USA und Iran: Vier Punkte, über die im Iran-Krieg verhandelt wird

Vier Punkte im Iran-Krieg:Deal oder kein Deal? Worüber die USA und Iran verhandeln

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Die USA und Iran verhandeln über ein Rahmenabkommen im Iran-Krieg. Fast täglich gibt es Berichte über Durchbrüche und Dämpfer. Vier Punkte, um die es bei dem Deal gehen könnte.

US-Außenminister Marco Rubio spricht zu den Journalisten, bevor er sein Flugzeug am Indira Gandhi International Airport in Neu-Delhi, Indien, besteigt.

US-Außenminister Rubio hat sich optimistisch zu den Verhandlungen mit Iran geäußert: Die USA würden der Diplomatie eine Chance geben.

25.05.2026 | 0:20 min

Im Ringen um ein Rahmenabkommen im Iran-Krieg scheint es fast täglich einen Schritt vor und wieder einige zurückzugehen. Worum geht es dabei? Am Montag sagte Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai vor Reportern, im Gespräch sei ein 14 Punkte umfassendes, sogenanntes Memorandum of Understanding. US-Präsident Donald Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social, er wolle einen "großartigen Deal" - oder keinen. Er wolle kein Abkommen, das zu einer Atombombe für Iran führe, schrieb er weiter.

Der Stand der Verhandlungen und konkrete Inhalte sind noch immer unklar. Doch diese vier Punkte dürften sicher in den Gesprächen beraten werden:

Punkt 1: Irans Atomprogramm

Das iranische Atomprogramm gilt als Hauptgrund für den Beginn des Kriegs gegen Iran Ende Februar. Amerikanische und israelische Angriffe zielten wie auch schon im vergangenen Jahr auf die Nuklearanlagen des Landes.

Medienberichte der vergangenen Tage widersprechen sich, ob in der Rahmenvereinbarung die Atomfrage geklärt wird. Iran dementiert, möglicherweise auch um Hardliner im eigenen Land zu besänftigen. Für die USA ist es ein Kernanliegen.

ZDF-Reporter Stefan Schlösser in Istanbul. Im Hintergrund das Meer.

"Es steht und fällt mit der Atomfrage", sagt ZDF-Reporter Stefan Schlösser zu den US-Verhandlungen mit Iran.

24.05.2026 | 10:03 min

Seit Ende der 1990er-Jahre sorgt das iranische Atomprogramm immer wieder für kontroverse Diskussionen. Zwar hat die iranische Führung mehrfach beteuert, kein Atomwaffenprogramm anzustreben, doch blieb das Thema international umstritten. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich den Kampf gegen eine nukleare Aufrüstung Irans seit Jahrzehnten auf die Fahne geschrieben.

Punkt 2: Die Straße von Hormus

Mit der Übernahme der Kontrolle über die Straße von Hormus durch Irans Streitkräfte hat das Land ein neues Druckmittel in die jahrelangen Verhandlungen mit den USA eingebracht. Denn die Situation in der für die Energiewirtschaft wichtigen Meerenge belastet weltweit die Einkommen von Haushalten und die wirtschaftliche Entwicklung.

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Zwischen den USA und Iran deutet sich ein Abkommen zu einem Kriegsende an. Teheran setzt sich offenbar in wichtigen Punkten durch. Was das für Trumps Kriegsziele bedeutet. ZDFheute live.

24.05.2026 | 28:27 min

Die USA hatten Mitte April ihrerseits eine Blockade für Schiffe verhängt, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen. Für Iran bedeutet das Verluste im wichtigen Ölgeschäft.

Der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghai sagte, in einer Anfangsphase müssten die USA ihrerseits die Blockade aufgeben. Die Islamische Republik werde gleichzeitig ihrerseits Maßnahmen für "die sichere Durchfahrt durch die Meerenge" ergreifen.

sgs thevessen abkommen

Trump hatte den Eindruck erweckt, ein Iran-Deal stehe kurz bevor - und ruderte zurück. Bis zu einem Ergebnis könnte es noch "ein paar Tage dauern", so ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen.

24.05.2026 | 2:53 min

Punkt 3: Das iranische Raketenprogramm

Das iranische Raketenprogramm bedroht vor allem Israel und die Golfstaaten. Trump und Israel hatten in der Vergangenheit von der Zerstörung des iranischen Raketenarsenals gesprochen. In dem Entwurf für ein Rahmenabkommen wird das Raketenprogramm Berichten zufolge jedoch ausgeklammert.

Sollte sich dies bewahrheiten, wäre es aus israelischer Sicht eine klare Niederlage. Netanjahu hatte in der Vergangenheit immer wieder scharf kritisiert, dass das unter Federführung des früheren US-Präsidenten Barack Obama 2015 vereinbarte Atomabkommen mit Iran das Raketenarsenal nicht beschränkte.

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24.05.2026 | 15:26 min

Punkt 4: Irans Verbündete in der Region

Iran stützt sich auf ein Netzwerk von israelfeindlichen Verbündeten in der Region, im Libanon, im Jemen, im Irak und im Gazastreifen. Die mächtigste unter den Milizen ist die libanesische Hisbollah. Nach Angaben des US-Nachrichtenportals "Axios" sieht ein Entwurf für das Rahmenabkommen auch ein Ende der Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah vor. Israel sträubt sich heftig gegen eine solche Verbindung zwischen den verschiedenen Fronten.

Nach Darstellung Netanjahus hat Trump ihm versichert, Israel habe weiterhin das "Recht, sich gegen Bedrohungen an allen Fronten zu verteidigen, einschließlich im Libanon". Offiziell gilt zwar eine Waffenruhe im Libanon, de facto greifen Israel und die Hisbollah sich jedoch weiterhin täglich gegenseitig an.

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