Gute Leistung gegen Frankreich:Deutsche Eishockey-Männer im olympischen Viertelfinale
von Sebastian Ungermanns
Die deutschen Eishockey-Männer haben Frankreich geschlagen und stehen im Viertelfinale des olympischen Turniers. Nächster Gegner: die Slowakei.
Die deutschen Eishockey-Cracks haben auch beim Viertelfinaleinzug bei den Olympischen Winterspielen nicht vollends überzeugt. Gegen Außenseiter Frankreich mühte sich das DEB-Team lange Zeit.
17.02.2026 | 6:33 minDie deutschen Eishockey-Männer stehen im Viertelfinale des olympischen Turniers. Gegen Frankreich gewann die Mannschaft von Bundestrainer Harold Kreis mit 5:1 (3:0, 0:1, 2:0). Vor allem im ersten Drittel zeigten die Deutschen eine beeindruckende Effizienz vor dem Tor. Als nächstes geht es gegen die Slowakei.
Wie schon gegen Dänemark und Lettland begann die deutsche Mannschaft fast perfekt. Nach früher Strafzeit gegen die Franzosen nutzte die DEB-Auswahl das folgende Powerplay zum 1:0 in der 4. Minute. Superstar und Fahnenträger Leon Draisaitl, der gegen Lettland noch etliche Möglichkeiten ungenutzt ließ, vollendete aus kurzer Distanz eiskalt.
Danach spielten beide Teams mit offenem Visier, die Scheibe flog relativ schnell über die neutrale Zone hinweg, Philipp Grubauer im deutschen Tor parierte Mitte des ersten Drittels stark gegen Frankreichs Dylan Fabre (9.).
Die deutsche Eishockey‑Nationalmannschaft hat gegen die USA eine deutliche 1:5-Niederlage kassiert. Die Pleite bleibt aber folgenlos.
15.02.2026 | 7:14 minDeutsches Team effizient vor dem Tor
Vorne zeigte Deutschland sich weiter fast ungewohnt effizient und baute nur zwei Minuten später die Führung aus. Nach starkem Forechecking eroberte Frederik Tiffels den Puck und lupfte ihn frech aus kurzer Distanz ins kurze Eck zum 2:0 (11.).
Bis zur ersten Drittelpause hatten die deutschen Kufenkracks das Spiel im Griff, hatten einige weitere gute Möglichkeiten und erhöhten sogar noch auf 3:0. Tim Stützle behielt im Zweikampf an der Bande die Oberhand und legte Quer auf JJ Peterka, der den französischen Keeper austanzte und zum 3:0 einnetzte (19.). Die Effizienz des DEB-Teams konnte sich wahrlich sehen lassen.
So lief der Olympia-Tag: Die Highlights kompakt zusammengefasst unter anderem mit Monobob-Silber für Laura Nolte, Paarlauf-Bronze für Hase/Volodin und der vorzeitige Abbruch im Skispringen.
16.02.2026 | 5:58 minFrankreichs Coach reagierte, nahm Torhüter Julian Junca raus und brachte Antoine Keller für den zweiten Abschnitt. Deutschland machte zunächst aber da weiter, wo es vor der Drittelpause aufgehört hatte und kam durch Stützle und Seider zu weiteren guten Abschlüssen.
Bellemare mit glücklichem ersten Treffer
Dennoch wurde das Spiel kurze Zeit später wieder enger. Eine eigentlich ungefährliche Flanke von Pierre-Édouard Bellemare fälschte Routinier Moritz Müller unglücklich mit dem Schlittschuh ins eigene Tor ab - Frankreich jubelte, nur noch 1:3 aus Sicht der Équipe Tricolore (25.).
Die Franzosen bekamen durch den Treffer spürbar Rückenwind, doch das DEB-Team reagierte stark und brachte die Partie schnell wieder unter eigene Kontrolle. Es kam sogar wieder zu einigen richtig guten Möglichkeiten, doch der Torhüter-Wechsel bei Frankreich sollte sich bezahlt machen - Keller zeigte mehrere starke Paraden.
Es entwickelte sich eine sehr flüssige, hochintensive, attraktive Partie, in der trotz teils bester Chancen keine weiteren Tore mehr fielen. Mit einer 3:1-Führung ging das DEB-Team ins Schlussdrittel.
Chancenwucher auf beiden Seiten
Und das wäre fast mit einem Schock aus deutscher Sicht losgegangen. Nach Scheibenverlust Stützle, tanzte Frankreichs Alexandre Texier Grubauer im deutschen Tor aus, doch im letzten Moment verhinderte ein deutscher Schläger den Anschlusstreffer.
Olympische Spiele:Olympia 2026
Doch auch Deutschland hatte weiterhin Riesenmöglichkeiten, kurze Zeit später scheiterte Peterka vollkommen freistehend am einmal mehr am starken Keller - Chancenwucher auf beiden Seiten in dieser Phase.
Und so beendete ein Powerplay die Torflaute Deutschlands. In Überzahl verwertete Josh Samanski einen Abpraller und sorgte so für die Entscheidung der Partie.
Den Schlusspunkt setzte aber ein anderer: Da die Franzosen in der Schlussphase ihren Torhüter vom Eis nahmen, um einen zusätzlichen Feldspieler zu bringen, konnte Nico Sturm nach Puckgewinn ins verwaiste Tor zum 5:1-Endstand einschieben.
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