Bundesliga: 2:0 gegen Heidenheim:Werder stoppt Niederlagenserie
Aufatmen in Bremen: Mit dem 2:0 zu Hause gegen den 1. FC Heidenheim stoppt der SV Werder den freien Fall und verbessert sich vorläufig auf Platz 16.
Jens Stage (hinten) feiert Jovan Milošević für das Tor zum 1:0.
Quelle: ImagoDank Jovan Milosevic hat Werder Bremen seine Pleitenserie gestoppt und in der Bundesliga erstmals seit 13 Spielen wieder gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune setzte sich im Krisengipfel gegen den Tabellenletzten 1. FC Heidenheim nach einer guten Vorstellung mit 2:0 (0:0) durch und schöpft neue Hoffnung im Kampf gegen den Abstieg (ausführlicher Bericht im aktuellen sportstudio, Livestream ab 22.30 Uhr)
Milosevic ließ die zuletzt so häufig leidgeplagten Werder-Fans mit seinem Treffer in der 57. Minute jubeln, zudem unterlief Hennes Behrens (90.+7) kurz vor Spielende ein Eigentor.
Keine Tore, keine Siege, Abstiegsplatz: Der vierfache Meister Werder Bremen taumelt erneut in Richtung 2. Liga. Wie konnte es soweit kommen? Und ist die Krise an der Weser sogar hausgemacht?
26.02.2026 | 16:23 minWerder übernimmt das Kommando
Werder machte von Beginn an Druck. Doch der Ball wollte trotz guter Möglichkeiten einfach nicht rein: Der vermeintliche Führungstreffer durch Olivier Deman (26.) wurde wegen einer Abseitsposition nach einem Videobeweis wieder einkassiert. Milosevic vergab zehn Minuten später aus kurzer Distanz und Romano Schmid (45.+2) traf nur den Pfosten.
Heidenheim konzentrierte sich vor allem auf die Defensive - und so musste Werder stets aufpassen, nicht in einen Konter zu laufen. Wie etwa beim Versuch von Arijon Ibrahimovic (41.).
Milosevics Tor bricht den Bann
Beiden Teams war nach den dürftigen Ergebnissen der vergangenen Wochen der Mangel an Selbstvertrauen deutlich anzumerken. Die Angst, einen womöglich folgenschweren Fehler zu machen, war förmlich spürbar.
Die Talfahrt des SV Werder hält auch nach dem Trainerwechsel unvermindert an. Im Nordduell beim FC St. Pauli unterliegen die Bremer mit 1:2 und rutschen auf einen Abstiegsplatz.
23.02.2026 | 6:49 minDoch dann passte bei Werder plötzlich alles zusammen: Schmid flankte gefühlvoll in den Strafraum, Milosevic nickte per Kopf aus rund fünf Metern eiskalt ein. Und im Weserstadion herrschte helle Freude.
Heidenheim stemmt sich gegen Niederlage
Danach drängte Heidenheim immer stärker nach vorne, um die drohende Niederlage irgendwie noch zu verhindern. Werder versuchte alles, um den Vorsprung ins Ziel zu bringen - so sahen die Zuschauer keine hochklassige, aber immerhin spannende Partie.
Justin Njinmah (86.) und Keke Topp (90.+2) verpassten jeweils die Vorentscheidung. Auf der Gegenseite vergab Mathias Honsak (90.+6) den Ausgleich, ehe Behrens' Eigentor alles klarmachte.
Thioune feiert ersten Sieg als Werder-Trainer
Für Werder-Coach Thioune, Nachfolger von Horst Steffen, war es nach drei Pleiten in seinen ersten drei Spielen der erste Sieg.
Die Heidenheimer sind wohl nicht mehr zu retten, statistisch gesehen sind sie schon abgestiegen. Denn: Mit einer Ausbeute von nur 14 Punkten nach 24 Spielen hat im Zeitalter der Drei-Punkte-Regel noch kein Team am Saisonende den Klassenerhalt geschafft.
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