Historisches Gold bei Olympia:Lucas Braathen: Wie Brasilien seinen neuen Sporthelden feiert
Lucas Pinheiro Braathen schreibt mit seinem Olympiasieg im Riesenslalom Sportgeschichte. Die Begeisterung in Brasilien ist riesig.
Ungewohntes Bild: Brasilianische Fans jubeln im Wintersport.
Quelle: dpaNach dem historischen Olympiasieg von Lucas Pinheiro Braathen haben Politiker und Sportstars aus dem Land dem Skirennfahrer gratuliert.
Die Goldmedaille sei das Ergebnis von "Talent, Hingabe und kontinuierlicher Arbeit zur Stärkung des Sports in all seinen Dimensionen", schrieb Präsident Luiz Inácio Lula da Silva auf der Plattform X.
Dieses beispiellose Ergebnis zeigt, dass der brasilianische Sport keine Grenzen kennt.
Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva
Erste Winter-Medaille für ganz Südamerika
Der 25-jährige Braathen hatte am Samstag bei den Olympischen Winterspielen die Goldmedaille im Riesenslalom gewonnen und damit Sportgeschichte geschrieben. Es war die erste Medaille bei Winterspielen für einen Sportler aus Südamerika überhaupt.
10.000 Kilometer vom Zielbereich in Bormio entfernt saß Braathens Mutter Alessandra Pinheiro Castro in der Nähe von Sao Paulo vor dem Fernseher und verfolgte stolz wie Brasilien einen neuen Nationalhelden kürte.
Lucas Pinheiro Braathen hat Skisport-Geschichte geschrieben. Als erster Südamerikaner hat er eine Medaille - die goldene - bei olympischen Winterspielen gewonnen.
14.02.2026 | 8:37 minZahlreiche Glückwünsche aus Brasilien
Der Fußballklub FC São Paulo schrieb: "Historisch! Die erste Medaille Brasiliens bei Olympischen Winterspielen." Profisurfer Gabriel Medina, der durch ein spektakuläres Foto bei den Olympischen Spielen 2024 weltweit bekannt wurde, gratulierte. "Glückwunsch Lucas! Stolz auf Brasilien."
Das Sportportal "Ge Globo" schrieb: "Goldmedaille! Geschichte wird geschrieben! Welche Emotion." Die Boulevardzeitung "Meia Hora" kommentierte, Braathen "durchbricht ein Paradigma und gibt Hoffnung, die Wintersportarten in Brasilien voranzubringen".
Braathen startete zunächst für Norwegen
Braathen hatte sein Weltcup-Debüt 2018 noch für Norwegen gefeiert, dem Heimatland seines Vaters. Weil er sich mit dem norwegischen Verband über seine Vermarktungsrechte zerstritt, kehrte er dem Land den Rücken und gab 2023 sogar sein Karriereende bekannt.
Ein Jahr später kehrte der extrovertierte Technikspezialist zurück und startete für Brasilien, das Herkunftsland seiner Mutter. Mit Partnern und Sponsoren hatte er ein persönliches Team zusammengestellt, mit Vater Björn an der Spitze.
170 Olympia-Medaillen - alle im Sommer
"Die wahre Goldmedaille ist, dass ich es gewagt habe, ich selbst zu sein", sagte Braathen nach seinem Triumph vor den Schweizern Marco Odermatt und Loic Meillard und betonte: "Das Herz und die Kraft Brasiliens haben heute diese Fahne auf das Siegerpodest gebracht."
An Ikonen des Sports mangelt es Brasilien eigentlich nicht. Neben Formel-1-Legende Ayrton Senna werden vor allem Fußballer verehrt. Bei Olympischen Sommerspielen holten brasilianische Sportlerinnen und Sportler bislang 170 Medaillen, bei Winterspielen nun die erste.
Olympische Spiele:Olympia 2026
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