Gegen Saint-Gilloise:FC Bayern ohne Ultras Richtung Achtelfinale
von Maik Rosner
Auch ohne laute Unterstützung wegen der Sperrung der Südkurve will der FC Bayern die direkte Qualifikation für die K.o.-Runde erreichen. Womöglich klingt das leichter als es wird.
Beim Spiel gegen Lissabon zünden Bayern-Fans bengalische Feuer: Die UEFA verhängte eine Teilsperrung der Südkurve.
Quelle: firo SportphotoEs könnte ein recht stiller Mittwochabend werden, wenn der FC Bayern Belgiens Meister und Tabellenführer Royale Union Saint-Gilloise empfängt. Doch auch ohne die lautstarke Unterstützung der ausgesperrten Ultras ist ein Erfolg gegen die Mannschaft aus Brüssels Viertel Saint-Gilles fest eingeplant.
Max Eberl, Sportvorstand des FC Bayern München, im sportstudio-Interview über die Moral im Team, die Rückkehr von Jamal Musiala und die Dominanz der Bayern in der Bundesliga.
17.01.2026 | 3:22 minMan wolle "den nächsten Sieg einfahren, um dann hoffentlich die Punktzahl zu haben, die uns direkt ins Achtelfinale bringt", sagte Sportvorstand Max Eberl im ZDF.
Tatsächlich hätte der Tabellenzweite FC Bayern den Einzug in die K.o.-Runde mit dann 18 Punkten aller Voraussicht nach sicher.
Bayern wollen ihren Kalender entzerren
Eine Woche später im letzten Spiel der Ligaphase bei der PSV Eindhoven ginge es dann nur noch um die Abschlussplatzierung. Davon hängt ab, welchen Gegner die Münchner im Achtelfinale bekommen.
Die direkte Qualifikation fürs Achtelfinale wäre aus Sicht der Bayern auch deshalb wünschenswert, weil sie in ihrem ohnehin vollen Kalender damit jene Zusatzbelastungen vermeiden würden, die in der vergangenen Saison durch die beiden Playoff-Spiele gegen Celtic Glasgow entstanden waren.
Mit Thomas Müller in der Startelf verpasst der FC Bayern den Einzug ins Halbfinale der Champions League. Im Regen von Mailand reicht es gegen Inter nur zu einem 2:2.
16.04.2025 | 2:59 minIn den nervenaufreibenden Zusatzschichten sahen manche einen Grund für das spätere Aus gegen Inter Mailand im Viertelfinale 2025.
Rückstände gegen Köln und Leipzig
Derartiges soll in dieser Saison nicht passieren. Als Fernziel peilen die Bayern das Finale am 30. Mai in Budapest und den Titelgewinn an. Ein Sieg gegen Saint-Gilloise könnte ein wichtiger Meilenstein dafür sein.
RB Leipzig hat im Spitzenspiel gegen den FC Bayern 45 Minuten lang alles unter Kontrolle, gerät nach der Pause aber böse unter die Räder: Die Münchner siegen am Ende mit 5:1.
19.01.2026 | 13:05 minAllerdings klingt die Aufgabe leichter als sie womöglich ist. Zuletzt hatten die Bayern in der Bundesliga beim 1. FC Köln und bei RB Leipzig Nachlässigkeiten gezeigt. Zwar gewannen sie beide Spiele 3:1 und 5:1, allerdings jeweils nach einem schleppenden Beginn samt 0:1-Rückstand.
Kompanys Negativserie gegen Saint-Gilloise
Trainer Vincent Kompany ist auch deshalb gewarnt, weil er zu seiner Zeit als Coach des belgischen Rekordmeisters RSC Anderlecht seine letzten vier Spiele gegen Saint-Gilloise verloren hatte. Mit dem FC Bayern soll diese Negativserie enden - auch ohne Ultras.
Die lautstarken Fans hatten sich die Sperre dadurch eingehandelt, dass sie am 9. Dezember im vorherigen Champions-League-Heimspiel gegen Sporting Lissabon rund 90 bengalische Feuer entzündet hatten. Über die gesamte Breite des Platzes brannten die Pyrofackeln in rot und weiß hinter dem Tor von Manuel Neuer.
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10.12.2025 | 2:59 minDreesens Kritik an den Bayern-Ultras
Die europäische Fußball-Union UEFA verhängte danach eine Teilsperrung der Südkurve in der Münchner Arena für das nächste internationale Spiel. Die UEFA fügte auch noch eine zweijährige Bewährungsstrafe samt Drohung hinzu, bei einem weiteren Vergehen die gesamte Südkurve auszuschließen.
Er trifft wie am Fließband und ist auf dem Platz überall zu finden. Bayern Münchens Torjäger Harry Kane ist gerade in der Form seines Lebens. Was macht den Engländer so besonders?
30.10.2025 | 16:46 minDie Fangruppe Südkurve beklagte danach in einer Stellungnahme "Kollektivstrafen" und betonte: "Für uns und viele andere ist Pyrotechnik ein wichtiges Element von Fankultur." Unbeteiligte Fans sind nun verärgert, nicht in die Arena gehen zu können. Das Verhalten der Ultras sei "nicht zu akzeptieren", kritisierte der Vorstandsvorsitzende Jan-Christian Dreesen.
FC Bayern erweitert UEFA-Sperre
Gesperrt wurden aber nicht nur die Blöcke 111 bis 114, wie es die UEFA-Strafe vorgesehen hatte, sondern auch fünf benachbarte Blöcke. Eine ausschließliche Sperrung der vier betroffenen Sektoren sei nicht möglich, "da bei Heimspielen des FC Bayern im Unterrang der Südkurve keine blockweise Ticketvergabe erfolgt", teilten die Münchner mit.
Statt der durch die UEFA-Strafe nur 4.800 gesperrten Plätze stieg die Zahl auf 9.336.
Bei einem Fanklubtreffen begründete Dreesen die großräumige Sperrung so: "Wir wollen aber nicht zulassen, dass die, die es treffen soll, sich dann wie auch immer irgendwo anders Karten organisieren." Deutlich ruhiger als sonst dürfte es nun also werden. Zu hören sein dürften dafür vor allem die Gästefans.
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