USA und Iran starten Friedensgespräche in Pakistan

Beendigung des Iran-Kriegs:USA und Iran starten heikle Verhandlungen

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Mitten in der Feuerpause nehmen USA und Iran in Pakistan Friedensgespräche auf. Streit gibt es über eingefrorene Vermögen, Reparationen und die Straße von Hormus.

Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif (rechts) unterhält sich mit dem US-Vizepräsidenten JD Vance während ihres Treffens im Rahmen der Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran am 11. April 2026 in Islamabad.

Inmitten der Feuerpause nehmen USA und Iran in Pakistan Friedensgespräche auf. Streitpunkte sind unter anderem das iranische Atomprogramm und die Straße von Hormus.

11.04.2026 | 2:05 min

Hochrangige Vertreter der USA und des Iran sind am Samstag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad zusammengekommen, um über ein Ende ihres sechswöchigen Krieges zu verhandeln. Nach Angaben des Weißen Hauses sprechen die beiden Kriegsparteien direkt miteinander, unter Anwesenheit von Vertretern des Vermittlers Pakistan.

An dem Treffen nahmen auf US-Seite Vizepräsident JD Vance, der Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner, der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, teil. Die iranische Delegation wurde von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Aragtschi geleitet. Sie reisten in schwarzer Trauerkleidung an, um an den getöteten geistlichen und staatlichen Führer Ajatollah Ali Chamenei sowie weitere zivile Opfer zu erinnern.

Vance sagte auf dem Weg nach Pakistan, er erwarte ein positives Ergebnis:

Wenn sie versuchen, mit uns zu spielen, werden sie feststellen, dass das Verhandlungsteam dafür nicht sehr empfänglich ist.

JD Vance, US-Vizepräsident

Schaltgespräch mit Phoebe Gaa

Beide Seiten seien offensichtlich daran interessiert, einen gesichtswahrenden Ausweg zu finden, und das könnte ein Ansatz für die Vermittler sein, sagte ZDF-Korrespondentin Gaa.

11.04.2026 | 2:08 min

Auftakt der Verhandlungen: Widersprechende Aussagen

Der Auftakt der Verhandlungen wurde begleitet von einander widersprechenden Aussagen beider Seiten. Ein Vertreter der US-Regierung dementierte Berichte, wonach die USA der Freigabe eingefrorener iranischer Vermögen zugestimmt hätten. Zuvor hatte ein hochrangiger iranischer Insider dies der Nachrichtenagentur Reuters gesagt. Die Freigabe der Mittel sei an die Gewährleistung einer sicheren Durchfahrt durch die Straße von Hormus geknüpft, sagte der Insider. Die Meerenge ist von großer Bedeutung für den Transport von Öl und Gas der Golfstaaten an Abnehmer weltweit.

US-Präsident Trump erklärte in sozialen Medien, die USA hätten mit der Räumung der von Iran blockierten Straße von Hormus begonnen und alle 28 iranischen Minenlegeschiffe versenkt. Ein US-Regierungsvertreter sagte dem Nachrichtenportal Axios, mehrere Schiffe der US-Marine hätten die Meerenge passiert. Das iranische Staatsfernsehen und pakistanische Insider wiesen dies jedoch zurück.

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FAQ

Iran fordert Waffenruhe im Libanon

Der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif hatte am Vormittag vor den direkten Verhandlungen zwischen den Parteien vermittelt. Er sprach von "schwierigen" Verhandlungen, die nun bevorstünden. Es gehe um "alles oder nichts".

Zu den Bedingungen Teherans für ein Ende der Kämpfe gehören dem iranischen Staatsfernsehen zufolge die Kontrolle über die Straße von Hormus, die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder im Ausland, Reparationszahlungen sowie ein regionaler Waffenstillstand, der auch den Libanon einbezieht.

Die USA und Israel lehnen bislang allerdings eine Feuerpause im Libanon ab. Dort bekämpft die israelische Armee die mit Iran verbündete Hisbollah-Miliz.

Die USA haben einen 15-Punkte-Plan vorgelegt. Sie streben seit Jahren danach, das iranische Atom- und Raketenprogramm nachhaltig so weit einzuschränken, dass aus ihrer Sicht von Iran keine Bedrohung mehr ausgeht. Auch fordern sie die dauerhafte Wiederöffnung der Straße von Hormus.

Aus Iran liegt ein 10-Punkte-Plan vor, in dem der Iran die Kontrolle über die für die Weltwirtschaft extrem wichtige Meerenge am Persischen Golf für sich beansprucht und Mautgebühren für die Durchfahrt verlangt. Auch wird eine Aufhebung aller internationalen Sanktionen sowie ein Ende aller Militäreinsätze in der Region gefordert.

Quelle: AFP


Die USA und Israel hatten Ende Februar Angriffe auf den Iran gestartet. Nach fünf Wochen Krieg einigten sich die Konfliktparteien am Dienstag auf eine zweiwöchige Feuerpause. In dieser Zeit soll unter Pakistans Vermittlung über ein dauerhaftes Ende des Krieges verhandelt werden.

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Über dieses Thema berichteten mehrere Sendungen, etwa das heute-Journal am 11.04.2026 ab 21:45 Uhr.

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