Deal mit Iran kurz bevor? Trump sieht Chance bei "50 zu 50"

Deal kurz bevor?:Trump: Chance auf Einigung mit Iran "50 zu 50"

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USA und Iran sind offenbar einer Lösung im Konflikt beider Länder ein Stück näher. Donald Trump sieht die Chance bei 50 Prozent - auch Teheran stimmt mildere Töne an.

US-Präsident Donald Trump fährt in der Präsidentenlimousine.

Gute Vorzeichen? US-Präsident Donald Trump sieht Chancen auf eine Einigung mit Iran.

Quelle: dpa | Alex Brandon

US-Präsident Donald Trump schätzt einem Medienbericht zufolge die Chancen auf eine mögliche und aus Sicht der USA gute Einigung im Iran-Krieg mit "50 zu 50" ein. Das Portal "Axios" zitierte den Republikaner außerdem mit den Worten:

Ich denke, eins von beidem wird passieren: Entweder werde ich sie härter treffen, als sie jemals getroffen wurden, oder wir werden ein gutes Abkommen unterzeichnen.

Donald Trump, US-Präsident

"Axios" berichtete weiter unter Berufung auf das Gespräch mit Trump, dass sich der US-Präsident noch an diesem Samstag mit seinen Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner treffen werde, um Irans jüngstes Angebot zu beraten. Weiter hieß es in dem Medienbericht, dass er wahrscheinlich bis Sonntag entscheiden werde, ob der Krieg wieder aufgenommen werde. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass Trump ein Telefonat mit den Regierungschefs der Golfstaaten plant.

US-Außenminister Marco Rubio äußerte sich ähnlich zuversichtlich: "Es besteht die Möglichkeit, dass wir, entweder später heute, morgen oder in ein paar Tagen, etwas bekannt zu geben haben."

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18.05.2026 | 0:19 min

Iran: Gesprächsbereit mit "äußerster Vorsicht"

Irans Präsident Massud Peseschkian zeigt sich ebenfalls offen für eine diplomatische Lösung im aktuellen Konflikt mit den USA - hat zugleich jedoch zu "äußerster Vorsicht" bei den Verhandlungen aufgerufen. Bei einem Treffen mit Pakistans Armeechef Asim Munir sagte Peseschkian:

Wir sind weiterhin gesprächsbereit, aber die Erfahrungen aus vergangenen Verhandlungen mit den USA zwingen uns zu äußerster Vorsicht.

Massud Peseschkian, Präsident Irans

Der Iran hege aufgrund wiederholter Vertragsbrüche und militärischer Angriffe während laufender Verhandlungen ein "tiefes Misstrauen" gegenüber den USA, sagte Peseschkian laut dem Webportal des Präsidialamts. Pakistan vermittelt in dem Konflikt mit den USA.

Er warnte zudem vor den globalen Folgen einer erneuten militärischen Eskalation. "Der Krieg hat nie jemandem irgendeinen Nutzen gebracht, und auch die USA werden in diesem Konflikt nicht als Sieger hervorgehen", sagte Peseschkian demnach. Vielmehr würden die Länder in und außerhalb der Region durch diesen Konflikt schwere Verluste erleiden.

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13.05.2026 | 6:37 min

Trump soll über weitere Angriffe beraten haben

Noch kurz zuvor hatte Trump Medienberichten zufolge neue Angriffe auf Iran erwogen. Bei einer Sitzung mit seinen Sicherheitsberatern habe Trump zu neuen Angriffen tendiert, berichtete das Nachrichtenportal "Axios" am Freitag.

Trump selbst teilte in seinem Onlinedienst Truth Social mit, er werde wegen der "Umstände" über das Feiertagswochenende in Washington bleiben. Der Iran drohte den USA am Samstag mit einer "vernichtenden Reaktion", sollte das US-Militär die Attacken wieder aufnehmen.

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22.05.2026 | 0:35 min

Iran-Krieg seit Ende Februar

Die USA und Israel hatten Ende Februar den Iran-Krieg mit Angriffen auf die Islamische Republik begonnen. Seit Anfang April gilt eine fragile Waffenruhe. Gespräche über eine dauerhafte Friedenslösung gestalten sich schwierig. Zentrale Streitpunkte sind der künftige Status der Straße von Hormus und das iranische Atomprogramm.

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Quelle: dpa, AFP, Reuters, AP
Über den Iran-Krieg berichtet das ZDF in verschiedenen Sendungen, zuletzt bei ZDFheute Xpress am 22.05.2026 um 10:22 Uhr sowie bei ZDFheute Xpress am 18.05.2026 ab 9:00 Uhr.

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