straße von Hormus.

Aus Iran liegt ein 10-Punkte-Plan vor, in dem der Iran die Kontrolle über die für die Weltwirtschaft extrem wichtige Meerenge am Persischen Golf für sich beansprucht und Mautgebühren für die Durchfahrt verlangt. Auch wird eine Aufhebung aller internationalen Sanktionen sowie ein Ende aller Militäreinsätze in der Region gefordert.

Quelle: AFP


Heikle Punkte: Urananreicherung und Hormus-Passage

Die Gespräche in Islamabad dürften sich um mehrere heikle Punkte drehen - darunter die Urananreicherung durch den Iran und die Passage von Frachtschiffen durch die seit Kriegsbeginn vom Iran blockierte Straße von Hormus. Der pakistanische Regierungschef Shehbaz Sharif sprach von "schwierigen" Verhandlungen, die nun bevorstünden. Es gehe um "alles oder nichts".

Wann die Gespräche beginnen sollten, war unklar. Der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim zufolge sollte die Teheraner Delegation um 13:00 Uhr Ortszeit (10:00 Uhr MESZ) den pakistanischen Regierungschef Sharif treffen.

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Trump hat den Bündnispartnern in der Nato gedroht und Unterstützung in der Straße von Hormus eingefordert. Die ZDF-Korrespondenten David Sauer, Isabelle Schaefers und Thomas Reichart ordnen ein.

09.04.2026 | 4:20 min

Die USA und Israel hatten Ende Februar Angriffe auf den Iran gestartet. Nach fünf Wochen Krieg einigten sich die Konfliktparteien am Dienstag auf eine zweiwöchige Feuerpause. In dieser Zeit soll unter Pakistans Vermittlung über ein dauerhaftes Ende des Krieges verhandelt werden.

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