Mikaela Shiffrin gewinnt Slalom:Lena Dürrs Fluch geht weiter: Aus am ersten Tor
Lena Dürr war ganz nah am Ziel ihrer Träume. Als Zweitschnellste des Slaloms ging sie in den zweiten Lauf und fädelte dort am ersten Tor ein. Siegerin wurde Mikaela Shiffrin.
Lena Dürr fädelt im Finale bereits im ersten Tor ein und verpasst eine mögliche Medaille. Gold geht nach einem starken Lauf an Mikaela Shiffrin, Emma Aicher fährt auf Platz neun.
18.02.2026 | 9:53 minLena Dürr hat im Slalom von Cortina d'Ampezzo eine ganz herbe Enttäuschung erlebt. Als Zweitschnellste nach dem ersten Durchgang ins Rennen gegangen, fädelte die 34-Jährige vom SV Germerin im zweiten Lauf am ersten Tor ein und schied aus.
Gefeierte Siegerin wurde Mikaela Shiffrin, die mit 1,50 Sekunden Vorsprung vor Camille Rast (Schweiz) und Anna Swenn Larsson (Schweden) Olympia-Gold gewann. Shiffrin hatte schon nach dem ersten Lauf deutlich geführt.
Skirennläuferin Lena Dürr über ihren schwierigen Weg Richtung Olympia und ihren Einfädler am ersten Tor im zweiten Durchgang des Olympia-Slaloms.
18.02.2026 | 3:05 minDürrs zweite Enttäuschung bei Olympia 2026
Für Lena Dürr dagegen ging der Olympia-Fluch weiter: 2018, beim Slalom in Pyeongchang, war sie im ersten Durchgang ausgeschieden. Vier Jahre später in Peking ging sie als Führende in den zweiten Durchgang, fiel dort zurück und wurde mit sieben Hundertstelsekunden Rückstand Vierte.
2026 ging der Negativlauf schließlich weiter, als sie im Riesenslalom kurz vor dem Ziel mit einem Fehler die wohl sichere Medaille verpasste - und nun im Slalom ein echtes Drama erlebte.
Der Slalom der Frauen relive.
18.02.2026 | 337:56 minShiffrins erstes Einzel-Olympia-Gold seit 2018
Shiffrin besiegte derweil ein Olympia-Trauma. 2022 war sie in China bei sechs Starts ohne Medaille geblieben. Und in der vorigen Woche landete die weltbeste Skirennläuferin in der Team-Kombination mit ihrer Kollegin Breezy Johnson nach einem verkorksten Slalom nur auf Rang vier. Im Riesenslalom von Cortina verpasste sie als Elfte sogar die Top Ten.
Diesmal brillierte die 30-Jährige aber wieder und holte mit zwei Traumläufen nach 2014 im Slalom und 2018 im Riesenslalom ihre dritte Olympia-Einzelmedaille.
US-Skistar Mikaela Shiffrin ist nach ihrem Olympiasieg im Slalom in Gedanken bei ihrem verstorbenen Vater. Mit Amelie Stiefvatter spricht sie emotional über den Moment ihres Sieges.
18.02.2026 | 2:05 minAicher auf Platz neun
Dürrs Teamkollegin Emma Aicher, die in der Abfahrt und in der Team-Kombination mit Kira Weidle-Winkelmann jeweils Silber geholt hatte, fuhr auf Rang neun.
Als die Medaillen vergeben wurde, verdrängte Lena Dürr das "beschissene Gefühl" und zeigte Größe. "Das werde ich in meinem Leben nicht mehr sehen", sagte die 34-Jährige und klatschte nach ihrer - wie sie sagte - "Katastrophe" tapfer Beifall für die Siegerinnen um die goldene Mikaela Shiffrin.
"Katastrophe, worst case", stöhnte sie über das Aus am ersten Tor des zweiten Laufs, in den sie als Zweite gegangen war.
Sara Hector spendet Trost
Bei der Siegerehrung fand sie Trost an der Schulter der Schwedin Sara Hector. "Schade, du hättest auch eine von denen sein können", gab sie deren Worte wieder. Doch weil Dürr dieser "dämliche" Fehler unterlaufen war, schaute sie nur zu.
Dass ihr, der WM-Dritten von 2023, dasselbe Malheur passierte wie dem späteren Doppel-Olympiasieger Markus Wasmeier als Topfavorit im Super-G 1988 war kein Trost. "Man kann es noch gar nicht realisieren", sagte Dürr nach ihrem Missgeschick, "man meint, man kriegt nochmal einen Re-Run."
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