Olympia 2026: Straßer mit scharfer Kritik an den Spielen

"Wenig Emotionen":Straßer mit scharfer Kritik an den olympischen Spielen

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Linus Straßer hat nach seinem Slalom-Rennen deutliche Kritik an den Olympischen Winterspielen geäußert. Was genau er gesagt hat.

Linus Straßer im ZDF-Interview

Nach seinem olympischen Slalom-Rennen kritisiert Linus Straßer die fehlenden Emotionen und die sterile Atmosphäre bei den Olympischen Spielen.

16.02.2026 | 1:37 min

Es war sein wahrscheinlich letztes Olympia-Rennen. Linus Straßer landet im Slalom von Bormio am Ende auf dem neunten Rang - und zeigt sich anschließend erzürnt über die Stimmung im Rahmen der Olympischen Winterspiele.

"Meine komplette Familie ist da, und die stehen irgendwo weit weg", sagte der 33-Jährige am ZDF-Mikrofon bei Amelie Stiefvatter. "Schau mal auf die Tribüne. Die sitzen da auf fünf Metern Höhe. Du hast überhaupt keine Interaktionen, nix."

Bei Olympia fehlt die Stimmung

Im Vergleich zum Weltcup fehle es an Stimmung. "Wenn das der Genuss von Leistungssport sein soll, dann bin ich froh, dass es mein letztes Mal war." ZDF-Ski-Alpin-Experte Marco Büchel springt ihm zur Seite. "Wieviel Zeit haben wir um über das Thema zu sprechen?", fragt er, "ich gebe ihm einfach recht."

Der Liechtensteiner macht die hohen Eintrittspreise mitverantwortlich für die fehlende Stimmung. "Für die Skirennfahrer sind Rennen wie Wengen, Adelboden oder Kitzbühel besonders. Da ist auch fachkundiges Publikum da. Die Ticket hier kosten über 300 Euro - das kann sich kein Fanklub leisten!"

Ärger schon im ersten Durchgang

Schon nach dem ersten Durchgang war Straßer verärgert. Der Grieche AJ Ginnis, ein guter Freund von Straßer, fuhr im ersten Durchgang ein letztes Mal einen Alpinabhang herunter. Der Deutsche wollte, wie im Weltcup üblich, im Ziel auf Ginnis warten und ihn dort in Empfang nehmen. Doch auch das würde ihm untersagt.

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Wieso? "Keine Ahnung", antwortete Straßer bei Stiefvatter, "ich will nicht zu viel haten und die Geschichte hinter Olympia ist unglaublich. Jeder will eine Medaille gewinnen. Ich auch. Darum geht es aber nicht."

Das Event an sich, wenn ich das für mich persönlich bewerte, dann sind hier einfach wenig Emotionen, wenig Interaktionen mit Fans, dabei ist es das doch, was es ausmacht. Es ist alles steril. Ich kann darauf verzichten.

Linus Straßer, Skirennfahrer

Das Slalom-Rennen war das letzte Männer-Rennen im alpinen Rennsport bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina. Die Frauen verabschieden sich am Mittwoch ebenfalls mit einem Slalom von Olympia. Mit Emma Aicher und Lena Dürr hat der DSV zwei Medaillenkandidatinnen im Rennen. Das Rennen ist live im ZDF zu sehen.

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Quelle: Reuters

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Quelle: ZDF
Über die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina berichtet das ZDF seit dem 04.02.2026 täglich bei "sportstudio live".

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