Axel Jungk und Christopher Grotheer:Deutsche Skeletonis fahren Silber und Bronze ein
Wieder zwei Olympia-Medaillen für Team D im Eiskanal von Cortina: Axel Jungk wird im Skeleton-Wettbewerb Zweiter vor Christopher Grotheer.
Der deutsche Skeletonpilot Axel Jungk hat sich Silber gesichert und musste sich nur dem Olympiasieger Matt Weston aus Großbritannien geschlagen geben. Christopher Grotheer sicherte sich Bronze.
13.02.2026 | 6:08 minDie Erfolgsserie im Eiskanal geht weiter: Die Skeleton-Piloten Axel Jungk und Christopher Grotheer haben bei Olympia nahtlos an die deutschen Rodel-Festspiele angeknüpft und Silber und Bronze gewonnen.
Der 3. und 4. Lauf der Skeleton-Männer im Sliding Center in Cortina relive. Für Team-D am Start: Christopher Grotheer, Axel Jungk und Felix Keisinger.
13.02.2026 | 182:56 minDer 34 Jahre alte Jungk raste im Cortina Sliding Centre wie vor vier Jahren in Peking auf Rang zwei und musste sich nur dem neuen Olympiasieger Matt Weston aus Großbritannien geschlagen geben.
Peking-Olympiasieger Christopher Grotheer sicherte sich in dem vom Ausschluss des Ukrainers Wladyslaw Heraskewytsch überschatteten Wettkampf die Bronzemedaille.
Siebte Medaille für Deutschland in Cortinas Eiskanal
Für die deutschen Schlittensportler ist es im Eiskanal die sechste und siebte Medaille im sechsten Rennen. Die Rodler um Deutschlands Rekord-Winterolympioniken Tobias Wendl und Tobias Arlt hatten in den vergangenen Tagen mit drei Mal Gold, ein Mal Silber und ein Mal Bronze eindrucksvoll vorgelegt.
Skeletoni Felix Keisinger fuhr bei seinem Olympiadebüt auf den sechsten Rang. Auch die deutschen Frauen verheißen Gutes: Sie liegen zur Halbzeit allesamt auf Medaillenkurs. Eine weitere Medaillenchance gibt es für Jungk und Grotheer im erstmals olympischen Mixed-Team am Sonntag.
Medaille statt Rücktritt
Der 34 Jahre alte Jungk, der schon 2022 Silber gewonnen hatte, erfüllte sich noch einmal einen Olympia-Traum und flippte mit einem Riesenschrei nach dem Zieldurchlauf aus. Dabei hatte er schon an einen Rücktritt gedacht.
"Es war ein unfassbar schlechter vierter Lauf, von oben bis unten", sagte Jungk in der ARD:
Ich habe unfassbar gezittert - aber total egal, Hauptsache die Silbermedaille.
Axel Jungk
Grotheer weint Freudentränen
Für Peking-Olympiasieger Grotheer, der in dieser Saison enorme Verletzungsprobleme hatte, ist Bronze ein mehr als versöhnlicher Abschluss. Im Zielraum umarmte er Frau und Kind und dagte unter Tränen: "Es war eine harte Saison für mich, heute habe ich fahrerisch eine so super Leistung gezeigt, das kommt fast noch an Peking heran, ich bin einfach nur stolz auf mich."
Felix Keisinger vom WSV Königssee kam auf Rang sechs.
Neue FES-Schlitten erstmals bei Wettkampf
Die beiden Medaillen gewinnen nochmal an Wert, da das deutsche Team auch ein gewisses Risiko beim Material eingegangen ist. "Ein großes Dankeschön an unser Mechaniker und Trainer, die hatten viele schlaflose Nächte in den vergangenen Wochen", sagte Jungk.
Die maximal 45 Kilogramm schweren Männer-Schlitten wurden erstmals im Wettkampf gefahren.
Disqualifikation vom Ukrainer kurz vor dem Start
Überschattet wurden die Skeleton-Rennen von der Causa des Ukrainers Wladislaw Heraskewytsch, der kurz vor dem Start vom olympischen Wettbewerb ausgeschlossen worden war, weil er einen Helm mit Bildern von im Krieg gegen Russland getöteten Sportkollegen tragen wollte.
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