Fan zieht Stecker: VAR-Sabotage bei Münster gegen Berlin

Fan zieht den Stecker:2. Liga: VAR-Sabotage bei Münster gegen Berlin

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Kurioser Vorfall beim 2:1-Sieg der Hertha bei Preußen Münster: Als Schiri Felix Bickel auf dem Monitor am Spielfeldrand ein Foul überprüfen wollte blieb der Bildschirm schwarz.

Die Fans von Preußen Münster protestieren in der Partie gegen die Hertha aus Berlin gegen den VAR mit dem Banner "Dem VAR den Stecker ziehen"

Die Fans von Preußen Münster protestieren in der Partie gegen die Hertha aus Berlin gegen den VAR mit dem Banner "Dem VAR den Stecker ziehen"

Quelle: dpa

Ein Fan des Zweitligisten Preußen Münster hat im Spiel gegen Hertha BSC den Einsatz des VAR sabotiert. Ein Vermummter soll aus dem Preußen-Fanblock in den Innenraum zum Monitor gelaufen sein, um dort den Stecker zu ziehen.

Schiedsrichter Felix Bickel wartete etwa eine Minute darauf, dass der Monitor wieder angeht, musste die Entscheidung aber letztlich der Video-Assistentin Katrin Rafalski im Kölner Keller überlassen.

VAR-Sabotage

Fans von Preußen Münster haben im Zweitliga-Spiel gegen Hertha BSC den Einsatz des VAR sabotiert.

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Der Schiedsrichter erklärte über die Stadionlautsprecher: "Wir haben ein mögliches Foulspiel im Strafraum überprüft und meine Kollegin Katrin Rafalski hat festgestellt, dass die Nummer 24 von Münster den Spieler Cuisance klar am Schienbein trifft im Strafraum - deswegen lautet meine finale Entscheidung: Strafstoß."

Preußen-Kapitän hat "volles Verständnis"

Im Münsteraner Fanblock war kurz ein Banner hochgehalten worden, auf dem zu lesen war: "Dem VAR den Stecker ziehen." Den Elfmeter verwandelte Fabian Reese zur 1:0-Pausenführung für Hertha (45.+4). Kurz nach der Pause glich Jannis Heuer für Münster zum 1:1 aus (46.). In der dritten Minute der Nachspielzeit erzielte der eingewechselte Marten Winkler per Konter noch den späten 2:1-Siegtreffer für die Gäste.

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"Unsere Fans sind legendär, die machen alles für die Unterstützung", sagte der Preußen-Kapitän Jorrit Hendrix bei Sky zu dem Vorfall. "Dass ein Fan den Stecker rauszieht, finde ich eigentlich gut, denn die Fans wollen auch unbedingt, dass wir gewinnen, und wenn sie dafür alles machen, dann habe ich dafür volles Verständnis."

Preußen Münster bedauert Vorfall

Weniger Verständnis zeigte der Verein selbst. "Der SC Preußen Münster bedauert den Vorfall und wird alles daransetzen, den oder die Täter zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen. Außerdem wurden umgehend Maßnahmen ergriffen, um vergleichbare Vorfälle für die Zukunft auszuschließen. Nach ersten Erkenntnissen handelte es sich um eine geplante Aktion", hieß es auf der Preußen-Website. Der DFB hat mittlerweile ein Ermittlungsverfahren gegen den Klub eingeleitet.

Ein gewisses Mitgefühl mit den Preußen hatte Berlins Trainer Stefan Leitl. "Ich wünsche mir, dass die Konsequenzen für die Münsteraner nicht zu groß sind", sagte er bei Sky, meinte aber auch:

Das geht einfach nicht, man stelle sich nur vor, es müssen weitere Entscheidungen getroffen werden und du hast gar kein Fernsehbild; das ist jetzt eine Technik, die zum Fußball gehört, man kann sie mögen oder auch nicht - aber man muss dafür sorgen, dass solche Dinge nicht passieren.

Hertha-Trainer Stefan Leitl

Lob für Bickel

"In achteinhalb Jahren Videobeweis kann ich mich nicht erinnern, dass wir so eine Situation schon mal hatten", sagte Alexander Feuerherdt, Leiter Kommunikation und Medienarbeit der DFB Schiri GmbH. Feuerherdt lobte Bickels Vorgehensweise.

Wenn ein Monitor bei einer VAR-Überprüfung nicht genutzt werden könne, sei es protokollarisch so vorgesehen, dass die Schiedsrichter die Empfehlung der Video-Assistenten zur Entscheidung entgegennehmen und dann umsetzen - so wie es Bickel tat und hinterher auch über Stadionlautsprecher transparent machte. "In einer für ihn sicherlich nicht angenehmen Situation ist er sehr ruhig und sicher geblieben", sagte Feuerherdt.

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Quelle: Reuters

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Quelle: dpa, SID
Über dieses Thema berichtete ZDFsportstudio in dem Beitrag "Stecker gezogen: VAR-Sabotage in Münster" am 09.03.2026 um 11:20 Uhr.

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